Angebot anzeigen für:
Kontakt zu meiner AOK Rheinland/Hamburg
Ort/Kasse korrigieren

Coronavirus-Test: Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Testverfahren

Ein PCR-Test wird durchgeführt, um den Erreger SARS-CoV-2 nachzuweisen. Weitere Testverfahren sind der Antigen-Schnelltest und der Selbsttest, den jeder zu Hause durchführen kann. Wer getestet wird, wie die Tests ablaufen und welche Kosten die AOK übernimmt.

Coronavirus-Testverfahren: PCR-Test

Die Abkürzung PCR steht für „Polymerase Chain Reaktion“, zu Deutsch Polymerasekettenreaktion. Der Test gilt als Standardverfahren, um Viren wie das Coronavirus nachweisen zu können.

In der Regel wird ein Abstrich durch den Mund und die Nase von der oberen Rachenhinterwand entnommen. Optimal sind zwei Abstriche mit dem gleichen Tupfer. Weitere Möglichkeiten der Probengewinnung sind Hustenauswurf, Spülungen der tiefen Atemwege (eine sogenannte Bronchoalveoläre Lavage) oder die Entnahme von Trachealsekret.

Der Tupfer wird anschließend sicher in dem Probenbehälter verschlossen. Daraufhin wird die Probe in ein Labor versendet, wo sie schnellstmöglich analysiert wird. Bei der Analyse wird die Erbinformation des Virus vermehrt und dann untersucht. Dadurch ist diese Untersuchung deutlich empfindlicher und genauer als die Schnell- und Selbsttests. Über das Ergebnis informiert Sie in der Regel schnellstmöglich das durchführende Labor oder Ihr Arzt, zum Beispiel per E-Mail oder eine entsprechende Website, die Ihnen bei der Testung genannt wird. In der Regel erhalten Sie das Testresultat in zwei bis fünf Tagen.

Weitere Informationen zur Testung finden Sie beim Robert Koch-Institut.

Wenn Sie den Verdacht haben, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, rufen Sie bitte in Ihrer Hausarztpraxis an. Gehen Sie nicht persönlich in die Praxis. Der Hausarzt entscheidet am Telefon anhand Ihrer Krankheitsanzeichen wie beispielsweise Fieber oder anderen Erkältungssymptomen, ob ein Coronavirus-Test durchgeführt wird.

Das Robert Koch-Institut erläutert auf der Website, in welchen Fällen es einen PCR-Test empfiehlt.

Der AOK-Arztnavigator hilft Ihnen, einen Arzt in Ihrer Nähe zu finden. Sollte dieser nicht erreichbar sein, rufen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 an.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums.

Ein PCR-Test auf den Erreger SARS-CoV-2 kann mittlerweile vielerorts durchgeführt werden. So gibt es Testmöglichkeiten in diversen Kliniken, ambulanten Testzentren und in vereinzelten Hausarztpraxen sowie in Flughäfen und Bahnhöfen. Durch die neuen Verordnungen soll dieses Angebot nochmals deutlich ausgeweitet werden. Selbsttests können zu Hause durchgeführt werden.

Fällt der PCR-Test positiv aus, liegt eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mit hoher Wahrscheinlichkeit vor. In diesem Fall ordnet das zuständige Gesundheitsamt Quarantäne an. Bis zur Anordnung durch das Gesundheitsamt müssen sie sich selbst in der Häuslichkeit isolieren. Bei positiven Schnell- und Selbsttests wird in der Regel ein PCR-Test durchgeführt, da diese Untersuchung deutlich genauer ist.

Die AOK übernimmt die Kosten für einen Coronavirus-Test, wenn ein kassenärztlich zugelassener Arzt den Test verordnet hat oder das Gesundheitsamt eine Testung für erforderlich hält. Die Abrechnung erfolgt über die elektronische Versichertenkarte. AOK-Versicherten entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Coronavirus-Testverfahren: Antigen-Schnelltest

Neben dem PCR-Test werden auch Antigen-Tests beziehungsweise Antigen-Schnelltests angewendet, um das Coronavirus nachweisen zu können. Seit dem 8. März 2021 haben alle Bürger den Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest pro Woche. Das geht aus dem Bund-Länder-Beschluss vom 3. März 2021 hervor, den Sie hier einsehen können (s. Seite 5).

Diese Tests sind für Personen ohne Symptome vorgesehen, weil die Erkrankung sich häufig durch symptomlose Menschen überträgt. Auch zum Beispiel in Schulen soll regelmäßig getestet werden, ferner wollen die vielen Betriebe, deren Mitarbeiter nicht im Homeoffice arbeiten können, Tests anbieten. Bei akuten Symptomen eines Atemwegsinfekts sollten Betroffene derzeit grundsätzlich Kontakt mit einem Arzt aufnehmen, welcher nach definierten Kriterien entscheidet, ob ein und welcher Test notwendig ist.

Daneben wurden nun auch Selbsttests zugelassen, die Laien alleine anwenden können. Diese Tests sollen auch online und in den Geschäften der Discounter, Supermärkte und Drogeriemärkte verkauft werden.

Die Antigen-Tests funktionieren ähnlich wie Schwangerschaftstests, weil sie Eiweißstrukturen des zu testenden Probenmaterials nachweisen können. Dafür wird, wie für den PCR-Test, eine Probe aus der Nase, Sputum (Auswurf) oder von der oberen Rachenhinterwand entnommen.

Das Teststäbchen wird in eine Testlösung gegeben und anschließend die Lösung auf einen Teststreifen gegeben. Falls die Probe auch Coronaviren enthält, verfärbt sich der Teststreifen, weil die Eiweißbestandteile des Virus mit dem Teststreifen reagieren.

Schnelltests sind im Vergleich zu PCR-Tests weniger sensitiv. Das bedeutet, dass eine größere Virusmenge benötigt wird, um eine Infektion mit dem Coronavirus nachweisen zu können. Zudem sind Schnelltests nicht so spezifisch wie PCR-Tests.

Es kann vorkommen, dass ein positives Testergebnis auch dann angezeigt wird, wenn die Person gar nicht infiziert ist. Auch wenn Schnelltests mehr Fehlerquoten als PCR-Tests haben, bilden sie eine sinnvolle Ergänzung, um Infektionsketten möglichst frühzeitig zu unterbrechen.

Bei der Anwendung des Antigentestes muss zwingend auf die Packungsbelage geachtet werden, weil die einzelnen Hersteller unterschiedliche Herangehensweisen haben. Deshalb sollten Schnelltests nur von eingewiesenem Personal durchgeführt werden.

Der Antigen-Test wird hauptsächlich bei Personen angewendet, die sich möglicherweise mit dem Coronavirus angesteckt haben, aber keine Symptome haben. Das Testverfahren wird beispielsweise beim Personal, bei Patienten und bei Besuchern von Pflegeheimen oder Krankenhäusern angewendet. Auch in Schulen werden Schnelltests eingesetzt.

Seit dem 8. März 2021 haben alle Bürger den Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest pro Woche. Voraussetzung ist, dass sie symptomfrei sind. Bei symptomatischen Personen wird direkt ein PCR-Test durchgeführt.

Die kostenlosen Antigen-Schnelltests werden von eingewiesenem Personal in Testzentren und-stationen durchgeführt. Auch bei niedergelassenen und von den Kommunen beauftragen Ärzten ist ein solcher Test möglich. Informieren Sie sich auf der Website Ihres Bundeslandes über die jeweiligen Testmöglichkeiten.

Im Unterschied zum PCR-Test muss das Probenmaterial des Antigen-Tests nicht ins Labor geschickt werden, sondern kann vor Ort ausgewertet werden. In weniger als 30 Minuten enthält der Getestete in der Regel das Ergebnis.

Erhalten Getestete ein negatives Ergebnis, sind sie wahrscheinlich nicht mit dem Coronavirus infiziert.

Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass das Testergebnis „falsch-negativ“ ist – das bedeutet, dass die Viruslast zum Testzeitpunkt gegebenenfalls noch nicht so hoch war, obwohl die Person infiziert ist. Der Test fällt in diesem Fall fälschlicherweise negativ aus. Die Sicherheit der Schnelltests ist aufgrund der geringeren Empfindlichkeit kleiner als bei den PCR-Tests.

Auch bei einem negativem Testergebnis ist es wichtig, die Hygiene- und Verhaltensweisen weiterhin einzuhalten.

In einer Infografik des Robert Koch-Instituts erfahren Sie mehr über die Testergebnisse von Schnelltests.

Ein positives Testergebnis wird an das Gesundheitsamt gemeldet und der Getestete sollte sich vorsichtshalber in Quarantäne begeben. Anschließend muss zur Sicherheit nochmal ein PCR-Test durchgeführt werden. Damit wird ausgeschlossen, dass ein falsch-positives Ergebnis vorliegt und die betroffene Person gar nicht infiziert ist.

Die Kosten für die Schnelltests, die jeder Bürger einmal wöchentlich in Anspruch nehmen kann, übernimmt der Bund.

Einrichtungen wie Krankenhäuser, Arztpraxen oder Reha-Einrichtungen können die Tests selbst beschaffen und sich die Kosten über die Kassenärztliche Vereinigung erstatten lassen.

Bitte beachten Sie: Antikörpertests werden bislang nur ergänzend eingesetzt. Sie sollen frühere Infektionen finden, wobei es hier auch viele falsch-positive Befunde gibt. Aus diesem Grund können sich Getestete auch bei nachgewiesenen Antikörpern nicht darauf verlassen, immun zu sein.

Selbsttests: Schnelltests für zu Hause

Seit dem 6. März 2021 können Selbsttests in Discountern, Drogerien und Apotheken gekauft und zu Hause selbst angewendet werden.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erteilt in Deutschland die Zulassung für Corona-Tests, die selbst durchgeführt werden können. Auf der Website des BfArM können Sie einsehen, welche Tests bereits zugelassen wird. Die Liste wird regelmäßig erweitert.

Vorsicht bei Angeboten von Tests aus dem Internet. Dort gibt es viele Anbieter, die mit nicht zuverlässigen Tests schnell Geld verdienen wollen. Bitte kaufen Sie diese Tests nicht. Sie können keine Aussage darüber treffen, ob Sie mit dem Coronavirus infiziert sind oder nicht.

Die Wirkungsweise und Sicherheit von sogenannten „Laien-Schnelltests“ und Antigen-Schnelltests, die durch geschultes Personal durchgeführt werden, ist ähnlich. Der Unterschied ist, dass Selbsttests von medizinischen Laien durchgeführt werden können, weil sie in der Anwendungsart und Auswertung einfacher sind.

Je nach Hersteller gibt es verschiedene Anwendungsmöglichkeiten: So wird bei einigen Selbsttests ein Abstrich in der vorderen Nase entnommen, bei anderen erfolgt die Probenentnahme über den Speichel. Die genaue Anwendungsart und Testauswertung entnehmen Sie der Gebrauchsanweisung.

Das Testergebnis kann in der Regel nach 15 bis 30 Minuten abgelesen werden.

Ein negatives Testergebnis deutet darauf hin, dass die Person zum Testzeitpunkt nicht infiziert ist. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass der Getestete trotz Negativergebnis mit dem Coronavirus infiziert. Dies kann vorkommen, wenn zu früh oder erst im späteren Verlauf einer Infektion getestet wird. Der Test kann auch negativ ausfallen, wenn die Probe nicht nach Gebrauchsanweisung korrekt entnommen wurde.

Auch bei einem negativem Testergebnis ist es wichtig, die Hygiene- und Verhaltensweisen weiterhin einzuhalten.

Im Gegensatz zu positiven Antigen-Schnelltests, die durch geschultes Personal durchgeführt werden, sind positive Testergebnisse bei Selbsttests nicht meldepflichtig. Betroffene sollten sich jedoch sofort nach Hause in Quarantäne begeben und das Ergebnis durch einen PCR-Test bestätigen lassen.

Die Kosten für Selbsttests müssen selbst übernommen werden. Eine Kostenerstattung über die Krankenkasse ist nicht möglich.

Coronavirus-Test nach Warnhinweis per App

In der Corona-Warn-App können drei unterschiedliche Statusmeldungen angezeigt werden:

  • 1 von 3
    Unbekanntes Risiko (grau)
  • 2 von 3
    Niedriges Risiko (grün)
  • 3 von 3
    Erhöhtes Risiko (rot)
  • Unbekanntes Risiko (grau)

    Diese Meldung erscheint, wenn die Risikoermittlung noch nicht lange genug aktiviert war. Eine Risikobewertung konnte deshalb noch nicht vorgenommen werden.

  • Niedriges Risiko (grün)

    Diese Statusmeldung bedeutet, dass das Risiko einer Infektionsgefahr niedrig ist. Entweder fanden keine oder nur sehr kurze Risikobegegnungen statt. Hier ist es wichtig, dass weiterhin die Abstands-, Hygiene- und Maskenregeln eingehalten werden.

  • Erhöhtes Risiko (rot)

    Zeigt die App diese Statusmeldung an, hat der Nutzer ein erhöhtes Infektionsrisiko. Höchstwahrscheinlich befanden Sie sich über längere Zeit in der Nähe einer Person, die mit dem Coronavirus infiziert ist. Jetzt ist es wichtig die persönlichen Kontakte noch weiter zu reduzieren und Kontakt zu einem Arzt oder Gesundheitsamt aufzunehmen.

Testverfahren für Einreisende und Reiserückkehrer

Personen, die aus einem Nicht-Risikogebiet nach Deutschland einreisen oder von dort aus dem Urlaub zurückkehren, können sich nach der Einreise freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. Die Kosten dafür müssen sie selbst übernehmen.

Für Flugreisende gilt eine andere Regelung: Sie müssen bis zu 48 Stunden vor Abreise ein negatives Testergebnis nachweisen, unabhängig davon, ob ihr Abreiseland ein Risikogebiet ist. Auch hier müssen die Tests selbst bezahlt werden.

Für Einreisende aus Risikogebieten besteht eine Testpflicht. Die Kosten müssen die Betroffenen selbst tragen. Folgende Regelungen gelten für die Testpflicht und Quarantäne:

Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland ein- oder zurückreist, ist dazu verpflichtet,

  • binnen 48 Stunden vor oder direkt nach der Einreise einen Coronavirus-Test durchführen zu lassen,
  • und sich direkt nach Ankunft in Deutschland zehn Tage lang in häusliche Quarantäne zu begeben. Es ist in dieser Zeit nicht gestattet, Haus oder Wohnung zu verlassen, Besuch darf ebenfalls nicht empfangen werden. Personen, die frühstens nach fünf Tagen ein negatives Test-Ergebnis vorweisen, können in einigen Bundesländern die Quarantäne-Pflicht verkürzen.

Wer aus einem Gebiet mit einem besonders hohen Infektionsrisiko (Hochinzidenzgebiete und Virusvarianten-Gebiete) nach Deutschland ein- oder zurückreisen, ist dazu verpflichtet,

  • sich vor der Einreise nach Deutschland testen zu lassen. Der Test vor Einreise darf nicht älter als 48 Stunden sein.
  • Trotz negativen Ergebnisses gilt für sie ebenfalls die Pflicht zur häuslichen Quarantäne von zehn Tagen. In einigen Bundesländer kann die Quarantäne mit einem erneuten Test nach fünf Tagen frühzeitig beendet werden.

Diese Regelungen sind in der Coronavirus-Einreiseverordnung festgehalten und gelten bis zum 14. April 2021. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Bundesregierung.

Personen, die aus Risikogebieten einreisen, müssen vorab die digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Wer dies nicht vorgenommen hat, muss sich selbstständig beim Gesundheitsamt melden.

Eine Liste der aktuell als Risikogebiet eingestuften Länder und Regionen führt das Robert Koch-Institut.

Weitere Informationen über das Testverfahren bei der Einreise erhalten Sie auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums.

Das könnte Sie auch interessieren

Coronavirus: Symptome und Krankheitsverlauf

navirus SARS-CoV-2: Welche Symptome treten auf? Wie verläuft die Atemwegserkrankung COVID-19?

Homeoffice wegen Corona

Stressfrei im Homeoffice: So gelingt das Arbeiten von Zuhause

Coronavirus: Hygiene und Verhaltensweisen

Wie man sich selbst und andere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen kann und wer zur Risikogruppe zählt.

Kontakt zu meiner AOK Rheinland/HamburgOrt/Kasse ändern

Zur Kontaktseite

Newsletter

Der AOK-Newsletter schickt monatlich die neuesten Meldungen aus den Bereichen Medizin, Fitness, Ernährung, Karriere und Gesundheit in Ihr Postfach.

Um einen RSS-Feed zu abonnieren, benötigen Sie einen Browser, der RSS unterstützt. Die aktuellen Standardbrowser (z. B. Mozilla Firefox, Internet Explorer oder Chrome) unterstützen RSS-Feeds. Um die Feeds zu abonnieren, klicken Sie bitte auf den unten angegebenen Link. Benennen Sie den RSS-Link nach Ihren Wünschen und speichern Sie ab. Über eine neue Schaltfläche in Ihrem Browser können Sie dann die News erreichen.
Die RSS-Technologie ermöglicht Ihnen die tagesaktuellen News aus der Themenwelt der aok.de einfach und bequem zu abonnieren. Sie können sich unsere News-Themen in ihrem Browser oder einem RSS-Reader anzeigen lassen. Teilweise unterstützen auch Bildschirmschoner und E-Mail-Programme den RSS-Feed. Sie können daher die News sehr flexibel einsetzen.
Zur Kontaktseite
Sie haben Fragen? Wir helfen Ihnen.