OECD: Anstieg der Gesundheitsausgaben normalisiert sich
Die Ausgaben für Gesundheit dürften 2025 in den Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD um real drei Prozent gestiegen sein. Das geht aus der aktuellen Gesundheitsstatistik der Organisation auf der Basis vorläufiger Daten hervor. Demnach haben die OECD-Mitglieder im vergangenen Jahr durchschnittlich 9,4 Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Gesundheit ausgegeben. Dabei gab es unterschiedliche Entwicklungen in einzelnen Ländern.
Nach dem sprunghaften Wachstum zu Beginn der weltweiten Covid-19-Pandemie von 8,8 auf 9,6 Prozent Anteil am BIP entspricht das aktuelle Plus nach Angaben der OECD wieder dem vorpandemischen Niveau. Gegenüber 2024 hat sich der Anstieg im Durchschnitt verlangsamt. Bei den Spitzenplätzen gab es demnach nur wenig Bewegung: Hinter den USA mit geschätzten Gesundheitsausgaben von 17,6 Prozent des BIP im Jahr 2025 folgt die Bundesrepublik mit 12,7 Prozent auf Platz zwei. Auf Platz drei liegt Österreich mit 11,9 Prozent, Platz vier belegt die Schweiz mit 11,6 Prozent. Zu den Ländern mit Ausgaben deutlich unter dem Durchschnitt gehören der OECD-Statistik zufolge Irland mit 6,1 Prozent, Luxemburg mit 5,9 Prozent und die Türkei mit 4,7 Prozent ihres BIP.
Während es vielen Ländern nach 2023 gelungen ist, den Anteil der Ausgaben am BIP wieder zu senken – so etwa Schweden, Spanien, Neuseeland und Schätzungen zufolge auch Griechenland – gaben die Deutschen zuletzt wieder mehr Geld aus: Von 11,6 Prozent des BIP waren die Ausgaben bereits 2024 auf 12,2 Prozent gestiegen; für 2025 erwartet die OECD ein weiteres Plus um 0,5 Prozentpunkte.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berechnete, erhöhten sich die Gesundheitsausgaben in Deutschland 2024 um 3,9 Prozent, wobei die Zahlen aufgrund der Energiekrise erstmals um die Inflation bereinigt wurden. In jeweiligen Preisen wuchsen die Ausgaben demzufolge um 7,6 Prozent auf 538,2 Milliarden Euro. Destatis zufolge liegen die Ursachen in einer alternden Gesellschaft mit weitgehend von der Konjunktur entkoppelten Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen und -produkten. (asc)
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