Gebärmutterhalskrebs rechtzeitig erkennen

Gebärmutterhalskrebs kann aus Gewebeveränderungen am Muttermund entstehen. Bei Früherkennungsuntersuchungen wird betroffenes Gewebe erkannt und anschließend entfernt, um das Erkrankungsrisiko möglichst gering zu halten.

Eine Frauenärztin spricht mit einer jungen Patientin. Die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs betrifft alle Frauen.© iStock / Inside Creative House

Inhalte im Überblick

    Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung beim Frauenarzt

    Zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs (auch Zervixkarzinom) ist der regelmäßige Besuch beim Frauenarzt notwendig. Der Gynäkologe führt bei der Untersuchung unter anderem einen Zellabstrich am Gebärmutterhals durch, den sogenannten Pap-Test. Damit können Infektionen oder Zellveränderungen bereits in der Vorstufe erkannt werden. Ein auffälliger Pap-Abstrich ist keine Krebsdiagnose. Bei Auffälligkeiten werden zunächst weitere Untersuchungen wie ein HPV-Abstrich oder eine Gewebebiopsie durchgeführt. Erhärtet sich der Verdacht, kommen bildgebende Untersuchungen wie Ultraschall und gegebenenfalls weitere Verfahren hinzu.

    Über die Vor- und Nachteile der Vorsorgeuntersuchung informiert eine Patienteninformation des Gemeinsamen Bundesausschusses. 

    HPV-Impfung schützt vor Gebärmutterhalskrebs

    Seit 2007 wird die Impfung gegen die häufigsten Papillomviren, die im Verdacht stehen, Gebärmutterhalskrebs auszulösen, für Mädchen und seit 2018 auch für Jungen empfohlen. Jungen soll diese Impfung vor Penis- und Analkarzinom schützen.

    Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (STIKO) empfiehlt für Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren eine zweimalige Impfung vor dem ersten sexuellen Kontakt. Versäumte Impfungen sollen spätestens bis zum Alter von 17 Jahren nachgeholt werden – ab dem 15. Lebensjahr sind drei Impfungen nötig. Wichtig: Die HPV-Impfung kann vor Gebärmutterhalskrebs schützen, sie ersetzt dennoch nicht die regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchung im Erwachsenenalter.

    Diese Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge zahlt die AOK

    Die Vorsorgeuntersuchung zum Ausschluss von Gebärmutterhalskrebs ist Teil der gesetzlichen Krebsfrüherkennung: Frauen zwischen 20 und 34 Jahren können einmal jährlich im Rahmen der gynäkologischen Vorsorge einen Pap-Abstrich beim Frauenarzt durchführen lassen. Für Frauen ab 35 Jahren gibt es seit Januar 2020 statt der jährlichen Zelluntersuchung des Gebärmutterhalses die Möglichkeit, alle drei Jahre eine Kombinationsuntersuchung zu machen. Diese besteht aus einem HPV-Abstrich sowie einem Pap-Test. Die genannten Untersuchungen gehören zu den Vorsorgeleistungen, deren Kosten die AOK übernimmt. Bitte informieren Sie sich über zusätzliche Leistungen bei Ihrer AOK vor Ort.

    Einladung der AOK zum Screening für Gebärmutterhalskrebs

    Seit dem 1. Januar 2020 wird die Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung als organisiertes Screening-Programm durchgeführt. Das soll die jährliche Zahl der Neuerkrankungen weiter senken. Frauen im Alter von 20 bis 65 Jahren, die bei der AOK versichert sind, erhalten alle fünf Jahre ein persönliches Anschreiben, das umfassend über die Teilnahme am Screening-Programm zur Krebsvorsorge informiert. Darin wird unter anderem der Ablauf der nächsten Vorsorgeuntersuchung erläutert sowie auf Nutzen und Risiken des Screenings hingewiesen. Die Untersuchung zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs können die AOK-Versicherten aber auch in Anspruch nehmen, wenn sie kein Anschreiben erhalten haben und das 65. Lebensjahr bereits überschritten wurde.

    Welche zusätzlichen Kosten übernimmt meine AOK für die HPV-Impfung?

    Die Angebote der AOK unterscheiden sich regional. So auch bei der HPV-Impfung. Mit der Postleitzahl Ihres Wohnortes können wir die für Sie zuständige AOK ermitteln und die regionalen Voraussetzungen zur Kostenübernahme der HPV-Impfung anzeigen.
    Aktualisiert: 22.06.2021

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