Filmpremiere: ADHS – die ungesehene Variante bei Frauen

ADHS wird bei Frauen häufig erst spät erkannt. Die neue Dokumentation „Ungesehene ADHS“ erzählt von Frauen, die ihre Diagnose erst im Erwachsenenalter erhalten haben, und zeigt, welche Folgen das lange Übersehen für ihr Leben hatte.

Foto einer Frau vor einem Laptop im Büro, die sich umgeben von Unterlagen verzweifelt die Haare rauft
ADHS bei Frauen bleibt oft lange undiagnostiziert – besonders, wenn sich die Symptome eher durch innere Unruhe, Überforderung und Konzentrationsprobleme zeigen.

Viele Frauen mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leben jahrelang mit innerer Unruhe, Erschöpfung, Selbstzweifeln oder Ängsten, ohne die Ursache dafür zu kennen. Noch immer wird ADHS häufig vor allem mit Jungen und Männern verbunden.

Bei Frauen können die Symptome jedoch weniger auffällig sein. Statt ausgeprägter Hyperaktivität stehen beispielsweise Konzentrationsprobleme, innere Unruhe oder Überforderung im Vordergrund. Dadurch bleibt ADHS häufiger unerkannt oder Betroffene erhalten zunächst andere Diagnosen, etwa Depressionen oder Angststörungen.

Dokumentation „Ungesehene ADHS“

Der Film „Ungesehene ADHS“ begleitet Frauen, die erst spät erfahren haben, dass sie ADHS haben. Sie berichten offen über ihren Alltag, ihre Belastungen und darüber, was die Diagnose für sie verändert hat. Auch die Perspektive von Angehörigen und Frauen aus der Selbsthilfe findet Raum.

Die Dokumentation macht sichtbar, welche Folgen es haben kann, wenn ADHS lange nicht erkannt wird – und wie wichtig eine passende Diagnose, Unterstützung und Verständnis für die Betroffenen sein können.

Ungesehene ADHS – Die Frauenvariante

Filmpremiere mit Diskussion
Termin: Donnerstag, 17. September 2026, 19:30 Uhr
Ort: CinePlanet5, Oldesloerstraße 34, 23795 Bad Segeberg
Veranstalter: Andrea Rothenburg im Auftrag von ADHS Deutschland e. V.
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Frauengesundheit stärker in den Blick nehmen

Der vom AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… -Bundesverband unterstützte Film greift zugleich ein zentrales Thema des AOK-Schwerpunkts Frauengesundheit auf: Unterschiede zwischen Frauen und Männern in Forschung, Diagnostik und medizinischer Versorgung stärker sichtbar zu machen.

Dazu unterstützt die AOK unter anderem Projekte wie „Reha ist der Anfang … Selbsthilfe ein Weg“ der Frauenselbsthilfe Krebs. Das Projekt soll die Zusammenarbeit zwischen Reha-Kliniken und Krebs-Selbsthilfe stärken und Patientinnen auch nach dem Klinikaufenthalt den Zugang zu Unterstützungsangeboten erleichtern.

Bereits im Sommer 2025 beschäftigte sich die Veranstaltung „Frauen.Stark“ des AOK-Bundesverbandes mit der Frage, warum Frauen in der medizinischen Forschung und Versorgung teilweise noch immer weniger berücksichtigt werden als Männer. Im Mittelpunkt standen dabei der sogenannte Gender Health Gap und Gender Data Gap.

Geschlechtsspezifische Unterschiede spielen bei zahlreichen Erkrankungen und gesundheitlichen Belastungen eine Rolle – etwa bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Endometriose, Beschwerden in den Wechseljahren oder psychischen Erkrankungen. Eine stärkere Berücksichtigung des Geschlechts in Forschung, Leitlinien werden definiert als systematisch entwickelte Entscheidungshilfen für Ärzte und Patienten, die eine… und Versorgung wird deshalb zunehmend gefordert. Auch die Bundesregierung hat das Thema Frauengesundheit mit einem eigenen Referat im Bundesforschungsministerium stärker in den Fokus gerückt.

Eine Frau steht auf einem Laufband und ist mit mehreren Elektroden am Oberkörper verkabelt, während eine medizinische Fachkraft in blauer Kleidung die Sensoren überprüft.
Der AOK-Bundesverband fordert, geschlechtsspezifische Aspekte in der medizinischen Forschung, Lehre und Versorgung noch stärker in den Fokus rücken.
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Close Up einer Person mit medizinischer Sicherheitskleidung in Blau. Haube, Mundschutz und Handschuhe. Zu sehen ist lediglich die Augenpartie.
Fehldiagnosen, Datenlücken, strukturelle Benachteiligung: Bundesforschungsministerin Dorothee Bär will die medizinische Forschung grundlegend neu ausrichten. Sie fordert einen politischen Kurswechsel.
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Neue Impulse für eine bessere Versorgung von Frauen

Im September ist zudem die Gründung einer „Allianz für Frauengesundheit“ geplant. Sie soll dazu beitragen, die Gesundheit von Frauen über alle Lebensphasen hinweg stärker ins Zentrum zu rücken und bestehende Versorgungslücken sichtbarer zu machen.