MFA-Ausbildung bleibt bei Frauen auf Platz eins
Die Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten (MFA) war 2025 erneut der häufigste duale Ausbildungsberuf bei Frauen. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) entschieden sich 16.100 Frauen dafür. Besonders häufig wählen Frauen ohne deutsche Staatsangehörigkeit medizinische Ausbildungsberufe. Dieser Nachwuchs gewinnt angesichts des Fachkräftemangels weiter an Bedeutung.
Jeder zehnte neue duale Ausbildungsvertrag einer Frau entfiel laut Destatis auf die MFA-Ausbildung. Es folgten die Kauffrau für Büromanagement mit 14.900 und die zahnmedizinische Fachangestellte mit 13.400 Neuverträgen. Bei Männern gehörte die Ausbildung zum Medizinischen Fachangestellten dagegen nicht zu den 50 häufigsten Ausbildungsberufen.
Internationale Fachkräfte tragen bereits heute maßgeblich zur Gesundheitsversorgung bei. Ende 2025 hatten 16 Prozent der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte laut Statistik der Bundesärztekammer keine deutsche Staatsangehörigkeit. In der Pflege besaß Mitte 2025 der Bundesagentur für Arbeit zufolge rund ein Fünftel der 1,8 Millionen Beschäftigten einen ausländischen Pass.
Auch beim Nachwuchs spielen Menschen ohne deutschen Pass eine wichtige Rolle. Fast jede vierte Frau ohne deutsche Staatsangehörigkeit, die 2025 eine duale Ausbildung begann, entschied sich laut Destatis für die Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten. Weitere elf Prozent wählten die MFA-Ausbildung.
Mit dem wachsenden Anteil internationaler Beschäftigter gewinnt auch der Schutz vor Diskriminierung an Bedeutung. Das Berliner Universitätskinikum Charité hat dazu jetzt einen juristischen Leitfaden vorgelegt. Er ordnet Fälle von Rassismus im Gesundheitswesen aus der ärztlichen Praxis rechtlich ein und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf.
Zuwachs gibt es zudem in der Pflegeausbildung. Nach Angaben von Destatis begannen 2025 rund 63.900 Menschen eine Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann. Das waren acht Prozent mehr als im Vorjahr und der dritte Anstieg in Folge. 71 Prozent der neuen Auszubildenden waren Frauen. Insgesamt befanden sich knapp 157.200 Menschen in der Pflegeausbildung, rund 35.300 schlossen sie erfolgreich ab. (sr)
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