Krankenkassenbeiträge für freiwillig Versicherte

Bei der AOK können Sie sich auch freiwillig krankenversichern. Lesen Sie hier, unter welchen Voraussetzungen das möglich ist und wie die Beiträge berechnet werden.

Welche Personengruppen können sich freiwillig versichern?

In Deutschland sind alle Bürger zur Mitgliedschaft in einer gesetzlichen oder einer privaten Krankenkasse verpflichtet. Arbeitnehmer sind in den meisten Fällen über die gesetzliche Krankenversicherung abgesichert. Kinder, Ehe- oder eingetragene Lebenspartner ohne eigenes Einkommen sind beitragsfrei mitversichert. Die Pflichtversicherung endet zum Jahresende, wenn das Jahresarbeitsentgelt eines Arbeitnehmers eine gesetzlich festgelegte Höchstgrenze, die Jahresarbeitsentgeltgrenze, überschreitet. Im Jahr 2017 liegt die Grenze für das jährliche Arbeitsentgelt pflichtversicherter Personen bei 57.600 Euro. Das entspricht monatlich 4.800 Euro. Liegt das Einkommen darüber, kann der Arbeitnehmer individuell entscheiden, ob er sich bei der AOK freiwillig versichern lassen möchte. Die freiwillige Krankenversicherung steht darüber hinaus weiteren Personengruppen offen, die direkt vor Versicherungsbeginn bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert waren, wie zum Beispiel:

  • Selbstständigen,
  • Beamten,
  • Rentnern, die die Voraussetzungen für die Pflichtversicherung nicht erfüllen,
  • Studenten, die älter als 30 Jahre sind oder länger als 14 Fachsemester studieren,
  • Personen, die zuletzt Lohnersatzleistungen bezogen haben oder familienversichert waren und deren Pflicht- oder Familienversicherung endet. In diesem Fall kommt es verpflichtend zu einer freiwilligen Versicherung,
  • Arbeitnehmern, die erstmals eine Beschäftigung im Inland aufnehmen und über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegen.

Mindest- und Höchstgrenze für die Beitragsberechnung

Für die Berechnung der Beiträge wird das monatliche Einkommen zugrunde gelegt. Allerdings hat der Gesetzgeber dafür eine Mindestgrenze und eine Höchstgrenze festgelegt:

  • Mindestgrenze: Für die verschiedenen Personengruppen der freiwilligen Versicherung gibt es unterschiedliche Mindestgrenzen: Für Selbstständige liegt das Mindesteinkommen monatlich bei 2.231,25 Euro und für Existenzgründer, die den Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit erhalten, oder einen Antrag auf Härtefall gestellt haben, bei 1.487,50 Euro. Für alle anderen freiwilligen Versicherten liegt die monatliche Mindesteinnahmegrenze bei 991,67 Euro. Wer weniger verdient, zahlt dennoch Beiträge auf Basis der monatlichen Mindesteinnahmegrenze.
  • Höchstgrenze: Die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze liegt monatlich bei 4.350 Euro. Für freiwillig Versicherte, die ein monatliches Bruttoeinkommen erzielen, das darüber liegt, werden lediglich Beiträge für die Krankenversicherung bis zu diesem Betrag ermittelt. Einnahmen darüber hinaus sind nicht beitragspflichtig.

Beteiligung des Arbeitgebers

Als freiwillig versicherter Arbeitnehmer müssen Sie nicht den vollen Beitragssatz selbst tragen: Ihr Arbeitgeber beteiligt sich. Von 14,6 Prozent des allgemeinen Beitragssatzes tragen Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils die Hälfte, also 7,3 Prozent. Den kassenindividuellen Zusatzbeitrag zahlen Sie selbst.

Weitere Leistungen der AOK

Die AOK fördert die betriebliche Gesundheit und damit gesunde sowie erfolgreiche Mitarbeiter.
Mehr erfahren
Wenn ein Kind erkrankt und Mutter oder Vater zu Hause bleiben muss, zahlt die AOK Krankengeld für die Betreuung des Kindes.
Mehr erfahren
So genießt Ihre ganze Familie den gleichen umfassenden Versicherungsschutz.
Mehr erfahren

Das könnte Sie auch interessieren

Als Arbeitnehmer gesetzlich versichert zu sein heißt: umfangreiche Leistungen zu fairen Beiträgen.
Mehr erfahren
Wer einen Midijob ausübt, zahlt in der Gleitzone einen verringerten Beitrag an die Krankenkasse.
Mehr erfahren
Mit der AOK genießen auch Auszubildende günstige Krankenkassenbeiträge und starke Leistungen.
Mehr erfahren
Bitte wählen Sie eine AOK oder geben Sie eine Postleitzahl ein.
Meine AOK vor Ort

Persönlich und nah mit unseren Geschäftsstellen

Meinen Ansprechpartner finden

24 Stunden täglich und kostenfrei

Weitere Kontaktangebote
Arztterminservice
Zweitmeinungsservice