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AOK verbessert Versorgung für Lungenkrebspatienten

Die AOK Niedersachsen bietet ihren Versicherten, die an Lungenkrebs erkrankt sind, ab sofort eine bessere Diagnostik und eine passgenauere, innovative Therapie. Konkret geht es darum, dass Tumorproben des Patienten mittels molekularer Diagnostik von Experten an einem von 15 deutschen Universitäts-Krebszentren untersucht werden und die Therapie dann individuell auf das Untersuchungsergebnis abgestimmt wird. Die AOK investiert in dieses Projekt rund vier Millionen Euro pro Jahr.

„Für Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkarzinom war die Chemotherapie über Jahrzehnte die einzig mögliche medikamentöse Behandlungsmöglichkeit“, erläutert Dr. Jürgen Peter, Vorstandsvorsitzender der AOK Niedersachsen. „Damit bekommen jetzt alle Betroffenen einen geregelten Zugang zu einer personalisierten Therapie, die sich stärker an der Beschaffenheit des Tumors orientiert.“ Das betrifft rund 2.500 AOK-Versicherte in Niedersachsen.

Den innovativen Weg in der Krebsbehandlung beschreitet die AOK zusammen mit dem „nationalen Netzwerk Genomische Medizin (nNGM) Lungenkrebs“. Dieser Zusammenschluss aus 15 Kliniken setzt sich für eine bessere Versorgung von Lungenkrebspatienten anhand moderner medizinischer Erkenntnisse ein. Das nNGM verfügt über ein bundesweites Netzwerk, in dem die universitären Spitzenzentren mit Krankenhäusern und Praxen zusammenarbeiten.

Patienten erhalten Zugang zu den Leistungen des nNGM über ihre behandelnde Klinik oder onkologische Facharztpraxis. Diese sendet Tumorproben des Patienten ein, der Patient muss selbst nicht reisen. Das Tumorgewebe wird dann auf spezielle Zellmutationen, sogenannte Marker, untersucht. Die vorliegenden Befunde werden von mehreren Ärzten des nNGM aus unterschiedlichen Fachrichtungen beurteilt, die dann über die besten Therapieoptionen beraten. „Beim Nachweis bestimmter Marker können Patienten individuellere Therapien erhalten, die häufig besser wirken und ein längeres Überleben ermöglichen als herkömmliche Chemotherapien“, so Dr. Peter. Der behandelnde Arzt des Patienten erhält entsprechende Therapieinformationen und übernimmt die heimatnahe Weiterbehandlung.

Dieses Netzwerk wächst kontinuierlich, damit immer mehr Patienten davon profitieren können.

Hier finden Interessierte weitere Infos: https://www.nngm.de/