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Stundenweise Verhinderungspflege Durch Angehörige 2. Grades

Sehr geehrtes AOK Expertenteam,

mir geht es um die stundenweise Verhinderungspflege durch Angehörige 2. Grades.

Mein Sohn (PST2, Geldleistung monatlich 458,00 EUR) wird stundenweise (an mehreren nicht zusammenhängenden Wochentagen, jeweils maximal 4 Stunden pro Tag) durch seinen Opa (Angehöriger 2. Grades) gepflegt. Der Opa lebt nicht im gemeinsamen Haushalt und die Pflege wird nicht erwerbsmäßig durchgeführt.

Ich habe mit dem Opa meines Sohnes einen Betrag in Höhe von 260,00 EUR vereinbart, den er für die stundenweise Verhinderungspflege erhält. Dieser Betrag überschreitet nicht das 1,5 fache der monatlichen Pflegegeldleistung.

Zusätzlich sind für den Opa im Rahmen der An- und Abreise zur stundenweisen Verhinderungspflege Fahrkosten in Höhe von 542,16 EUR angefallen.

Es ergibt sich somit ein Gesamtbetrag von 802,16 EUR.

Nun zu meinen Fragen:

1. Gehe ich recht in der Annahme, dass nun von der Krankenkasse/Pflegekasse dieser Betrag von 802,16 EUR zu erstatten ist?

2. Trifft es zu, dass für den Rest des Jahres noch ein Restbetrag von 809,84 EUR (1.612,00 EUR - 802,16 EUR) für die stundenweise Verhinderungspflege zur Verfügung steht?

3. Ist es zulässig, dass für die Dauer der stundenweisen Verhinderungspflege durch den Opa das monatliche Pflegegeld in Höhe von 458,00 EUR gekürzt bzw. mit Verrechnet wird oder erfolgt die Zahlung der Verhinderungspflege zusätzlich zur laufenden monatlichen Pflegegeldzahlung?

Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung meiner Fragen.

Mit freundlichen Grüßen
Rednaxela

Sehr geehrtes AOK Expertenteam,

Sie haben gestern auf meinen Beitrag bzw. meine Fragen bereits geantwortet und mir bezüglich der gestellten Fragen zugestimmt.

Leider konnte ich es gestern zeitlich nicht mehr einrichten, um mich für die Antwort Ihrerseits zu bedanken. Dies wollte ich nun heute nachholen.

Nun ist jedoch die von Ihnen gestern bereits veröffentlichte Antwort wieder entfernt worden.

Können Sie bitte kurz erklären, warum die Antwort von Ihnen wieder entfernt wurde?

Ich bin nach wie vor an einer Beantwortung meiner Fragen hier im Expertenforum sehr interessiert. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Rednaxela

Hallo rednaxela,

es tut uns Leid, dass die gestrige Antwort vorübergehend nicht mehr im Forum zu finden war. Eine technische Störung war der Grund. Hier noch einmal unsere Antworten:

 

Guten Tag,

hier die Antworten zu Ihren Fragen:

1. Es ist richtig, dass Ihnen ein Betrag in Höhe von 802,16 Euro zu erstatten ist.

 

2. Es trifft zu, dass insgesamt 1.612,00 Euro im Jahr zur Verfügung stehen, davon aber nur 687,00 Euro als Höhe des 1,5fachen Pflegegeldes.

 

3. Darüber hinaus können Aufwendungen für Fahrkosten oder Verdienstausfall erstattet werden. Bei stundenweiser Inanspruchnahme oder Verhinderungspflege erfolgt keine Kürzung des Pflegegeldes.

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Sehr geehrtes AOK Expertenteam,

vielen Dank für die schnelle Beantwortung meiner gestellten Fragen.

Mit freundlichen Grüßen
Rednaxela

Sehr geehrtes Expertenteam,

einleitend wünsche ich Ihnen ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr.

Kommen wir nun zu meinem Anliegen:

Seit Januar 2017 gilt das PSG. Welche Auswirkungen hat das PSG auf die Verhinderungspflege, wenn die Pflege durch Angehörige 2. Grades erfolgt?
Präzise geht es mir um die Klärung folgender Fragen:

1. Wie hoch ist der jährliche Gesamtbetrag (Vergütung für die Pflege + zusätzliche Aufwendungen wie Fahrkosten) , der bei der Verhinderungspflege durch Angehörige 2. Grades zur Verfügung steht?

2. Gibt es auch weiterhin Bedingungen, dass der Maximalbetrag für die Vergütung der Verhinderungspflege nur die Höhe der monatlichen Geldleistung betragen darf?

3. Können auch weiterhin nachgewiesene zusätzliche Aufwendungen (im konkreten Fall geht es um Fahrkosten) zusätzlich zur Vergütung der Verhinderungspflege geltend gemacht werden?

4. Welche Einschränkungen gibt es für den Fall, dass der Pflegebedürftige sich in einer teilstationären tagesklinischen Betreuung bzw. Behandlung befindet? Kann hier die stundenweise Verhinderungspflege trotz des teilstationären tagesklinischen Aufenthaltes ohne Einschränkung erfolgen bzw. durchgeführt werden? Die stundenweise Verhinderungspflege würde selbstverständlich in den Abendstunden - also nach dem teilstationären Aufenthalt - bzw. am Wochenende erfolgen.


Für die Beantwortung meiner Fragen bedanke ich mich im Voraus.

Freundliche Grüße
Rednaxela

Hallo nochmals und nachfolgend ein kleiner Nachtrag als Ergänzung zu meinem Anliegen:

Es geht mir ausschließlich um die stundenweise Verhinderungspflege.

Hat es diesbezüglich Änderungen mit Einführung des PSG gegeben?

Erfolgt auch weiterhin die vollständige ungekürzte Zahlung des Pflegegeldes, sofern es sich um stundenweise Verhinderungspflege handelt?

Rednaxela


Hallo Rednaxela,

an den Voraussetzungen zur Inanspruchnahme der Verhinderungspflege und an den Höchstbeträgen hat sich nichts verändert. Wird die Ersatzpflege durch Familienangehörige, die bis zum 2. Grad verwandt oder verschwägert sind erbracht, beträgt der Zuschuss 1/28 der neuen aktuellen Geldleistung. Bei einem Nachweis von Mehrkosten, z. B. Fahrgeld oder Verdienstausfall ist eine Erstattung bis zu 1612,00 Euro möglich. Auch bei teilstationären Aufenthalten kann Verhinderungspflege erfolgen. 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Sehr geehrtes Expertenteam,

was genau meinen Sie mit der Formulierung: "Der Zuschuss beträgt 1/28 der neuen aktuellen Geldleistung"?

Unser Sohn hat Pflegegrad 3 und erhält monatlich 545,00 EUR Geldleistung.

Der Opa pflegt ihn stundenweise an verschiedenen Tagen (zu keiner Zeit mehr als 4 Stunden) und dafür haben wir eine Vergütung in Höhe von biser 458,00 EUR (altes Pflegegeldleistung bis 31.12.2016) vereinbart.

Ab 01.01.2017 möchten wir eine Vergütung in Höhe von 545,00 EUR vereinbaren.

Hinzu kommen dann noch die entstandenen Fahrkosten für den Opa. Abgerechnet wird natürlich nur bis zum Maximalbetrag von 1.612,00 EUR.

Ist diese von uns geplante Vorgehensweise auch mit Einführung des PSG so möglich oder wird es dabei Probleme geben?

Rednaxela

Sehr geehrtes Experten-Team,

leider habe ich auf meine Anfrage vom 06.01.2017 bisher noch keine Antwort erhalten.

Was genau meinen Sie mit der Formulierung:

"Der Zuschuss beträgt 1/28 der neuen aktuellen Geldleistung"?

Bezüglich meines Sohnes soll die Verhinderungspflege stundenweise vom Opa erbracht werden.

Dürfen wir als Vergütung für die stundenweise Verhinderungspflege mit dem Opa nun einen Betrag in Höhe von 545,00 EUR vereinbaren oder gibt es dabei ggf Probleme (1/28 der aktuellen Geldleistung)?

Zu den 545,00 EUR Vergütung würden dann noch die entstehenden Fahrkosten für die An- und Abreise des Opas kommen. Insgesamt würde sich dann ein Betrag von 1.569,08 EUR ergeben (Vergütung + Fahrkosten).

Ist diese Vorgehensweise so möglich?

Rednaxela

 

 

Hallo Rednaxa,

 

in diesem Pflegeforum handelt es sich um einen Ratgeber, wo allgemeine Informationen und Auskünfte gegeben werden können, nicht jedoch individuelle Einzelanträge und mögliche Ansprüche beschieden werden können.

 

Da uns die individuellen Unterlagen und Anträge und ggf. Angaben in Gutachten oder auf Abrechnungen zu den Pflege- und Ersatzpflegepersonen nicht vorliegen, können wir Ihnen von dieser Stelle aus leider keine Berechnung mitteilen.

 

Wir empfehlen Ihnen, sich einen Termin bei Ihrem Kundenberater / Pflegeberater  der AOK vor Ort geben zu lassen, um dann die Abrechnung der Verhinderungspflege zu besprechen.

 

Wir wünschen Ihnen alles Gute.

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