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Selbsthilfe – ein starkes Netz

Der Austausch von Wissen und Erfahrung hilft chronisch kranken und behinderten Menschen und ihren Angehörigen, ihre Situation anzunehmen. Deshalb unterstützt die AOK seit mehr als 30 Jahren die Selbsthilfe (Gruppen, Landes- und Bundesverbände sowie Kontaktstellen) finanziell und organisatorisch.

Wie unterstützt die AOK Selbsthilfegruppen?

Die AOK unterstützt Strukturen und Aktivitäten der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe durch finanzielle und infrastrukturelle Hilfen seit mehr als 30 Jahren. Im Jahr 2019 stellen die gesetzlichen Krankenkassen 82 Millionen Euro für die Unterstützung der Selbsthilfe zur Verfügung. Davon stellt allein die AOK rund 30 Millionen Euro bereit.

Für die Förderung der Selbsthilfe auf der Bundesebene heißt das, dass aus dem AOK-System rund drei Millionen Euro für die kassenübergreifende Gemeinschaftsförderung und 1,5 Millionen Euro für die kassenindividuelle bundesweite Projektförderung von Bundesverbänden der Selbsthilfe und Dachverbänden bereitgestellt wurden. Damit gehen 2019 pro Versicherte 1,13 Euro an die Bundes- und Landesverbände der Selbsthilfe beziehungsweise an Selbsthilfekontaktstellen und Selbsthilfegruppen.

Die AOK PLUS fördert

Unterstützung zur Selbsthilfe kann in unterschiedlicher Form organisiert sein und gefördert werden.

Selbsthilfegruppen sind freiwillige Zusammenschlüsse von betroffenen Menschen (chronisch Kranken), deren Aktivitäten auf die gemeinsame Bewältigung des Krankheitsbildes, dessen Ursache oder Folge und der damit verbundenen Probleme gerichtet sind. Eine Gruppe besteht aus mindestens 6 Teilnehmern.

Landesverbände und Organisationen der Selbsthilfe sind Zusammenschlüsse von Selbsthilfegruppen auf Bundes- oder Landesebene, die auf ein bestimmtes Krankheitsbild, eine gemeinsame Krankheitsursache oder eine gemeinsame Krankheitsfolge spezialisiert sind.

Selbsthilfekontaktstellen sind örtlich arbeitende professionelle Beratungseinrichtungen.

Eine gesundheitsbezogene Selbsthilfegruppe gründen

Eine gesundheitsbezogene Selbsthilfegruppe ist förderfähig, wenn:

  • die Gruppe aus mindestens 6 betroffenen Menschen (chronisch Kranken) besteht
  • sich die Mitglieder der Gruppe freiwillig und ehrenamtlich organisieren
  • gemeinsame Aktivitäten auf die Bewältigung des Krankheitsbildes, dessen Ursache oder Folge und der damit verbundenen Probleme gerichtet sind
  • die Gruppe über eine eigene Bankverbindung verfügt

Arbeitshilfe zum Basiswissen für Selbsthilfegruppen zur Gruppengründung, Gesprächsführung und Öffentlichkeitsarbeit finden Sie auf den Seiten der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle (NAKOS).

Voraussetzungen für Selbsthilfeförderung

Eine Selbsthilfevereinigung muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um Fördermittel zu erhalten. Dazu zählen unter anderem:

  • Die Selbsthilfearbeit muss von Betroffenen für Betroffene erbracht werden.
  • Die Aktivitäten sind auf die gemeinsame Bewältigung chronischer Krankheiten und Behinderungen ausgerichtet.
  • Die Gruppe besteht aus mindestens sechs Teilnehmern, ist offen für neue Mitglieder und macht ihr Angebot in der Öffentlichkeit bekannt.
  • Es bestehen keine wirtschaftlichen Interessen.
  • Die Gruppe verpflichtet sich zur Neutralität und arbeitet unabhängig von der Pharmaindustrie und anderen Wirtschaftsunternehmen.
  • Die Finanzsituation ist jederzeit transparent.
  • Es besteht Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Krankenkassen unter Wahrung der Neutralität und Unabhängigkeit.

Gefördert wird gesundheitsbezogene Selbsthilfe, die einen engen Bezug zu medizinischen Erfordernissen hat. Die Förderung erfolgt auf der Grundlage des § 20h SGB V in Verbindung mit den vom GKV-Spitzenverband herausgegebenen Fördergrundsätzen.

Welche Möglichkeiten der Förderung gibt es?

Die Bereitstellung der Fördermittel ist unterteilt in kassenartenübergreifende Gemeinschaftsförderung (Pauschalförderung) und kassenartenindividuelle Projektförderung.

  • Die pauschalen Mittel werden der Selbsthilfe zur Absicherung ihrer regelmäßig wiederkehrenden Aufwendungen (zum Beispiel Raummiete) zur Verfügung gestellt.
  • Die Projektförderung unterstützt einzelne, inhaltlich und zeitlich abgegrenzte Vorhaben. Dazu gehören beispielsweise Seminare und andere Veranstaltungen.

Selbsthilfeförderung beantragen

Bitte erkundigen Sie sich frühzeitig bei Ihrer AOK nach den Fristen für die Antragsabgabe. Zuständig für Förderanträge von Selbsthilfeorganisationen auf Bundesebene ist der AOK-Bundesverband. Selbsthilfe-Landesverbände wenden sich an die Ansprechpartner der AOK-Landesverbände, regionale Gruppen an die AOK vor Ort.

Vertreter der Selbsthilfe

An der Vergabe der Fördermittel sind Vertreter von Selbsthilfegruppen, -organisationen und Kontaktstellen maßgeblich beteiligt. Die demokratisch legitimierten Vertreter der Selbsthilfe in Sachsen und Thüringen nehmen dabei eine Beratungsfunktion bei den Umsetzungen der Rechtsvorschrift ein. Bei Fragen oder Anregungen zur Förderung können Sie sich an folgende Vertreter wenden:

Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Sachsen e. V.
Immo Stamm (Vorsitzender)
Michelangelostraße 2, 01217 Dresden
Telefon: 0351 479 350 0
E-Mail: info@lag-selbsthilfe-sachsen.de

Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Sachsen e. V.
Frau Bärbel Herold
Am Brauhaus 8, 01099 Dresden
Tel. 0351 / 4916 – 60
E-Mail: paritaet.sachsen@parisax.de

Sächsische Landesstelle gegen die Suchtgefahren e. V.
Dr. Olaf Rilke
Glacisstraße 26, 01099 Dresden
Telefon: 0351 804 55 06
E-Mail: slsev@t-online.de

LAG SKS Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfekontaktstellen e. V.
Ina Klass c/o KISS Leipzig, Stadt Leipzig Gesundheitsamt
Friedrich-Ebert-Straße 19a, 04109 Leipzig
Telefon: 0341 123 67 55
E-Mail: ina.klass@leipzig.de  

SHG SHG Poliomyelitis Weimar/Weimar Land
Anita Diener
Liebstedter Str. 7a, 99510 Oßmannstedt
Telefon: 036462 325 27
Telefax: 036462 929 10
E-Mail: anitadiener@web.de

Deutsche Rheuma-Liga Landesverband Thüringen e. V.
Haiko Jakob
Weißen 1, 07407 Uhlstädt-Kirchhasel
Telefon: 036742 673 61
Telefax: 036742 673 63
E-Mail: info@rheumaliga-thueringen.de

LAG - Landesarbeitsgemeinschaft Thüringer Selbsthilfeplenum
Gabriele Wiesner IKOS Jena - Beratungszentrum für Selbsthilfe
Löbdergraben 7, 07743 Jena
Telefon: 03641 615 360 oder 618 777
Telefax: 03641 618 769
Internet: www.selbsthilfe-thueringen.de  

Rechtliche Informationen

Auszug aus dem Sozialgesetzbuch (§ 20 h SGB V)

„(1) 1 Die Krankenkassen und ihre Verbände fördern Selbsthilfegruppen und -organisationen, die sich die gesundheitliche Prävention oder die Rehabilitation von Versicherten bei einer der im Verzeichnis nach Satz 2 aufgeführten Krankheiten zum Ziel gesetzt haben, sowie Selbsthilfekontaktstellen im Rahmen der Festlegungen des Absatzes 3.

2 Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen beschließt ein Verzeichnis der Krankheitsbilder, bei deren gesundheitlicher Prävention oder Rehabilitation eine Förderung zulässig ist; sie haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Vertretungen der für die Wahrnehmung der Interessen der Selbsthilfe maßgeblichen Spitzenorganisationen zu beteiligen.

3 Selbsthilfekontaktstellen müssen für eine Förderung ihrer gesundheitsbezogenen Arbeit themen-,bereichs- und indikationsgruppenübergreifend tätig sein.“

Auszug §9 Abs. 3

Die AOK PLUS fördert Selbsthilfegruppen, -organisationen und -kontaktstellen, wenn diese die Prävention und Rehabilitation von solchen Krankheitsbildern zum Ziel haben, die in dem vom GKV-Spitzenverband unter Beteiligung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und von Vertretern der für die Wahrnehmung der Interessen der Selbsthilfe maßgeblichen Spitzenorganisationen beschlossenen Verzeichnis aufgeführt sind. Die Förderung erfolgt im Rahmen der vom GKV-Spitzenverband unter Beteiligung von Vertretern der für die Wahrnehmung von Interessen der Selbsthilfe maßgeblichen Spitzenorganisationen, gemeinsam und einheitlich beschlossenen Grundsätze, insbesondere durch Projektförderung, Zusammenarbeit, Unterstützung und Zuschüsse.

Der GKV-Spitzenverband hat am 17. Juni 2013 die Grundsätze zur Förderung der Selbsthilfe gemäß § 20c SGB V vom 10. März 2000 neu beschlossen. Die Fördergrundsätze sind mit Wirkung zum 1. Januar 2014 in Kraft getreten. Sie sind in Zusammenarbeit mit den Verbänden der Krankenkassen auf Bundesebene sowie den maßgeblichen Spitzenorganisationen der Selbsthilfe entstanden. Mit der Neufassung soll die Selbsthilfeförderung in Deutschland transparenter werden, Selbsthilfegruppen sollen gezielter unterstützt und Fördergelder bedarfsgerechter verteilt werden. Um die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfegruppen- und -einrichtungen und den Krankenkassen weiter zu stärken, soll das Förderverfahren niedrigschwellig und rechtssicher erfolgen.

GKV Leitfaden zur Selbsthilfeförderung in der Fassung vom 17. Juni 2013, barrierefrei (PDF-Download, 1,1 MB)

Ab dem 01.01.2019 gilt der neue Leitfaden zur Selbsthilfeförderung

GKV Leitfaden zur Selbsthilfeförderung in der Fassung vom 20. August 2018, barrierefrei (PDF-Download, 1,8 MB)

Ein gesetzlicher Unfallversicherungsschutz zum Besuch einer Selbsthilfegruppe besteht nicht. Aber seit 2005 besteht für viele ehrenamtlich Tätige Versicherungsschutz gegen die Folgen von Unfällen, die sie im Rahmen ihres Engagements erleiden. Zuständiger Versicherungsträger ist die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft Hamburg.

Nachstehend finden Sie eine Übersicht über den Versicherungsschutz im Ehrenamt:

Kontakt Selbsthilfeförderung der AOK PLUS

Servicetelefon 0800 1059000 (rund um die Uhr kostenfrei)

Sachsen:
Frank Tschirch
Tel.: 0800 10590 15104
E-Mail: frank.tschirch@plus.aok.de

Thüringen:
Sabine Wolff
Tel.: 0800 10590-83052
E-Mail: sabine.wolff@plus.aok.de

Die genannten Empfehlungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Bitte wenden Sie sich bei Fragen direkt an den Kontaktpartner.

Weitere Leistungen der AOK

Wer eine neue Selbsthilfegruppe gründen will, kann Fördergelder dafür beantragen.
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Hilfe zur Selbsthilfe für Menschen, die von Behinderungen bedroht oder bereits beeinträchtigt sind.
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Die AOK PLUS hält Sie über aktuelle Fortbildungsangebote und Veranstaltungen auf dem Laufenden.
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