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Vorsorgeleistungen für Schwangere

Während Ihrer Schwangerschaft führen Arzt oder Hebamme in regelmäßigen Abständen Kontrolluntersuchungen durch. Auch einen Besuch beim Zahnarzt sollten Sie gleich zu Beginn der Schwangerschaft einplanen. Die AOK übernimmt die Kosten für alle in der Schwangerschaft notwendigen Früherkennungsuntersuchungen und Tests.

Die Erstuntersuchung

Ab der achten Schwangerschaftswoche (SSW) steht die erste Untersuchung an. Arzt oder Hebamme stellen die Schwangerschaft medizinisch fest, falls das noch nicht geschehen ist, und führen mit Ihnen ein ausführliches Gespräch. Sie erhalten Tipps zum richtigen Verhalten in der Schwangerschaft, unter anderem zur Ernährung und zur Zahnpflege. Wichtige Themen sind zudem Ihre Krankengeschichte, der Verlauf früherer Schwangerschaften, Ihr Impfstatus und andere Faktoren, die zu Komplikationen führen können. Daneben steht eine Reihe medizinischer Untersuchungen auf dem Plan. Arzt oder Hebamme messen Gewicht und Blutdruck und nehmen eine Blut- sowie eine Urinprobe. 

Der Rhesusfaktor ist eine Eigenschaft der roten Blutkörperchen und wird über eine Blutprobe ermittelt. Bei etwa 15 Prozent der Menschen fehlt der Rhesusfaktor. Sie werden als Rhesus negativ bezeichnet (Rh-). Wenn eine Mutter mit negativem Rhesusfaktor ein Baby mit positivem Rhesusfaktor bekommt, kann ihr Immunsystem eine Abwehrreaktion gegen die Blutzellen des Kindes entwickeln. Der Antikörpersuchtest liefert ein wichtiges Indiz für eine mögliche Rhesusunverträglichkeit. Bei Bedarf erhalten Sie ein Medikament (Anti-D-Immunglobulin), um möglichen Schäden am Kind vorzubeugen.  

Der Test gibt Aufschluss über einen möglichen Eisenmangel. Schwangere benötigen mehr Eisen, um rote Blutkörperchen zu bilden. Ist der Wert zu niedrig, kann der Arzt entsprechend gegensteuern.

Röteln können zu schweren Missbildungen beim Kind führen. Sie sollten deshalb eine Infektion vermeiden. Ergibt der Test, dass Sie genügend Antikörper besitzen – etwa durch eine Impfung oder eine überstandene Rötelninfektion – besteht keine Gefahr für Ihr Baby. Falls der Test negativ ausfällt, wird Ihr Arzt Sie beraten, wie Sie sich am besten verhalten.

Syphilis (Lues) ist eine seltene Infektionskrankheit. Die Erreger bleiben aber oft unerkannt und können beim Baby eine schwere Erkrankung auslösen. Die Infektion lässt sich mit Antibiotika behandeln. Das Testergebnis wird nicht im Mutterpass festgehalten.

Chlamydien sind eine häufige bakterielle Infektionskrankheit. Sie kann zu schweren Schwangerschaftskomplikationen führen und sollte deshalb frühzeitig erkannt und behandelt werden. Der Erreger lässt sich im Urin oder auch durch einen Abstrich nachweisen. 

Toxoplasmose ist eine bakterielle Infektion, die über tierische Lebensmittel und verunreinigtes Gemüse und Obst übertragen wird. Auch Katzenkot und Gartenerde gelten als Ansteckungsrisiko. Die Infektion ist für gesunde Menschen harmlos, kann für das ungeborene Kind aber gefährlich sein. Die AOK übernimmt die Kosten für den Test, wenn der begründete Verdacht auf eine Infektion besteht. 

Ihr Arzt oder Ihre Hebamme wird Sie zu einem HIV-Test beraten. Der HIV-Test ist selbstverständlich freiwillig. Sollten Sie sich dafür entscheiden, wird im Mutterpass lediglich vermerkt, dass der Test vorgenommen wurde. Das Ergebnis wird nicht im Mutterpass dokumentiert.

Regelmäßige Kontrollen

Nach der Erstuntersuchung finden weitere Kontrollen zunächst im Abstand von vier Wochen statt. In den letzten beiden Schwangerschaftsmonaten verkürzt sich der Abstand auf etwa zwei Wochen. Ihr Arzt oder Ihre Hebamme kontrolliert bei jedem Termin die Herztöne des Kindes und Ihr Gewicht. Außerdem wird der Hämoglobingehalt Ihres Blutes überwacht. Im Verlauf der Schwangerschaft folgen zudem Tests auf eine Infektion mit Hepatitis B (HBs-Antigen) und das Screening auf Schwangerschaftsdiabetes (Glukosetoleranztest).

Ultraschalluntersuchungen

Die Ultraschalluntersuchung hilft dem Arzt, rechtzeitig Auffälligkeiten zu erkennen. Über einen Schallkopf aus werden für den Menschen unhörbare Schallwellen in den Körper gesendet. Aus dem „Echo“ errechnet der Computer ein Bild. Die im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen eingesetzten Schallwellen sind nach derzeitigem wissenschaftlichem Stand für Mutter und Kind unschädlich. Pro Schwangerschaftsdrittel ist routinemäßig eine Ultraschalluntersuchung beim Arzt vorgesehen. Falls der Arzt bestimmte Probleme feststellt, übernimmt die AOK auch weitere Ultraschalluntersuchungen. 

Hebamme oder Frauenarzt

Sie haben die Wahl, ob Sie die Untersuchungen bei einem Frauenarzt oder einer Hebamme wahrnehmen. Auch ein Wechsel zwischen Arzt und Hebamme ist möglich. Hebammen können fast jede vorgesehene Untersuchung durchführen. Ausnahme: Ultraschalluntersuchungen darf nur ein Arzt vornehmen. 

Das zahlt die AOK

Das Programm zur Schwangerschaftsvorsorge ist in den Mutterschaftslinien des Gemeinsamen Bundesauschuss geregelt. Die AOK übernimmt die Kosten für alle notwendigen Vorsorgeuntersuchungen und Tests, die in den Richtlinien vorgesehen sind. Auch die zahnmedizinische Beratung und die Behandlung von Karies oder Zahnfleischerkrankungen gehören zum Leistungsangebot der AOK.

Mehrleistungen der AOK Niedersachsen für Schwangere

Die AOK beteiligt sich im Rahmen der Mehrleistungen an den Kosten für zusätzliche Leistungen in der Schwangerschaft:

  • Toxoplasmosetest: Die erstmalige Toxoplasmoseinfektion einer Frau während der Schwangerschaft kann beim Baby zu verschiedenen Fehlbildungen führen. Mithilfe einer Blutuntersuchung kann getestet werden, ob die Schwangere in der Vergangenheit bereits eine Toxoplasmoseinfektion hatte und sich bei ihr schützende Antikörper gegen den Erreger im Blut befinden.
  • Zusätzliche Ultraschalluntersuchung: Sie gibt Aufschluss über die Entwicklung des Kindes im Mutterleib.
  • Nackenfaltenmessung (auch Nackentransparenzmessung genannt): Per Ultraschall wird untersucht, ob sich im Nacken des ungeborenen Babys vermehrt Flüssigkeit angesammelt hat. Dieses kann ein Hinweis auf verschiedene Erkrankungen oder Gendefekte sein.
  • Triple-Test: Es werden drei Hormone (Alpha-Fetoprotein, freies Estriol und Humanes Chorion-Gonadotropin) im Blut der Mutter bestimmt, die einen Hinweis auf das Risiko einer Chromosomenstörung (insbesondere Downsyndrom) geben können. Die Blutuntersuchung erfolgt zwischen der 15. und 18. Schwangerschaftswoche.
  • Begleitung: Die AOK-versicherte Begleitperson – ob Vater des Kindes oder eine gute Freundin – kann an der Geburtsvorbereitung teilnehmen und ist nach der Entbindung im Elternzimmer der Klinik untergebracht.
  • Arzneimittelberatung: Experten beantworten Fragen rund ums Thema Medikamente in der Schwangerschaft. Werdende Mütter erfahren, welchen Einfluss Arzneimittel auf die Entwicklung des Ungeborenen haben, und erhalten Informationen zu geeigneten Medikamenten.
  • B-Streptokokken-Test: Mit diesem vaginalen und analen Abstrichtest, der kurz vor der Geburt durchgeführt wird, wird eine Infektion der Mutter mit B-Streptokokken festgestellt. B-Streptokokken können von der Schwangeren während der Geburt auf das Kind übertragen werden, was zu schweren Infektionen mit Komplikationen führen kann. Um das zu verhindern, werden bei positivem Befund während der Geburt Antibiotika verabreicht.

Weitere Leistungen der AOK

Bei einer Risikoschwangerschaft kommt die AOK für zusätzliche Untersuchungen auf.
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Mit dem Mutterschaftsgeld unterstützt Sie Ihre AOK rund um die Geburt Ihres Babys auch finanziell.
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