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Selbsthilfe – ein starkes Netz

Der Austausch von Wissen und Erfahrung hilft chronisch kranken und behinderten Menschen und ihren Angehörigen, ihre Situation anzunehmen. Deshalb unterstützt die AOK seit mehr als 30 Jahren die Selbsthilfe (Gruppen, Landes- und Bundesverbände sowie Kontaktstellen) finanziell und organisatorisch.

Corona und Selbsthilfe

Haben Sie Fragen zum Umgang mit Fördermitteln, die Sie wegen COVID-19 nicht ausgeben konnten?

Wir beraten Sie gerne.

Für Sachsen:
Evelin Schellenberger
Tel.: 0800 10590 15304 oder per Mail evelin.schellenberger@plus.aok.de

Für Thüringen:
Sabine Wolff
Tel.: 0800 10590 83052 oder per Mail sabine.wolff@plus.aok.de

Kontaktieren Sie auch die Landeskontaktstellen Sachsen  und Thüringen.

Häufig gestellte Fragen zu Fördermitteln und Restmitteln

Wir begrüßen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie Ihre geplante Veränderung des Mitteleinsatzes. Die ungewisse Situation erfordert ein Umdenken bei uns allen und Flexibilität ist eine der Antworten. Dem wollen wir Rechnung tragen. Wir möchten Sie ermutigen, neue Möglichkeiten zu finden, um sich auch während dieser Zeit des Abstands und der Veränderung auszutauschen und miteinander in der Selbsthilfe zu agieren.

Teilen Sie uns Ihre Mittelumwidmung bitte möglichst transparent in einem Begleitschreiben zum Mittelverwendungsnachweis des Förderjahres 2020 (bis spätestens 31. Januar 2021) mit.

Wichtiger Hinweis: Dabei ist zu beachten, dass die Zweckbindung des Mitteleinsatzes vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie zwar gelockert ist, dennoch weiterhin der Grundsatz des sparsamen und zweckmäßigen (leitfadenkonformen) Mitteleinsatzes gilt.

Tipp: Nutzen Sie auch gern digitale Anwendungen, wie, bspw. Video- und Webkonferenztools, um sich mit den Gruppenmitgliedern auszutauschen. Gegebenfalls entstehende Kosten für diese Anwendungen werden zukünftig nach der geplanten Leitfadenänderung der Selbsthilfeförderung nach §20h SGB V förderfähig sein.

Nein müssen Sie nicht. Grundsätzlich sollten Sie sich jedoch mit Ihrer Fachberaterin Selbsthilfeförderung in Verbindung setzen und für Transparenz sorgen.

Nicht verbrauchte Mittel können voraussichtlich problemlos in das neue Förderjahr übertragen werden. Weisen Sie uns dazu einfach im Mittelverwendungsnachweis (Frist bis 31.01.2021) aus, in welcher Höhe Restmittel nicht verausgabt wurden.

Diese geben Sie gleichermaßen im neuen Antrag für 2021 (Frist bis 31.01.2021) mit an. Durch diese transparente Aufschlüsselung kann ein bürokratiearmer Mittelübertrag durch Sie unterstützt werden. Die neu beantragte Fördersumme reduziert sich entsprechend um die Höhe der Restmittel aus dem Vorjahr.

Sie sind jedoch verpflichtet, sowohl die bewilligten Mittel des aktuellen Förderjahres als auch die Restmittel des Vorjahres mithilfe des Nachweises zur Mittelverwendung nachzuweisen. Diesen erhalten Sie mit dem Bewilligungsschreiben des aktuellen Förderjahres (voraussichtlich bis Ende April 2021).

Haben Sie Fragen zu Ihrem individuellen Fall der Mittelumwidmung, rufen Sie uns gern an. Wir finden eine gemeinsame individuelle Lösung für Sie.

Wie unterstützt die AOK Selbsthilfegruppen?

Die AOK unterstützt Strukturen und Aktivitäten der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe durch finanzielle und infrastrukturelle Hilfen seit mehr als 30 Jahren. Im Jahr 2020 stellen die gesetzlichen Krankenkassen 84 Millionen Euro für die Unterstützung der Selbsthilfe zur Verfügung. Davon stellt allein die AOK rund 31 Millionen Euro bereit.

Ab 2020 wird die Verteilung der Fördermittel gesetzlich neu geordnet. Es werden dann 70 % der Fördermittel in der sogenannten „kassenartenübergreifenden Pauschalförderung“ vergeben. Das sind bei der AOK rund 4,3 Millionen Euro. Für die individuelle Förderung einer Krankenkasse, zum Beispiel der AOK, bleibt dann weniger Geld als zuvor. In 2020 sind das etwa 0,93 Millionen für Selbsthilfebundesorganisationen.

Damit gehen 2020 pro Versicherte 1,15 Euro an die Bundes- und Landesverbände der Selbsthilfe beziehungsweise an Selbsthilfekontaktstellen und Selbsthilfegruppen.

Voraussetzungen für Selbsthilfeförderung

Eine Selbsthilfevereinigung muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um Fördermittel zu erhalten. Dazu zählen unter anderem:

  • Die Selbsthilfearbeit muss von Betroffenen für Betroffene erbracht werden.
  • Die Aktivitäten sind auf die gemeinsame Bewältigung chronischer Krankheiten und Behinderungen ausgerichtet.
  • Die Gruppe besteht aus mindestens sechs Teilnehmern, ist offen für neue Mitglieder und macht ihr Angebot in der Öffentlichkeit bekannt.
  • Es bestehen keine wirtschaftlichen Interessen.
  • Die Gruppe verpflichtet sich zur Neutralität und arbeitet unabhängig von der Pharmaindustrie und anderen Wirtschaftsunternehmen.
  • Die Finanzsituation ist jederzeit transparent.
  • Es besteht Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Krankenkassen unter Wahrung der Neutralität und Unabhängigkeit.

Gefördert wird gesundheitsbezogene Selbsthilfe, die einen engen Bezug zu medizinischen Erfordernissen hat. Die Förderung erfolgt auf der Grundlage des § 20h SGB V in Verbindung mit den vom GKV-Spitzenverband herausgegebenen Fördergrundsätzen.

Welche Möglichkeiten der Förderung gibt es?

Die Bereitstellung der Fördermittel ist unterteilt in kassenartenübergreifende Gemeinschaftsförderung (Pauschalförderung) und kassenartenindividuelle Projektförderung.

  • Die pauschalen Mittel werden der Selbsthilfe zur Absicherung ihrer regelmäßig wiederkehrenden Aufwendungen (zum Beispiel Raummiete) zur Verfügung gestellt.
  • Die Projektförderung unterstützt einzelne, inhaltlich und zeitlich abgegrenzte Vorhaben. Dazu gehören beispielsweise Seminare und andere Veranstaltungen.

Eine gesundheitsbezogene Selbsthilfegruppe gründen

Eine gesundheitsbezogene Selbsthilfegruppe ist förderfähig, wenn:

  • die Gruppe aus mindestens 6 betroffenen Menschen (chronisch Kranken) besteht
  • sich die Mitglieder der Gruppe freiwillig und ehrenamtlich organisieren
  • gemeinsame Aktivitäten auf die Bewältigung des Krankheitsbildes, dessen Ursache oder Folge und der damit verbundenen Probleme gerichtet sind
  • die Gruppe über eine eigene Bankverbindung verfügt

Arbeitshilfe zum Basiswissen für Selbsthilfegruppen zur Gruppengründung, Gesprächsführung und Öffentlichkeitsarbeit finden Sie auf den Seiten der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle (NAKOS).

Selbsthilfeförderung beantragen

Bitte erkundigen Sie sich frühzeitig bei Ihrer AOK nach den Fristen für die Antragsabgabe. Zuständig für Förderanträge von Selbsthilfeorganisationen auf Bundesebene ist der AOK-Bundesverband. Selbsthilfe-Landesverbände wenden sich an die Ansprechpartner der AOK-Landesverbände, regionale Gruppen an die AOK vor Ort.

Die AOK PLUS fördert

Unterstützung zur Selbsthilfe kann in unterschiedlicher Form organisiert sein und gefördert werden.

Selbsthilfegruppen sind freiwillige Zusammenschlüsse von betroffenen Menschen (chronisch Kranken), deren Aktivitäten auf die gemeinsame Bewältigung des Krankheitsbildes, dessen Ursache oder Folge und der damit verbundenen Probleme gerichtet sind. Eine Gruppe besteht aus mindestens 6 Teilnehmern.

Landesverbände und Organisationen der Selbsthilfe sind Zusammenschlüsse von Selbsthilfegruppen auf Bundes- oder Landesebene, die auf ein bestimmtes Krankheitsbild, eine gemeinsame Krankheitsursache oder eine gemeinsame Krankheitsfolge spezialisiert sind.

Selbsthilfekontaktstellen sind örtlich arbeitende professionelle Beratungseinrichtungen.

Vertreter der Selbsthilfe

An der Vergabe der Fördermittel sind Vertreter von Selbsthilfegruppen, -organisationen und Kontaktstellen maßgeblich beteiligt. Die demokratisch legitimierten Vertreter der Selbsthilfe in Sachsen und Thüringen nehmen dabei eine Beratungsfunktion bei den Umsetzungen der Rechtsvorschrift ein. Bei Fragen oder Anregungen zur Förderung können Sie sich an folgende Vertreter wenden:

Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Sachsen e. V.
Immo Stamm (Vorsitzender)
Michelangelostraße 2, 01217 Dresden
Telefon: 0351 479 350 0
E-Mail: info@lag-selbsthilfe-sachsen.de

Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Sachsen e. V.
Dr. Gesa Anne Busche (Referentin Teilhabe)
Am Brauhaus 8, 01099 Dresden
Telefon: 0351 82 871 148
E-Mail: gesa.busche@parisax.de

Sächsische Landesstelle gegen die Suchtgefahren e. V.
Dr. Olaf Rilke
Glacisstraße 26, 01099 Dresden
Telefon: 0351 804 55 06
E-Mail: slsev@t-online.de

Landesarbeitsgemeinschaft der Selbsthilfekontaktstellen in Sachsen (LAG SKS)
c/o Chris Branß, Landeskontaktstelle Selbsthilfe Sachsen (LAKOS)
Weißeritzstraße 3, 01067 Dresden
Telefon: (0351) 8 10 776 38, -40
E-Mail: lakos@selbsthilfe-sachsen.de

SHG SHG Poliomyelitis Weimar/Weimar Land
Anita Diener
Liebstedter Str. 7a, 99510 Oßmannstedt
Telefon: 036462 325 27
Telefax: 036462 929 10
E-Mail: anitadiener@web.de

Deutsche Rheuma-Liga Landesverband Thüringen e. V.
Haiko Jakob
Weißen 1, 07407 Uhlstädt-Kirchhasel
Telefon: 036742 673 61
Telefax: 036742 673 63
E-Mail: info@rheumaliga-thueringen.de

LAG - Landesarbeitsgemeinschaft Thüringer Selbsthilfeplenum
Gabriele Wiesner IKOS Jena - Beratungszentrum für Selbsthilfe
Löbdergraben 7, 07743 Jena
Telefon: 03641 615 360 oder 618 777
Telefax: 03641 618 769
Internet: www.selbsthilfe-thueringen.de  

Kontakt Selbsthilfeförderung der AOK PLUS

Servicetelefon 0800 1059000 (rund um die Uhr kostenfrei)

Sachsen:
Evelin Schellenberger
Tel.: 0800 10590 15304
E-Mail: evelin.schellenberger@plus.aok.de

Thüringen:
Sabine Wolff
Tel.: 0800 10590-83052
E-Mail: sabine.wolff@plus.aok.de
 

Die genannten Empfehlungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Bitte wenden Sie sich bei Fragen direkt an den Kontaktpartner.

Rechtliche Informationen

Auszug aus dem Sozialgesetzbuch (§ 20 h SGB V)

„(1) 1 Die Krankenkassen und ihre Verbände fördern Selbsthilfegruppen und -organisationen, die sich die gesundheitliche Prävention oder die Rehabilitation von Versicherten bei einer der im Verzeichnis nach Satz 2 aufgeführten Krankheiten zum Ziel gesetzt haben, sowie Selbsthilfekontaktstellen im Rahmen der Festlegungen des Absatzes 3.

2 Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen beschließt ein Verzeichnis der Krankheitsbilder, bei deren gesundheitlicher Prävention oder Rehabilitation eine Förderung zulässig ist; sie haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Vertretungen der für die Wahrnehmung der Interessen der Selbsthilfe maßgeblichen Spitzenorganisationen zu beteiligen.

3 Selbsthilfekontaktstellen müssen für eine Förderung ihrer gesundheitsbezogenen Arbeit themen-,bereichs- und indikationsgruppenübergreifend tätig sein.“

Auszug §9 Abs. 3

Die AOK PLUS fördert Selbsthilfegruppen, -organisationen und -kontaktstellen, wenn diese die Prävention und Rehabilitation von solchen Krankheitsbildern zum Ziel haben, die in dem vom GKV-Spitzenverband unter Beteiligung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und von Vertretern der für die Wahrnehmung der Interessen der Selbsthilfe maßgeblichen Spitzenorganisationen beschlossenen Verzeichnis aufgeführt sind. Die Förderung erfolgt im Rahmen der vom GKV-Spitzenverband unter Beteiligung von Vertretern der für die Wahrnehmung von Interessen der Selbsthilfe maßgeblichen Spitzenorganisationen, gemeinsam und einheitlich beschlossenen Grundsätze, insbesondere durch Projektförderung, Zusammenarbeit, Unterstützung und Zuschüsse.

Aufgrund einer Gesetzesänderung im Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) hat der GKV-Spitzenverband am 11. Juli 2019 die Grundsätze zur Förderung der Selbsthilfe gemäß § 20h SGB V vom 10. März 2000 neu beschlossen. Entsprechend wurde der Leitfaden zur Selbsthilfeförderung angepasst und gilt ab 1. Januar 2020 in der Fassung vom 11. Juli 2019. Neu geregelt wurde, dass mindestens 70 Prozent der gesetzlich vorgesehenen Fördermittel gemäß § 20h SGB V in die kassenartenübergreifende Pauschalförderung fließen und 30 Prozent in die krankenkassenindividuelle Projektförderung. Damit soll die Basisfinanzierung verbessert und die Selbsthilfestruktur gestärkt werden. Besonders die originäre und vielfältige Selbsthilfearbeit sowie regelmäßig wiederkehrende Aufwendungen sollen durch die Änderungen abgesichert werden.

Der neue Leitfaden ist gültig ab 01.01.2020:

GKV Leitfaden zur Selbsthilfeförderung in der Fassung vom 11. Juli 2019, barrierefrei (PDF-Download, 1,5 MB)

Ein gesetzlicher Unfallversicherungsschutz zum Besuch einer Selbsthilfegruppe besteht nicht. Aber seit 2005 besteht für viele ehrenamtlich Tätige Versicherungsschutz gegen die Folgen von Unfällen, die sie im Rahmen ihres Engagements erleiden. Zuständiger Versicherungsträger ist die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft Hamburg.

Nachstehend finden Sie eine Übersicht über den Versicherungsschutz im Ehrenamt:

Weitere Leistungen der AOK

Hilfe zur Selbsthilfe für Menschen, die von Behinderungen bedroht oder bereits beeinträchtigt sind.
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Die AOK PLUS informiert jedes Jahr über die Höhe der gezahlten Fördermittel an Selbsthilfegruppen.
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