Krankenkassenbeiträge für freiwillig Versicherte

Bei der AOK können Sie sich auch freiwillig krankenversichern. Lesen Sie hier, wann Sie als freiwillig versichertes Mitglied die Leistungen der AOK in Anspruch nehmen können und wie die Beiträge berechnet werden.

Welche Personengruppen können sich freiwillig versichern?

In Deutschland sind alle Bürger zur Mitgliedschaft in einer gesetzlichen oder einer privaten Krankenkasse verpflichtet. Arbeitnehmer sind in den meisten Fällen über die gesetzliche Krankenversicherung abgesichert. Kinder, Ehe- oder eingetragene Lebenspartner ohne eigenes Einkommen sind beitragsfrei mitversichert. Die Pflichtversicherung endet zum Jahresende, wenn das Jahresarbeitsentgelt eines Arbeitnehmers eine gesetzlich festgelegte Höchstgrenze, die Jahresarbeitsentgeltgrenze, überschreitet. Im Jahr 2016 liegt die Grenze für das jährliche Arbeitsentgelt pflichtversicherter Personen bei 56.250 Euro. Das entspricht monatlich 4.687,50 Euro. Liegt das Einkommen darüber, kann der Arbeitnehmer individuell entscheiden, ob er sich bei der AOK freiwillig versichern lassen möchte. Die freiwillige Krankenversicherung steht darüber hinaus weiteren Personengruppen offen, wie zum Beispiel:

  • Selbstständigen,
  • Beamten,
  • Rentnern, die nicht pflichtversichert sind,
  • Studenten, die älter als 30 Jahre sind und länger als 14 Fachsemester studieren,
  • Personen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr beitragsfrei in der Familienversicherung mitversichert sind,
  • Arbeitnehmern, die erstmals eine Beschäftigung im Inland aufnehmen und über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegen.

Mindest- und Höchstgrenze für die Beitragsberechnung

Für die Berechnung der Beiträge wird das monatliche Einkommen zugrunde gelegt. Allerdings hat der Gesetzgeber dafür eine Mindestgrenze und eine Höchstgrenze festgelegt:

  • Mindestgrenze: Das Mindesteinkommen für diese Berechnung liegt für Selbstständige monatlich bei 2.178,75 Euro und für Existenzgründer, die den Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit oder Einstiegsgeld erhalten, oder einen Antrag auf Härtefall gestellt haben, bei 1.452,50 Euro. Für alle anderen freiwilligen Versicherten liegt die monatliche Mindesteinnahmegrenze bei 968,33 Euro. Wer weniger verdient, zahlt dennoch Beiträge auf Basis der monatlichen Mindesteinnahmegrenze.
  • Höchstgrenze: Die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze liegt monatlich bei 4.237,50 Euro. Freiwillig Versicherte, die ein monatliches Bruttoeinkommen erzielen, das darüber liegt, zahlen lediglich Beiträge für die Krankenversicherung bis zu diesem Betrag. Einnahmen darüber hinaus sind nicht beitragspflichtig.

Beteiligung des Arbeitgebers

Als freiwillig versicherter Arbeitnehmer müssen Sie nicht den vollen Beitragssatz selbst tragen: Ihr Arbeitgeber beteiligt sich. Von 14,6 Prozent des allgemeinen Beitragssatzes tragen Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils die Hälfte, also 7,3 Prozent. Den kassenindividuellen Zusatzbeitrag zahlen Sie selbst.

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