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Hungerfühl Nach Rauchstopp

Hallo zusammen,

 

ich habe vor 5,5 Monaten (02.03.2013) mit dem rauchen aufgehört. Ich bin 23 Jahre alt, habe 10 Jahre lang ca. 16 Zigaretten täglich geraucht.

 

Eigentlich geht es mir damit sehr gut. Trotzdem hat sich mein Leben bezüglich des normalen Hungergefühls  negativ verändert.

 

Vorab muss ich dazu sagen, dass ich vor ca 2 Jahren, durch Ernährungsumstellung, 20 kg abgenommen habe und nun bei einer Körpergröße von 1,76 cm 64kg wiege.  Habe mich bei der Gewichtsabnahme sehr viel mit dem Thema gesunder Ernährung beschäftigt und weiß sehr viel über "leichtes" und "gesundes" Essen.  Zusätzlich habe ich meinen Körper in dieser Zeit  kennengelernt und wusste, wie mein Körper auf die verschiedenen Lebensmittel zu bestimmten Uhrzeiten etc. reagiert. Ich nehme nicht unbedingt schnell zu und hatte ein normales Sättigungsgefühl. Ich esse sehr gerne und habe einen guten Weg für mich selbst gefunden, um mein Gewicht zu halten. Ich war diesbezüglich vollkommen zufrieden und habe mich nie besser gefühlt.

 

Für mich war also klar, dass eine Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp absolut keine Option war. Dadurch habe ich mir zusätzlich sehr viel Druck gemacht.

Anfangs hatte ich die oft beschriebenen "Fressattacken" und dauernd Hunger.

 

Dadurch, dass ich mir selber so viel Druck gemacht habe und ich selber gesagt habe, dass eine Gewichtszunahme nicht auszuhalten wäre, habe ich zwanghaft versucht meinem "nicht realen Hungergefühl" zu widerstehen. Ich wusste, dass ich momentan nicht auf mein Hungergefühl hören kann, weil ich sonst durchgehend nur gegessen hätte.

 

Ich habe auch sofort mit dem Sport angefangen. Täglich. Durch diesen, enormen Druck, kam dann die erste "Fressattacke". Dazu muss ich sagen, dass ich so etwas noch nie zuvor gehabt habe. Ich habe mich also dann am nächsten Tag auf die Waage gestellt und hatte durch diese "Fressattacke" (Und damit meine ich, essen bis fast schon zum ebrechen) 2 kg zugenommen. (Ich wusste vorher gar nicht, dass man innerhalb eines Tages 2 kg zusätzlich auf der Waage haben kann und ich wiege mich täglich. )Da das für mich natürlich gar nicht ging, habe ich dann radikal eine ganze Woche gehungert, kaum gegessen, sodass dann diese 2 kg nach der Woche wieder verschwunden sind. Durch diesen extremen Verzicht, folgte dann eine erneute "Fressattacke". Ich bafand mich also in einem Teufelskreis. Fressen (Ich nenne das bewusst so), extremes Hungern, Fressen usw.

 

Da ich wusste, dass ich mich gerade auf dem besten Weg in eine Esstörung begebe, habe ich über Wochen versucht aus diesem Teufelskreis zu entfliehen. Durch diese extreme unzufriedenheit, fing ich an zusätzlich Depressiv zu werden.

 

Dazu muss ich sagen, dass ich ein sehr zielstrebiger und konsequenter Mensch bin. Ich erreiche die Ziele, die ich mir vorgenommen habe und wenn ich dafür über Leichen gehen muss. (Nicht immer sehr vorteilhaft.)

 

Ich habe ständig nur noch im Internet recherchiert, wann das alles nach der Rauchentwöhnung endlich aufhört. Richtige antworten fand ich auf meine Fragen jedoch leider nicht. Ich wusste auch irgendwie nicht wirklich an wen ich mich hierbei wenden kann. An einen Ernährungsexperten, an einen Arzt, an welchen Arzt? Aber der muss schließlich auch die Ahnung vom Rauchentzug haben? Wer ist der richtige Ansprechpartner für mich? Brauche ich das überhaupt? Komme ich da wirklich alleine nicht raus? Ist es vlt. einfach normal nach dem Rauchstopp? Ich wusste es nicht. Also versuchte ich alleine zurecht zu kommen.

Es ist mir dann tatsächlich gelungen diesen Teufelskreis zu durchbrechen, indem ich anfing, mich nicht täglich mit dem Essen zu beschäftigen. Ich habe also angefangen im Vorfeld zu planen, was ich die Tage über essen werde. Quasi einen Ernährungsplan erstellt, damit ich mich bloß nicht mehr mit dem Thema essen beschäftigen muss. Nun gibt es eine bestimmte Menge, zu bestimmten Zeiten, bestimmte vorher festgelegte Nahrungsmittel. Das hat sehr gut geklappt. Die Fressattacken hörten auf. Was aber auch an der Vergangen Zeit liegen kann. Ausgelöst wurde diese Essstörung ja durch die Rauchentwöhnung. Ich glaube, dass in meinem Fall mehrere Faktoren eine Rolle gespielt haben. Die Depressionen gingen auch fort. Vielleicht, dadurch, dass die Fressattacken ausblieben oder auch durch die Vergangene Zeit?!

 

Ich habe oft gelesen, dass es normal ist, durch den Nikotinentzug ein extremes Hungergefühl zu empfinden. Depressionen sind auch nicht sonderlich untypisch.

 

Jetzt kommen wir zu meinem eigentlichen Problem:

 

Das ich keine Fressattacken mehr habe, ist die eine Sache. Die andere Sache allerdings ist, dass ich noch immer kein normales Sättigungs- oder Hungergefühl habe und noch immer nach meinem "Essensplan" lebe. Spontanes essen, worauf ich gerade lust habe, gibt es noch immer nicht.

 

Ich esse noch immer nach Plan, nicht nach Hunger. Apettit habe ich. Essen könnte ich immer, aber ein tatsächliches Hungergefühl habe ich nicht mehr. Wenn ich z.B. 20 Stunden nichts gegessen habe, empfinde ich kein Hungergefühl, kein Magenknurren, nichts. Vor dem Rauchstopp hatte ich das!!! Genau so ist es aber auch, wenn ich etwas esse. Ich habe kein normales Sättigungsgefühl. Ich höre auf zu essen, weil ich weiß, dass man nach einer bestimmten Menge normalerweise satt sein müsste, aber nicht weil ich das tatsächlich so empfinde. Ich könnte immer weiter essen oder es einfach auch ganz sein lassen. Unabhänging von dem noch vorhandenen Apettit. Der Lust zum Essen.

 

Ich bin froh, dass ich es mittlerweile geschafft habe das Thema essen kontrolliert anzugehen, aber ein dauerhafter Zustand ist das nicht!! Fakt ist, dass das wieder normal werden muss. Ich sehe aber leider kein Licht am Ende des Tunnels. Es ist schwer nicht die Hoffnung auf ein "normales" Leben zu verlieren, wenn alles dann doch so ungewiss ist. Ich weiß, dass mein Körper bei 10 Jahren rauchen, nicht von heute auf morgen, wieder "normal" ist. Es belastet mich dennoch enorm. Das ganze fördert nicht besonders die Zufriedenheit.

 

Ändert sich das wieder? Was kann ich tun? Wer kann mir helfen und ist das vielleicht sogar normal? Wird das so bleiben?

 

Es ist natürlich auch keine Option mehr für mich zu rauchen, da es mir ohne Zigaretten wirklich gut geht. Mir fehlt die Zigarette nicht. Im Gegenteil. Ich hasse diese Dinger. Erst recht jetzt, wo ich sehe, was dieser Mist mit mir angestellt hat.

 

Und nichts desto trotz, habe ich es geschafft mein Gewicht zu halten. Leider um jeden Preis.

 

Ich hoffe mir kann eventuell hier geholfen werden.

 

Liebe Grüße

Hallo Bounty,

 

vielen Dank für die ausführliche Schilderung Ihrer schwierigen Situation.Zunächst mal möchte ich Ihnen gratulieren, dass Sie erfolgreiche Nichtraucherin geworden sind und so aktiv für Ihre Gesundheit kämpfen. Ich meine aber, Sie müssen dies nicht alleine tun. Holen Sie sich doch professsionelle Hilfe. Wenden Sie sich am besten an Ihre örtliche Krankenkasse. Dort kann man Ihnen bestimmt eine Anlaufstelle für Essstörungen nennen. Mit Hilfe von Experten und Betroffenen (Selbsthilegruppe) finden Sie bestimmt leichter zurück zu einem gesunden genussvollen Essverhalten.

Viel Kraft und Durchhaltevermögen wünscht Ihn

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

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