Pflegebett

Hallo,

wenn ein Pflegebett verordnet wird, werden dann auch automatisch, „Bettgalgen“, Matratze und Nachttisch mitgeliefert, oder muss dies extra verordnet werden?

Vielen Dank schon mal für die Antwort und viele Grüße

Guten Morgen Helmut,

grundsätzlich zählen Betten - Krankenbetten - behindertengerechte Betten - Seniorenbetten" und die dazugehörigen Matratzen zu den Gebrauchshilfsmitteln des täglichen Lebens und sind nicht Gegenstand der Leistungspflicht der Kranken- oder Pflegekasse. 

Ein Pflegebett kann als Pflegehilfsmittel verorsdnet werden, wenn es zur Erleichterung und Sicherstellung der Pflege dient und der überweigende Teil der pflegerischen Versorgung (z.B. Körperpflege) im Bett durchgeführt wird.

 

Wird ein Pflegebett verordnet, dann bezieht sich die Verordnung ausschließlich auf das Pflegebett und nicht auf Auflagen und Zubehör. Da Matratzen, Nachttische usw. grundsätzlich als Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens betrachtet werden (dies sind Gegenstände, die jeder braucht), können diese nur dann verordnet werden, wenn eine medizische Notwendigkeit besteht.

 

Das bedeutet, dass in der Regel zwar das Pflegebett zur Verfügung gestellt wird, die Matratze aber selbst beschafft werden muss.

Sollte ein Bettgalgen oder ein Nachttisch aus medizinischen Gründen erforderlich sein, sind diese vom Arzt zusätzlich zu verordnen.

Eine Verordnung von Matratzen kommt nur dann in Betracht, wenn es sich um spezielle Anti-Dekubitus-Matratzen oder Wechseldruckmatratzen zur Behandlung oder Prophylaxe eines Dekubitus handelt.

 

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Hallo, vielen Dank für die schnelle Antwort. Ist das eine Leistung der Pflegekasse oder der Krankenkasse?

Vielen Dank und viele Grüße

Guten Morgen Helmut,

 

Pflegebetten können sowohl als Hilfsmittel zulasten der Pflegekasse als auch als Hilfsmittel zulasten der Krankenkasse verordnet werden. Dabei kommt es sozusagen auf den Zweck des Pflegebetts an.

 

Ein Pflegebett kann als Pflegehilfsmittel zulasten der Pflegekasse erbracht werden wenn es zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen oder zur Ermöglichung einer selbstständigeren Lebensführung des Pflegebedürftigen dient.

 

Zulasten der Krankenkasse kann ein Pflegebett verordnet werden, wenn es den Erfolg der Krankenbehandlung sichern, einer drohenden Behinderung vorbeugen oder eine Behinderung ausgleichen soll.

 

Es kann auch vorkommen, dass ein Pflegebett doppelfunktional eingesetzt wird, wenn sowohl die Voraussetzungen der Krankenversicherung als auch die der Pflegeversicherung erfüllt sind.

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

PFLEGE BETT nur für ein Jahr Bewilligt muss jedes Jahr neu bewilligt werden

warum ??

 

Hallo Autor II

 

sofern die Krankenversicherung ein Pflegebett zur Verfügung stellt, wird dieses im wesentlichen bei einem Akutereignis (z. B. Bandscheibenvorfälle, Schlaganfälle, Hüft-Tep`s) zur Verfügung gestellt. In einigen Monaten ist in der Regel ein verbesserter Gesundheitszustand erreicht, so dass das Pflegebett häufig nicht mehr notwendig ist.

 

Voraussetzung für die Kostenübernahme eines Pflegebettes ist, dass weitaus überwiegende Verrichtungen im täglichen Ablauf (wie Nahrungsaufnahme, körperpflege, ggf. Blasenentleerung) im Pflegebett stattfinden.

Ein Pflegebett kann nicht schon allein aus Altersgründen zur Verfügung gestellt werden, da jeder Mensch ein Bett benötigt. Somit sollten sich Versicherte, die älter sind frühzeitig überlegen, ob sie sich ein behindertengerechtes Bett  /Seniorenbett holen (selber finanzieren), um eine gewisse Mobilität zu behalten.

 

Die Krankenkassen prüfen jeweils individuell (ggf. mit Hilfe von examinierten Pflegeberatern und/oder dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung), ob ein Pflegebett auch über einem Zeitraum von einem Jahr erforderlich ist. In der Regel dürfte jedoch kaum eine Notwendigkeit bestehen.

 

Für Rückfragen stehen wir gerne zu Ihrer Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Guten Tag!

Ich brauche ein Pflegebett, hätte aber gerne einen Einlegerahmen für mein vorhandenes Ehebett. Ist das eine Leistung der Krankenkasse oder müsste ich dafür selber bezahlen?

Danke für Ihre Hilfe!

 

Hallo Lucy,

 

vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir kümmern uns sobald wie möglich um Ihren Beitrag. Um Ihnen die bestmögliche Antwort geben zu können, möchten wir uns aber zuvor mit unseren Kollegen zum Thema austauschen. Die Kollegen sind heute leider bei einer Veranstaltung.

 

Wir bitten Sie um Verständnis, dass unsere Antwort deshalb ausnahmsweise einmal etwas länger dauern kann.

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Guten Tag Lucy H.,

vielen für Ihre Geduld, nun können wir Ihnen eine Auskunft zu Ihrer Anfrage geben. Grundsätzlich sind Einlegerahmen anstatt eines Pflegebettes im Leistungsumfang der Pflegeversicherung enthalten. Voraussetzung ist das der Einlagerahmen zum Einsatz kommt, wenn eine manuelle Bettverstellbarkeit aufgrund fehlender Kraft und Mithilfefähigkeit des Pflegebedürftigen nicht mehr ausreichend vorhanden ist. Sie können hierzu Kontakt zur örtlichen AOK oder Pflegeberatung aufnehmen. Diese können Ihnen telefonisch oder auch im Rahmen eines Hausbesuches Informationen zur Versorgung mit Hilfsmitteln oder zur individuellen Anapssung des Wohnraumes geben.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Hallo AOK,

leider habe ich mir im Krankenhaus einen Dekubitus eingefangen.

 Durch den Sozialen Dienst bekam ich das Rezept für ein Pflegebett

Und eine Dekubitus Matratze. Die AOK genehmigt die Matratze

aber nicht das Pflegebett. Nach Aussage des Sanitaetshauses kann aber

die Matratze nur in Verbindung mit einem Pflegebett verordnet werden.

Wie ist die Sachlage?

Guten Tag Klaus,

eine Anti-Dekubitusmatratze kann ohne Pflegebett verordnet und genutzt werden. Es ist andersherum ebenfalls möglich ein Pflegebett ohne Anti-Dekubitusmatratze zu verordnen.

Ein Pflegebett kann als Pflegehilfsmittel verordnet werden, wenn es zur Erleichterung und Sicherstellung der Pflege dient und der überwiegende Teil der pflegerischen Versorgung (z.B. Körperpflege) im Bett durchgeführt wird.

Daher bitten wir Sie, sich zur Klärung Ihres individuellen Leistungsanspruchs direkt an Ihre AOK vor Ort zu wenden.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Mein Vater hatte eine Hüft-OP und daran anschließend einen Schlaganfall. Nach der Reha war er zuhause. Ich war 10 Tage bei ihm, um ihn den Anfang zu erleichtern. Ich habe ihm eine Pflegebett versorgt und bin erst einmal in Vorkasse gegangen. Vom Arzt habe ich ein Rezept über ein Pflegebett bekommen. Das Pflegebett wurde geliefert. Wir konnten es in der Höhe genau auf ihn einstellen und auch der mitgelieferte Bettgalgen war für eine eine erhebliche Hilfe. Wie gesagt Bett war da. Dann kam der MDK zur Begutachtung. Da das Bett schon da war, hat der MDK kein Pflegehilfsmittel zur Erleichterung und Verbesserung der Lebenssituation empfohlen. Im Gegenteil, mir wurde gesagt, das es gut sei, schon ein Pflegebett zu haben. Die Übernahme der Kosten für das Pflegebett wurde von der Pflegekasse abgelehnt mit der Begründung, das mein Vater nicht lang genug im Bett liegt und dort nicht gepflegt wird. Ich bin in Widerspruch gegangen und auch der wurde abgelehnt mit o. g. Begründung und mit der Aussage, das im MDK-Gutachten keine Empfehlung für solch ein Pflegehilfsmittel steht. Solch ein Bett war für ihn eine echte Verbesserung der Lebenssituation und zum selbständigeren Leben. Inzwischen ist er in einem Pflegeheim, weil es zu Hause nicht mehr ging, da er allein war. Habe ich eine Möglichkeit, gegen diesen Widerspruch vorzugehen und wenn ja, welchen? Laut meines Wissens dient ein Pflegehilfsmittel ja auch zum selbständigeren Leben und zur Verbesserung der Lebenssituation. 

 

Guten Tag Kerstin 12,

Hut ab das Sie ihren Vater nach der Reha 10 Tage in Vollzeit unterstützt haben.

Sie haben das Pflegebett sofort organisiert um die Pflege sowie das Aufstehen und Wiederaufsuchen des Bettes zu erleichtern.

Ob jetzt rückwirkend noch die Möglichkeit besteht die Kosten zu übernehmen kann nur in der AOK- Geschäftsstelle geklärt werden

So wie Sie es schildern würde ich nochmal beim zuständigen Sachbearbeiter vorsprechen und den Sachverhalt erklären.

Wenn Sie die Kosten nicht von der AOK erstattet bekommen, besteht die Möglichkeitdiese Kosten der Pflege beim Finanzamt geltend zu machen.

Ob der gerichtliche Weg noch möglich ist (verstrichene Fristen) und ob dies sinnvoll ist können wir von hier aus nicht beurteilen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

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