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Hilferuf

Ich bin derzeit so ziemlich am Ende meiner Kräfte!

Um mich verstehen zu können muss ich ein wenig ausholen.

Ich bin seit fast zwei Jahren verheiratet. Meine Frau hat eine Tochter mit in die Ehe gebracht.

Seit fast drei Jahren reiht sich bei uns ein Problem an das Nächste. Begonnen hat es damit das meine Stieftochter unter der Last der Schule zum einen und unter den Querelen die sie mit ihrer Oma und mit ihrem leiblichen Vater hatte zusammenbrach und einen Nervenzusammenbruch hatte. Sie wurde depressiv und konnte ihren normalen Alltag nicht mehr bewältigen.

Nachdem wir bemerkten dass sie ein langes scharfes Messer unter ihrem Bett versteckt hatte mussten wir handeln. Wir haben uns bei einer psychologischen Beratungsstelle in Bayreuth beraten lassen. Man hat uns dringend dazu geraten das sie zur Behandlung ins Bezirkskrankenhaus in Bayreuth muss da nicht auszuschließen ist das sie sich etwas antut. Niemand in unserer Verwandtschaft konnte verstehen das wir uns dazu durchringen mussten das sie in die Nervenklinik eingewiesen wird. Niemand unterstützte uns, weder der leibliche Vater noch sonst irgendwer. Man steht alleine da.

Die Zeit hat natürlich mich und meine Frau mehr als mitgenommen.

Meine Stieftochter war dann zunächst in der Jugendpsychiatrie, ihr Zustand schien sich zu bessern.

Nach der Entlassung versuchte sie ihre Realschule weiter zu machen.

Aber sie hatte einen Rückfall und musste zum zweiten Mal wieder in ärztliche Betreuung.

Nach ihrem zweiten Klinikaufenthalt war sie jedoch nicht mehr in der Lage ihren Realschulabschluss zu machen. Laut Schulgesetz wurde sie nicht mehr zum dritten Mal zugelassen.

Meine Stieftochter konzentrierte sich dann darauf dass sie zumindest ihren qualifizierten Hauptschulabschluss machen kann. Sie besorgte sich selbstständig darum dass sie die entsprechenden Unterlagen bekam, sie meldete sich selber bei der Schule an und nahm als Schülerin am Unterricht teil. Doch in den Tagen der Prüfung kamen die Depressionen zurück. Sie war für eine Nacht verschwunden, sie wurde von der Polizei gesucht. Meine Frau und ich machten uns große Sorgen, wir konnten nicht schlafen, und ich war viel unterwegs und suchte die Umgebung nach ihr ab.

Wie durch ein Wunder habe ich sie wieder gefunden.

Ich konnte ihr dann gut zureden und sie nahm wieder an den Prüfungen teil.

Alles schien wieder in Ordnung zu sein. Doch am Tage ihrer letzten Prüfung brach meine Stieftochter erneut zusammen. Nichts ging mir. Sie bat mich dass ich sie in die Klinik brachte, sie konnte einfach nicht mehr. Sie war dann mittlerweile mit 18 in der Erwachsenenabteilung des Bezirkskrankenhauses. Alles schien sich zu bessern. Doch dann kam sie nach einem Freigang auf dem Krankenhausgelände nicht mehr zurück. Sie war bei hochsommerlichen Temperaturen drei Tage nicht auffindbar. Die Kriminalpolizei war bei uns zuhause, sie nahm uns in die Mangel so dass wir uns vorkamen wie Schwerverbrecher.

Wie durch ein Wunder fanden wir sie jedoch auch ein zweites Mal.

Sie machte danach ihre Therapie im Krankenhaus zu Ende.

Nach ihrem erfolgreichen Aufenthalt im Krankenhaus besserte sich ihr Zustand. Sie machte sich erneut daran ihren Schulabschluss zu machen was ihr auch sehr erfolgreich gelang.

Nun war für mich und meine Frau diese starke seelische Belastung überstanden. Doch dann bekam meine Mutter gesundheitliche Probleme. Sie hatte Luftnot und wurde von Arzt zu Arzt geschickt. Niemand half ihr wirklich, jeder wimmelte sie eigentlich nur ab.

Sie ist dann in ihrem Haus in der Küche wegen ihrer Atemnot umgefallen. Sie kam mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus. Nachdem sie wieder entlassen wurde besserte sich ihr Zustand jedoch nicht. Sie musste ein zweites Mal ins Krankenhaus, sie bekam neue Medikamente die aber das Problem mit der Atemnot nicht in den Griff bekamen. Dann kamen ihre Probleme mit dem schmerzendem Knie. Von der Hausärzten und vom Orthopäden bekam sie nur Spritzen und Schmerzmittel die aber alle nicht geholfen haben. Erst der Besuch bei einem anderen Arzt war erfolgreich. Und es stellte sich heraus dass das Knie operiert werden musste. Bei ihrem Klinikaufenthalt wurde auch festgestellt was die Ursache für ihre Atemnot ist. Schimmelsporen im Haus waren für eine Entzündung der Lungenbläschen verantwortlich. Das Problem wurde jetzt mit Antibiotika behandelt die sie ein halbes Jahr nehmen muss.

Danach ging es dann zur Reha.

Als meine Mutter dann wieder nach Hause kam war das Problem mit der Atemnot immer noch vorhanden.

Sie war kaum eine Woche zuhause als sie sich die Schulter brach. Wir waren beim Einkaufen gewesen und ihr wurde auf der Treppe vor ihrem Haus schwindlich und ist auf die Schulter gestürzt.

Innerhalb diesen Jahres kam sie bereits zum dritten Mal ins Krankenhaus.

Sie wurde operiert, danach wieder Reha.

Eine Woche danach kam meine Mutter mit starken Rückenschmerzen erneut ins Krankenhaus.

Dabei wurde ein Riss in einem Wirbelkörper gefunden der scheinbar noch von dem Sturz auf der Treppe herrührte. Nun war sie jetzt das vierte Mal im gleichen Jahr im Krankenhaus.

Als sie wieder zuhause war musste sie auf Pflege zurückgreifen.

Meine Frau nahm es unterdessen mit das ich ständig hin und her musste, vom Krankenhaus zum Haus meiner Mutter, dann wieder nach Hause. Dann zu den Ärzten Rezepte holen etc.

Mittlerweile ist es jetzt so dass meine Stieftochter zum neuen Jahr ein erneutes seelisches Tief hatte.

Fast eine Woche brauchten meine Frau und ich Tag und Nacht um sie wieder auf die Beine zu stellen. Etwa zur gleichen Zeit musste meine Mutter erneut ins Krankenhaus, wieder mit starken Rückenschmerzen, und wieder wurde ein Riss in einem Wirbelkörper diagnostiziert und operiert.

Sie ist seither seelisch total am Ende, ihr Leben macht ihr keinen Spaß mehr und sie will auch zu keinem Arzt mehr.

Danach lehnte sie die Reha ab, sie wollte nur noch nach Hause was ich nur sehr gut verstehen kann.

Meine Frau ist seelisch am Ende, ich bin es auch wie auch meine Mutter.

Meine Mutter lebt alleine in ihrem Haus. In unserer Wohnung ist leider kein Platz. Auch würden wir es auch psychisch nicht aushalten sie zu betreuen. Meine Frau hat ihren Onkel, ihre Oma und ihre Mutter gepflegt und ist daher außer Stande das noch einmal zu tun.

Meine Mutter schlägt sich jetzt mehr schlecht als recht alleine durch.

Im Heim ist sie schon angemeldet, aber das kann ja ewig dauern bis sie einen Platz bekommt.

Wir haben uns schon bei mehreren Pflegediensten erkundigt. Leider ist es so dass das Personal fehlt und niemand Zeit hat sie zu betreuen. Sie bräuchte vor allem jemanden mit dem sie auch Tagsüber Auge in Auge reden kann. Sie bräuchte eigentlich einen Psychologen und einen Menschen der mit ihr regelmäßig spazieren geht.

Ich bin derzeit mit meinem Nerven fast am Ende und weiß mir keinen Rat mehr an wenn ich mich wenden soll das ihr und uns geholfen wird. Wer weiß Rat, wer ist gar in der gleichen Situation und kann uns Tipps geben? Ich bin für jede Antwort dankbar!!

 

Hallo cerberus12,

 

zunächst wünschen wir Ihnen und Ihrer Familie viel Kraft, dass Sie diese herausfordernde Situation gut überstehen. Sie sollten ggf. gemeinsam  im familiären und/oder  freundschaftlichen Kreis sich zusammenfinden, um zu klären, ob es ggf. noch weitere Personen in Ihrer Verwandtschaft, in Ihrem Bekanntenkreis, in Ihrem Freundes- oder Nachbarschaftskreis gibt, die  - vielleicht auch nur einmal die Woche für ein bis zwei Stunden pro Tag - Ihre Mutter abwechselnd eine Tagesstruktur, eine kleine Hilfe bei den alltäglichen Dingen des Lebens oder nur Einfach das Zuhören, das Verstehen, das Unterstützen und Begleiten geben können. Überlegen Sie doch mal gemeinsam , ob es derartige Freundeund Angehörige  gibt. Es muß ja nicht lange sein . Aber wenn man sich die Arbeit und Hilfen teilt, ist nicht eine Person belastet, sodnern viele Personen können zu einer Entspannung und Entschleunigung beitragen. 

Ebenfalls können Sie sich an örtliche Selbsthilfegruppen oder Ehrenamtsgruppen (wie Seniorenbegleiter)  wenden, die beispieslweise beim Gesundheitsamt angesiedelt sein können . Ebenfalls haben Sie die Möglichkeit, beim Pflegestützpunkt (z. B. bei der Kommune oder Gemeinde oder Landkreis) nachzufragen.

 

Leider teilen Sie uns nicht mit, ob Ihre Mutter bereits im Rahmen der Pflegeversicherung eingestuft ist.

 

Wir empfehlen Ihnen, sich unverzüglich an eine Pflegeberaterin oder einen Pflegeberater der AOK vor Ort zu wenden. Die Fachkräfte können Ihnen zwar ihre derzeitige besondere Belastung nicht abnehmen, sie können jedoch kurzfristig Untersützung und Hilfe geben, um Sie und Ihrer Familie zu entlasten. Und: unsere Pflegeberater kommen zu Ihnen kosenlos nach Hause und vereinbaren einen kurzfristigen Termin mit Ihnen.

 

Beispielsweise verfügen unsere Pflegeberater vor Ort über sehr gute Netzwerke,um beispielsweise  Kontakt zu Fachärzten, Pflegediensten, Betreuungsgruppen, niedrigschwelligen Angeboten oder auch zu Pflegeheimen aufzunehmen. Sicherlich ist es auch möglich - bei rund 14.000 Pflegeheimen in Deutschland - ein Pflegegheim im Umkreis von 30 Kilometer zu suchen, um die familiäre Situation zunächst einmal  zu entlasten.

 

Wir empfehlen Ihnen, am besten noch am Freitag dieser Woche sich bei Ihrer AOK vor Ort zu erkundigen, wo die nächste Pflegeberaterin für Sie zur Verfügung steht. Alternativ können Sie im Pflegeheimnavigator der AOK nachsehen, welche Pflegeheime und auch Pflegedienste in Ihrer Nähe sind und Unterstützung anbieten können.

 

Wir hoffen, dass Sie für sich und Iher Familie eine rasche und gute Lösung finden und stehen für weitere Fragen gerne zur Verfügung. 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

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