Heuschnupfen

Heuschnupfen ist eine Pollenallergie. Besonders häufig sind neben Gräser- und Getreidepollen auch Pollen von früh blühenden Bäumen wie Haselnuss, Erle und Birke die Auslöser.

Ein junger Mann ist im Freien und putzt seine Nase. Was gegen eine Pollenallergie hilft, verrät der Beitrag. © AOK

Inhalte im Überblick

    Pollenallergie: Auf Pollenflugzeiten achten

    Heuschnupfen hat im Frühjahr Hochsaison, dann ist der Pollenflug besonders intensiv. Doch auch in anderen Jahreszeiten kommt es zu einer Belastung mit allergieauslösenden Pollen. Der Pollenkalender kann einen Flug von Haselnuss- und Erlenpollen schon im Januar ausweisen. Im März und April machen Birkenpollen Allergikern stark zu schaffen. Danach beginnt der Pollenflug vieler Gräser und Getreidearten. Kräuter wie etwa Beifuß oder Ambrosia verursachen als Spätblüher im Sommer und Frühherbst allergische Reaktionen.

    Tipps: So reduzieren Sie die Pollenbelastung

    Kennen Sie die Pflanzen, die für Ihre Pollenallergie verantwortlich sind, dann achten Sie auf Meldungen über den aktuellen, regionalen Pollenflug im Radio oder im Internet. An Tagen mit starkem Allergierisiko halten Sie sich möglichst wenig im Freien auf. Im Haus hilft:

    • tägliches Staubwischen und häufige, möglichst feuchte Bodenreinigung
    • gründliches Durchlüften nach Regen
    • keine getragene Kleidung im Schlafzimmer aufbewahren, weil Pollen an ihr haften
    • Wäsche nur in Innenräumen trocknen
    • eventuell Luftfilter im Schlafzimmer einbauen
    • abends Haare waschen
    • Pollenschutzgitter vor dem Fenster können bis zu 85% der Pollen abhalten
    • lüften, wenn die Pollenkonzentration am niedrigsten ist (in der Stadt morgens zwischen 6 und 8 Uhr, in ländlichen Regionen eher abends zwischen 18 und 24 Uhr)

    Behandlung mit Medikamenten bei Heuschnupfen

    Ein Allergietest beim Arzt klärt, welche Pollen genau Auslöser des Heuschnupfens sind. Die wirksamste Maßnahme, um allergische Reaktionen zu verhindern, ist, den Kontakt mit diesen Allergenen zu vermeiden. Wenn das nicht möglich ist, lassen sich die Symptome wie allergischer Schnupfen, häufiges Niesen und juckende Augen mit Medikamenten lindern. Die Arzneien wirken entweder akut oder vorbeugend.

    • Antihistaminika

      helfen gegen Juckreiz und Hautausschlag, lindern Schwellungen der Schleimhäute und stoppen Niesattacken.

    • DNCG (Dinatriumcromoglycinsäure)

      wirkt nicht bei akuten Beschwerden, sondern wird vorbeugend angewandt.

    • Kortison

      verhindert Entzündungen nach allergischen Reaktionen. Es ist als Nasen- oder Inhalationsspray sowie kortisonhaltige Salbe erhältlich. Nicht geeignet sind abschwellende Nasentropfen oder -sprays.

    Spezifische Immuntherapie bei Pollenallergie

    Die sogenannte Hyposensibilisierung setzt die Überempfindlichkeit gegen Allergene herab. Der Patient bekommt immer stärkere Dosen des Allergieauslösers über einen Zeitraum verabreicht. Dadurch gewöhnt sich das Immunsystem an den Stoff. Die Reaktionen schwächen ab oder verschwinden ganz. In vielen Fällen kann eine Hyposensibilisierung bei Pollenallergikern auch den sogenannten Etagenwechsel, also die Entwicklung von einer Pollenallergie zum allergischen Asthma, verhindern. Die Therapie der Hyposensibilisierung dauert bis zu drei Jahre.

    Aktualisiert: 23.06.2021

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