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Ausrichten der Pflegeleistungen mit MDK Gutachten, Pflege-Charta

Guten Tag,

 

der MDK findet bei der Begutachtung zur Pflegestufe heraus, wo die pflegeabhängige Person welche Hilfe benötigt.

Pflegedienste bieten zu unterschiedlichen Tarifen Leistungen an und ergänzen sich mit anderen Hilfsanbietenden. Das wird zwar vertraglich geregelt, aber die Leistungserbringenden gestalten ihre Arbeit auch etwas nach ihrem eigenen Ermessen.

Wie wird damit umgegangen, wenn Durcheinander in diesem Gefüge entstanden ist?

Ist das Gutachten des MDK maßgeblich, auf das sich berufen wird, um objektiv zu benennen, warum was benötigt wird?

 

Wieso wird die "Charta der Rechte pflege- und hilfsbedürftiger Menschen" nicht auf den Seiten der AOK angeführt?

 

Freundliche Grüße

 

 

Hallo ABCDEF

gerne beantworten wir Ihre Fragen. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) beurteilt bei der Pflegebegutachtung die Ressourcen und Fähigkeiten der Versicherten. Der MDK führt aus , in welchen Modulen der Antragsteller in pflegerischer, medizinischer und hauswirtschaftlicher Hinsicht eigene Fähigkeiten hat und wo ein Unterstützungs-, Hilfe- und Pflegebedarf besteht.

 

Weder der MDK noch die Pflegekasse machen Vorgaben oder Reglemetierungen, in welchem Umfang in zeitlicher Hinsicht die Pflege stattzufinden hat. Der Versicherte hat die Wahlmöglichkeit zwischen vielfältigen Leistungsarten (wie Geld-, Kombinations-, Pflegesachleistungen, teilstationäre Pflege, vollstationäre Pflege oder niedrigschwellige Angebote oder Betreuungs- und Entlastungsleistungen). Die Feststellung des Pflegegrades sagt jedoch nichts über den tatsächlich notwendigen zeitlichen Hilfe- und Pflegebedarf aus.

 

Der Gesetzgeber hat zur Unterstützung und Beratung der pflegebedürftigen Menschen und/oder seiner Angehörigen verschiedene Hilfen und Unterstützungen vorgesehen:

a) die Pflegefachkräfte und Pflegeberater der Kranken- und Pflegekassen (§ 7a Sozialgesetzbuch XI)

b) die Mitarbeiter, Sozialpädagogen, Pflegefachkräfte der Pflegestützpunkte oder Fachstellen "Alter". Je nach Bundesland gibt es in jedem Landkreis eine Beratungsselle oder Fachstelle bzw. Ansprechpartner. Innerhalb von 14 Tagen besteht das kosenlose Recht, eine Pflegeberatung in Asruch zu nehmen.

c) der Medizinische Dienst der Krankenkassen. Dieser prüft die Qualität der Pflegedienste und Pflegeheime in Deutschland.

d) die Vertragsabteilungen der Pflegekassen 

Somit haben pflegebedürftige Personen und/oder ihre Angehörigen bzw. Zugehörigen die Möglichkeit, sich auch "bei einem Durcheinander" (wie Sie es nennen) beraten zu lassen und Auskünfte zu erhalten oder eine Prüfung einzuleiten.

Es ist ratsam, dass sich Angehörige, Pflegedienstleitung und Qualitätsmanagement im Bedarfsfall zusammensetzen und die getroffenen Vereinbarungen nachhalten.

Sprechen Sie im Bedarfsfall doch gerne die einzelnen Berater einfach mal an.

Nun zu Ihrer letzten Frage: Es gibt eine Vielzahl von pflegerischen und medizinischen Standards, Empfehlungen, Expertestandards wie Entlassmanagement oder Wundmanagemet  und eben die von Ihnen angesprochene Charta etc.). Der Übersichtlichkeit halber ist es nicht möglich, alle interessanten und  möglichen Standards ins Netz zu stellen. Die Internet Angebote sollen und können helfen, eine globalen Überblick zu bekommen- nicht jedoch ein Expertenwissen.

Geren stehen wir für weitere Fragen zu Ihrer Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr AOK Expertenteam 

 

 

Ihr Expertenteam der AOK

Hallo Expertenteam,

 

danke für eure/Ihre Antwort. Ich kann mit der Antwort etwas anfangen. Dennoch antworte ich noch etwas.

 

In diesem gesamten Pflegebereich darf einfach mehr Wert auf Kommunikation gelegt werden, vielleicht durch Plattformen, auf denen sich das System einer pflegeabhängigen Person auf einfache Art vernetzen und notwendige Informationen austauschen kann.

Ich glaube, es ist keine Seltenheit, dass Pflegeeinrichtungen von dieser für sie eher nachrangigen Arbeit überfordert sind. Es ist für sie einfacher, wenn keiner etwas genaues wissen will oder nachharkt oder anmerkt und sie einfach nur die konkrete Pflege oder Verwaltung machen. Denn das ist ja schon so viel.

Wenn es eine professionelle Sicht auf das System eines Pflegeabhängigen und die Koordination dessen gibt, könnten so einigen aus Missverständnissen, Unzufriedenheiten oder einfach fehlender Transparenz entstehenden Konflikten vorgebeugt werden. Dadurch könnte auch Energie, vielleicht auch Kosten, gespart werden!

Dafür ist ein Menschenbild erforderlich, welches dem Ganzen (allen Beteiligten und deren Würde und Bedürfnissen in der konkreten Situation in detaillierter Form) Wert zuspricht und diese Perspektive als Grundhaltung ansieht. Wie z.B. die Pflege-Charta.

Ich weiß gar nicht, ob es dazu spezifische Beratende braucht. Es bräuchte ein Selbstverständnis des Pflegebereichs, dass alle Beteiligten konstruktiv und auf Augenhöhe systematisch zusammen wirken. Dann kann mehr Eigenverantwortlichkeit der Beteiligten stattfinden und das könnte eine Entlastung für alle (seien es die Pflegeabhängigen, die Pflegenden, die Verwandten oder andere) darstellen.

Eine Beratung steht ja meist etwas außerhalb der konkreten Situation und ist meistens kein begleitender und aufbauender Prozess. Eine Beratung kann keine lebendigen und funktionalen Strukturen in dem System bilden, das können nur alle Beteiligten zusammen.

Nun ist ja diese ganze Pflegesystem unter anderem so gestaltet, dass die Betroffenen möglichst viele Freiheiten haben sollen zu wählen. Die rechtlichen und instutionellen Zusammenhänge sind relativ kompliziert. Die meisten Pflegeabhängigen sind alt und wie sollen sie all diese Informationen recherchieren und einordnen? Sie müssen sich zwangsläufig auf andere verlassen, die das dann irgendwie für sie strukturieren: Betreuer, Angehörige, Pflegeleute, Beratende, Hilfskräfte - wer auch immer. Deshalb sollten alle Beteiligten in einem System konstruktiv zusammen arbeiten und das darf gefördert und wichtig genommen werden, indem es den Betreffenden einfacher gemacht wird und sie zum Austausch unterstützt werden.

Fast alle Pflege-Einrichtungen haben vom MDK die Note 1 oder 1-2, vermute ich. Trotzdem gibt es Pflegeabhängige, die dort keinen so guten Behandlung ausgesetzt sind. Es scheint mir, dass in diesen Noten eingeschränkende Vorbedingungen des Personalmangels als normal vorausgesetzt werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Abcdef

 

 

 

 

 

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