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Sonderregeln für Versicherte während der Corona-Pandemie

Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es für Patienten und Versicherte Sonderregeln für bestimmte medizinische Leistungen. Damit soll die Ausbreitung des Coronavirus in den Arztpraxen und Wartezimmern verhindert und Patienten vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt werden. Erfahren Sie hier, welche Leistungen das im Einzelnen betrifft.

Corona-Sonderregelungen

Die folgenden COVID-Sonderregeln gelten derzeit bundesweit.

Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege können telefonisch bis zu sieben Kalendertage krankgeschrieben werden. Die Sonderregelung sieht eine eingehende telefonische Befragung des Patienten durch den Arzt vor. Eine einmalige Verlängerung der Arbeitsunfähigkeit ist für sieben weitere Kalendertage ebenfalls telefonisch möglich. Gültig bis 30. September 2021.

Der Arzt kann Verordnungen am Telefon verschreiben, wenn zuvor eine telefonische Anamnese durchgeführt wurde. Das gilt für:

  • Krankentransporte
  • Folgeverordnungen für die Häusliche Krankenpflege, Heilmittel und Hilfsmittel

Nach dem telefonischen Arztkontakt erhält der Betroffene das Rezept per Post. Gültig bis 30. September 2021.

Hinweis: Die Verordnung von Arzneimitteln per Telefon ist unabhängig von der Corona-Pandemie jederzeit möglich. Voraussetzung ist, dass sich der Arzt telefonisch vom Zustand des Patienten überzeugt hat oder wenn ihm der Zustand aus der laufenden Behandlung bekannt ist.

  • Heilmittel: Verordnungen von Heilmitteln bleiben auch gültig, wenn die Leistung mehr als 14 Tage unterbrochen werden musste.
  • Häusliche Krankenpflege: Der Arzt kann Folgerezepte für die häusliche Krankenpflege bis zu 14 Tage rückwirkend ausstellen. Zudem wurde die Frist zur Vorlage der Verordnung bei der Krankenkasse verlängert: Versicherte können die Verordnungen innerhalb von zehn Tagen – anstelle von bisher drei Tagen – bei der AOK einreichen. 
  • Soziotheraphie und Palliativversorgung: Rezepte für spezialisierte palliativmedizinische Versorgungsangebote oder eine Soziotherapie müssen nicht mehr innerhalb von drei Tagen eingereicht werden. Betroffene haben dafür zehn Tage Zeit. 

Gültig bis 30. September 2021.

Krankentransporte von COVID-19-Patienten können ohne vorherige Genehmigung der Krankenkasse durchgeführt werden. Dies gilt auch für Menschen in behördlich angeordneter Quarantäne. Gültig bis 30. September 2021.

Bei der Entlassung aus dem Krankenhaus dürfen Kliniken den Patienten folgende Verordnungen für 14 Tage, statt wie bisher für sieben Tage ausstellen:

  • ambulante Krankenpflege
  • Palliativversorgung
  • Soziotherapie
  • Heil- sowie Hilfsmittel

Dieser Zeitraum gilt auch für Krankschreibungen: Patienten können bis zu 14 Tage nach ihrer Krankenhausentlassung krankgeschrieben werden und nicht, wie bisher, für die Dauer von sieben Tagen. Gültig bis 30. September 2021.

Behandlungen können per Videoübertragung stattfinden, sofern dies aus therapeutischer Sicht möglich ist. Die Zustimmung des Patienten ist erforderlich. Das gilt für:

  • Heilmittelverordnungen
  • Soziotherapie
  • psychiatrische häusliche Krankenpflege

Die Möglichkeit, mit einem Arzt per Videosprechstunde in Kontakt zu treten, steht gesetzlich Versicherten bereits seit einiger Zeit zur Verfügung. Im Zuge der Corona-Pandemie können Ärzte und Psychotherapeuten aktuell unbegrenzt Online-Sprechstunden per Video anbieten. Die Videosprechstunde können Patienten auch nutzen, wenn sie beim jeweiligen Arzt noch nicht in Behandlung waren. Beim Erstkontakt mit dem Arzt müssen Versicherte die elektronische Gesundheitskarte in die Kamera halten, damit die Daten erfasst werden können. Gültig bis 30. September 2021.

Vorsorgeuntersuchungen für Kinder

Die Kinder-Vorsorgeuntersuchungen U6 bis U9 können aktuell auch außerhalb ihrer jeweiligen Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten in Anspruch genommen werden. Diese Regelung gilt, solange der Deutsche Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt hat. Darüber hinaus wird das Zeitfenster um weitere drei Monate verlängert, um Eltern und Kinderarztpraxen die Organisation der Nachholtermine problemlos zu ermöglichen.

Für die Untersuchungen U2 bis U5 gibt es keine Änderungen. Ist in nächster Zeit eine U-Untersuchung für ein Kind angesetzt, sollten sich Eltern direkt mit ihrer Kinderarztpraxis in Verbindung setzen, um einen passenden Termin zu vereinbaren.

Bonusanspruch bei Zahnersatz

Wer die zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Krise nicht wahrnehmen konnte, verliert dadurch nicht notwendigerweise seinen Bonusanspruch.

Kinderkrankengeld

Um Eltern in der Corona-Pandemie zu entlasten, hat der Gesetzgeber den Anspruch auf Kinderkrankengeld noch einmal erweitert. In 2021 haben Eltern folgenden Anspruch auf Kinderkrankentage:

  • Elternpaare pro Elternteil und Kind 30 Tage statt bisher 20 Tage

  • Alleinerziehende 60 Tage pro Kind statt bisher 40 Tage

  • Paare und Alleinerziehende mit zwei Kindern können maximal 120 Tage beantragen.

  • Bei mehr als zwei Kindern erhöht sich der Anspruch auf höchstens 130 Tage pro Elternpaar oder Alleinerziehendem.

Der Anspruch gilt nicht nur bei Krankheit des Kindes, sondern auch wenn das Kind pandemiebedingt zu Hause betreut werden muss, weil

  • Schulen, Einrichtungen zur Betreuung von Kindern oder für Menschen mit Behinderung geschlossen sind,

  • Schul- oder Betriebsferien behördlich angeordnet oder verlängert werden,

  • das Kind in Quarantäne muss,

  • die Präsenzpflicht in einer Schule aufgehoben ist,

  • der Zugang zu Kinderbetreuungsangeboten eingeschränkt ist,

  • die Eltern behördlich dazu aufgefordert sind ihr Kind zu Hause zu betreuen.

Ist das Kind erkrankt, reichen Eltern eine ärztliche Bescheinigung als Nachweis bei der AOK ein. Muss Ihr Kind pandemiebedingt zu Hause betreut werden, können Sie die Leistung direkt bei Ihrer AOK beantragen.

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