Artikel Gesundheitssystem

Weltspitze statt Werkbank

22.04.2026 Thomas Rottschäfer 11 Min. Lesedauer

China ist für die heimischen Pharma- und Medizintechnik-Unternehmen ein ebenso wichtiger wie schwieriger Partner. Das Klischee von der „verlängerten Werkbank“ des Westens ist längst passé. Peking forciert massiv eigene Forschung, Entwicklung und Produktion. Zugleich wächst Europas Abhängigkeit von chinesischer Arzneimittelproduktion.

Eine Person in Schutzkleidung und Schutzbrille arbeitet konzentriert im Labor mit Proben und Geräten unter farbigem Licht.
China investiert Milliarden in die Arzneimittelforschung.

China-Schock mit Ansage: Im Februar meldete das Institut der deutschen Wirtschaft für 2025 einen Einbruch der deutschen Autoexporte ins Reich der Mitte um 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Pharma- und die Medizintechnikbranche kamen mit einem Exportrückgang um 9,8 Prozent glimpflicher davon. Auch die Maschinenbauer (minus 9,8 Prozent) sowie die Elektro- und Chemieindustrie (minus 9,3 Prozent) ließen Export-Federn. Damit trat ein, wovor der Ostasienexperte Prof. Max Taube von der Universität Duisburg-Essen bereits vor zehn Jahren warnte: Für die deutsche Wirtschaft werde sich das China-Geschäft zum „Tanz auf Messers Schneide“ entwickeln. Das Reich der Mitte werde „in den nächsten Jahren im globalen Wettstreit um Zukunftstechnologien substanzielle Erfolge erzielen“.

Anders als in der Automobilbranche ist die Handelsbilanz der deutschen und europäischen Pharmaunternehmen und Medizintechnik-Hersteller noch positiv. 2024 gingen aus Deutschland Medizin- und Pharmaprodukte im Wert von rund 4,4 Milliarden Euro nach China. Hinzu kommt die Medikamentenproduktion in eigenen Werken oder durch Partnerunternehmen vor Ort. Nach jüngsten verfügbaren Zahlen des Verbandes der chemischen Industrie (2022) waren zuletzt 171 Tochtergesellschaften deutscher Chemie- und Pharmaunternehmen mit eigenen Standorten in China aktiv, darunter Boehringer Ingelheim, Merck, Bayer und Biontech. Und für die deutschen Medizintechnik-Hersteller ist China inzwischen der drittwichtigste Markt mit einem Exportvolumen von mehr als zwei Milliarden Euro (2024).

Steigender Versorgungsbedarf

China ist mit seinen mehr als 1,43 Milliarden Menschen und einer alternden Bevölkerung mit steigendem Versorgungsbedarf ein attraktiver und wichtiger Gesundheitsmarkt. Die erratische Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump erhöhte zuletzt noch die Bereitschaft, in Asien und nicht in den USA zu investieren. Doch die Rahmenbedingungen für Export und Produktion vor Ort verschärfen sich zusehends. Peking verfolgt bereits seit einigen Jahren eine „Buy China"-Politik und erhöht den Druck auf ausländische Unternehmen, auch Forschung und die komplette Wertschöpfung im Land anzusiedeln. Innerhalb eines für Auslandsfirmen ohnehin hürdenreichen zentralen Beschaffungssystems bevorzugt der Staat chinesische Unternehmen und setzt auf Einsparungen. Befeuert wird die Entwicklung durch das Schwächeln der wachstumsverwöhnten chinesischen Wirtschaft.

Mehrere Fachkräfte in Schutzkleidung bedienen Maschinen in einem sterilen Reinraum zur Herstellung pharmazeutischer Produkte.
Labortechnik-Spezialist Sartorius produziert wie viele deutsche Firmen auch in China.

Innovationsboom

Zugleich agiere China zunehmend selbstbewusst als Weltwirtschaftsmacht und erlebe einen rasanten Innovationsboom, beobachtet der seit 1994 in China lebende Wirtschaftsjournalist Frank Sieren. Er warnt, dass nach der deutschen Automobilindustrie auch andere Wirtschaftszweige, darunter die Pharma- und Medizintechnikbranche, vom Tempo chinesischer Innovationen kalt erwischt werden könnten (Interview). Der im März vom Volkskongress abgenickte neue Fünfjahresplan (2026 bis 2030) spiegelt die neue Weichenstellung: qualitatives statt schnelles Wachstum. Peking strebt in wichtigen Branchen die weltweite Technologieführung an; das gilt insbesondere für den Bereich der Künstlichen Intelligenz.

„Der Staatsrat ermutigt ausländische Investitionen im Pharmabereich, wenn sie die Innovationskraft Chinas voranbringen“, sagt die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes Pharma Deutschland (PD), Dorothee Brakmann. Im Chinageschäft gehe es neben der Standortfrage längst auch um Innovationswettbewerb. Das Land habe in den vergangenen Jahren deutlich mehr in die Forschung investiert als Europa. „Im EU-Binnenmarkt wächst der Wettbewerbs- und Preisdruck durch chinesische Anbieter“, stellt auch Jörg Mayer fest. Er ist Geschäftsführer des Deutschen Industrieverbands Spectaris, der wie der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) große Teile der deutschen Medizintechnik-Industrie vertritt.

Biotechnologie im Blick

Neben Indien hat China in den vergangenen Jahren seine globale Position als Lieferant von Ausgangs- und Wirkstoffen für günstige Nachahmerpräparate ausgebaut. Nach Zahlen des Verbandes Pro Generika kommen rund 54 Prozent aller Generika-Wirkstoffe aus Indien und China. Bis zu 76 Prozent der Antibiotika-Wirkstoffe werden in der Volksrepublik produziert. Bei Biosimilars, den Nachahmerprodukten biotechnologisch hergestellter Arzneimittel (Biopharmazeutika), stieg der Produktionsanteil beider Länder zwischen 2010 und 2022 von null auf 15 Prozent. Im Bereich patentgeschützter Biopharmazeutika waren es 2022 zwar nur zwei Prozent. Doch das dürfte sich bereits mittelfristig ändern. 

Die Staatsführung habe die Biotechnologie zur strategischen Schlüsselbranche erklärt und wolle das Land bis 2035 „vom reinen Produktionsstandort in eine globale Innovationsmacht verwandeln“, heißt es in einer Pro-Generika-Studie zur Marktdominanz Chinas. Allein 2024 seien vier Milliarden Euro ins Biomanufacturing geflossen, erläutert Brakmann. „Der Anteil Chinas an globalen Biotech-Pipeline-Projekten beträgt inzwischen 31 Prozent – knapp hinter den USA.“ 2025 wurden in der Volksrepublik 76 innovative Medikamente zugelassen, darunter 59 Eigenentwicklungen. Besonders im Fokus standen dabei Onkologie, Immunologie, Neurologie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Nach PD-Zahlen stieg der Anteil Chinas an weltweiten kommerziellen klinischen Studien zwischen 2013 und 2023 auf 18 Prozent. Im gleichen Zeitraum habe sich der Anteil des europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) auf nur noch 12 Prozent halbiert, so Dorothee Brakmann.

„Ursprünglich wollte China nur die eigene Bevölkerung versorgen und unabhängig vom Ausland werden“, heißt es in der Pro-Generika-Studie. Bei Generika sei dies bereits gelungen. Jetzt fließe viel Geld in eigene Forschung und Entwicklung, zuletzt über das Programm „Made in China 2025“ rund 2,8 Milliarden für neue Medikamente gegen zehn Volkskrankheiten. 

EU hält mit „Biotech Act“ dagegen

Die Entwicklung beunruhigt auch die EU. Europa drohe trotz Spitzenforschung in der Biotechnologie gegenüber den USA und China weiter an Boden zu verlieren, warnte EU-Gesundheitskommissar Olivér Várhelyi im Juli 2025. Er kündigte eine „Life-Science-Strategie“ an, die dazu beitragen soll, „die Union bis 2030 zum weltweit attraktivsten Standort für Biowissenschaften zu entwickeln“. Im Dezember folgte der konkrete Vorschlag für ein Biotechnologie-Gesetz. Über den Biotech-Act-Entwurf beraten gerade das Europaparlament und der Rat der EU-Gesundheitsminister. 

Von einer Milliardenspritze für Forschung, Entwicklung und Produktion in der EU sowie Vereinfachungen bei klinischen Forschungen und Zulassungsprüfungen erhofft sich die Kommission auch einen Schub bei Therapien zur Behandlung seltener Erkrankungen, neue Impfstoffe und „bezahlbare Medikamente gegen Krebs“. Ein EU-Investitionsplan soll dabei helfen, Innovationen schneller auf den Markt zu bringen. Bereits 2026 und 2027 will die Kommission in Zusammenarbeit mit den Europäischen Investitionsbanken rund zehn Milliarden Euro zur Förderung strategischer Biotechnologieprojekte mobilisieren.

„Der Biotech-Act hält uns im Rennen, gibt uns aber keinen Vorsprung.“

Dorothee Brakmann

Hauptgeschäftsführerin des Verbandes Pharma Deutschland (PD)

Weitere Abwanderung verhindern

Wie auch der Verband der forschenden Pharmaunternehmen (Vfa) begrüßt Pharma Deutschland die Initiative als positives Signal für Innovationen, Forschung und die Durchführung klinischer Studien in Europa. „Dies ist auch notwendig, denn China ist dabei, Deutschland im Biotech-Sektor zu überholen“, betont Brakmann. Große internationale Unternehmen schlössen zunehmend Lizenzdeals mit chinesischen Biotech-Unternehmen ab. 28 Prozent der klinischen Studien im Biotech-Sektor kämen ebenfalls aus China. 

„Der Biotech-Act hält uns im Rennen, gibt uns aber keinen Vorsprung“, betont die Verbandsgeschäftsführerin. Eine komplette Rückverlagerung der Produktion zurück nach Europa hält sie für unrealistisch. Es gehe vor allem darum, „die verbleibende Produktion zu halten und eine weitere Abwanderung zu verhindern, insbesondere bei kritischen Arzneimitteln“. Dazu brauche es vor allem schnellere Genehmigungsverfahren, Bürokratie-Abbau und „auskömmliche Preise für Arzneimittel“. „In China werden Anträge für klinische Studien innerhalb von 60 Tagen genehmigt, in der EU dauert es bei multinationalen Studien im Schnitt 113 Tage“, stellt Brakmann fest. 

Grundsätzliche Systemunterschiede

Mit einem Fast-Track-Verfahren will die EU jetzt das Tempo bei besonders aussichtsreichen Innovationen erhöhen. Doch dürften schnellere Zulassungsverfahren nicht zu einem Absenken von Sicherheitsstandards bei klinischen Studien führen, warnt die Europavertretung der deutschen Sozialversicherungen. Nicht alles, was die Pharmabranche als Bürokratie kritisiere, dürfe bedenkenlos der Industrieförderung geopfert werden.

Spätestens hier kommt der grundsätzliche Systemunterschied ins Spiel. Die Staatspartei im autoritär geführten China verfolgt nahezu unbeschränkt nationale Interessenpolitik. Auch auf Kosten der Menschenrechte: Organisationen wie Amnesty International oder Human Rights Watch kritisieren im Zusammenhang mit der Unterdrückung der Uiguren klinische Studien ohne Zustimmung oder medizinische Zwangstests. 

Dagegen beruht die Pharmapolitik der in demokratische und pluralistische Strukturen eingebundenen EU auf Interessenausgleich. Dabei geht es zum Beispiel um die Frage, ob für die gewünschte Stärkung der Pharmaindustrie in Europa Steuergeld eingesetzt wird oder ob dafür die Beitragszahler der nationalen Gesundheitssysteme zur Kasse gebeten werden. Die deutschen Krankenkassen werben dafür, den Biotech-Act „konsequent als industrie- und innovationspolitisches Instrument auszugestalten“ und die Wirtschaftsförderung „strikt von der Finanzierung der gesetzlichen Gesundheitsversorgung zu trennen“.

Ein großes medizinisches Gerät mit runder Öffnung und Liegefläche steht in einem klinischen Raum.
Siemens Healthineers punktet in China mit Diagnose-Hightech.

Wachsende Marktabschottung

Auch im Bereich der Medizintechnik wird es für die deutschen Hersteller schwerer. Chinas Industrie baue mit Hilfe des Staates ihre eigenen technologischen Fähigkeiten konsequent aus, sagt Spectaris-Manager Mayer. Bislang seien deutsche und europäische Unternehmen besonders wettbewerbsfähig, „wo es um technologisch anspruchsvolle, kundenspezifische Lösungen, Systemintegration, Serviceanteile und hohe Anforderungen an Qualität und Produktsicherheit geht“. 

Neben Branchengrößen wie Siemens Healthineers (insbesondere MRT- und CT-Technik und Diagnostik), B.Braun (Medizinprodukte für Krankenhäuser), Dräger (Beatmungs- und Anästhesietechnik) oder Sartorius (Labor- und Prozesstechnologie) sind im Chinageschäft viele mittelständisch und auch kleinere deutsche Unternehmen (KMU) mit Spezialprodukten aktiv. Während die Großunternehmen teils mit eigenen Produktionsstätten vor Ort sind, setzen KMU eher auf Partnerschaften, um sich gegen Pekings Politik einer wachsenden Marktabschottung zu behaupten.

Grundsätzlich seien Kooperationen in Forschung und Entwicklung in ausgewählten Bereichen weiterhin möglich, berichtet Mayer. Doch die Rahmenbedingungen hätten sich spürbar verändert: „Regulatorische Vorgaben, Lokalisierungsanforderungen sowie neue rechtliche Bestimmungen – etwa im Bereich der Datensicherheit oder des Anti-Spionage-Rechts – erhöhen den Compliance-Aufwand und führen zu größerer Zurückhaltung.“

Handelskonflikt um Medizinprodukte

Das Medizinprodukte-Geschäft wird seit knapp einem Jahr von einem handfesten Handelskonflikt zwischen der EU und China überschattet. Im Juni 2025 schloss die EU-Kommission chinesische Unternehmen von öffentlichen Aufträgen über fünf Millionen Euro aus. Ausgenommen sind nur Produkte, für die es keine alternativen Anbieter gibt. Die EU reagierte damit auf jahrelange Marktdiskriminierung  europäischer Medizintechnik-Hersteller. Zuletzt habe Peking durch „erhebliche und wiederkehrende rechtliche und bürokratische Beschränkungen“ 87 Prozent der Lieferanten aus EU-Ländern von der Vergabe öffentlicher Aufträge ausgeschlossen. Zugleich habe sich der Export chinesischer Medizintechnik zwischen 2015 und 2023 mehr als verdoppelt. 

Peking reagierte postwendend mit dem Ausschluss von EU-Unternehmen von allen öffentlichen Aufträgen im Umfang von umgerechnet mehr als 5,35 Millionen Euro. Wenn Unternehmen aus anderen Ländern zum Zug kommen, dürfen aus der EU zugelieferte Komponenten 50 Prozent des Gesamtwertes nicht überschreiten. Ausgenommen von der Retourkutsche sind Produkte europäischer Hersteller, die in China produziert werden oder nur aus der EU geliefert werden können.

„China ist sich unserer Abhängigkeiten sehr bewusst.“

Tim Rühlig

EU-Institut für Sicherheitsstudien

Anti-Spionage-Gesetz erschwert Kontrollen

Für Spannungen mit der EU sorgt auch das 2023 verschärfte Anti-Spionage-Gesetz. Es beinhaltet auch strengere Regeln für Betriebsbesuche durch ausländische Behörden, etwa im Bereich der Medikamentenproduktion. „Das ist für die Arzneimittelversorgung kein abstraktes Risiko“, erläutert PD-Hauptgeschäftsführerin Brakmann. Das deutsche Arzneimittelgesetz schreibe für Humanarzneimittel in der Regel eine Vor-Ort-Kontrolle alle drei Jahre vor. 2024 setzten Gesundheitsbehörden von Hessen, Berlin und Schleswig-Holstein Inspektionsreisen nach China mit Hinweis auf unkalkulierbare Risiken für ihre Beschäftigten vorübergehend aus. Doch ohne gültiges Zertifikat für Gute Herstellungspraxis (GMP) und das Einhalten strenger Qualitätsstandards dürfe ein Pharmahersteller Arzneimittel und Wirkstoffe aus diesem Betrieb nicht mehr importieren, so Brakmann. Ihr Verband habe deshalb an die Bundesregierung appelliert, „von China eine schriftliche Klarstellung einzufordern, dass GMP-Inspektionen nicht unter das Anti-Spionage-Gesetz fallen“. Die Klärung ist laut Pharma Deutschland noch offen, doch gebe es aktuell keine Berichte der Pharmaunternehmen, dass sich die Situation im Frühjahr 2026 ähnlich zugespitzt zeige wie 2024.

Damoklesschwert Taiwan-Konflikt

Mit der Reform der EU-Arzneimittelgesetzgebung, einem „Critical Medicines Act“ (CMA) für mehr Versorgungssicherheit bei besonders wichtigen Medikamenten und dem „Biotech Act“ wollen die 27 EU-Staaten auch die starke China-Abhängigkeit lockern. Dem dienen auch die neuen Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten und Indien. Denn über den Handelsbeziehungen mit China hängt das Damoklesschwert des Taiwan-Konfliktes. Die Gretchenfrage: Setzt Peking im Fall einer militärischen Eskalation Medikamente als Waffe ein? „China ist sich unserer Abhängigkeiten sehr bewusst“, sagt Tim Rühlig vom EU-Institut für Sicherheitsstudien. „Ein Exportstopp in Krisenzeiten ist keineswegs ausgeschlossen.“ In diesem Fall bestehe ganz konkret die Gefahr eines Engpasses bei versorgungskritischen Wirkstoffen, warnt PD-Managerin Brakmann. 

Die Abhängigkeit Europas bei der Versorgung mit kritischen Arzneimitteln könne sich „zur Achillesferse der europäischen Sicherheit“ entwickeln, warnten bereits im März 2025 elf EU-Gesundheitsminister, darunter der damalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Sie warben dafür, auch EU-Verteidigungsgelder einzusetzen, um in der Arzneimittelversorgung „die strategische Autonomie des Kontinents zu sichern“.

Die Unternehmen seien bereits dabei, „ihre Lieferketten breiter aufzustellen, Beschaffungs- und Absatzmärkte zu diversifizieren und Abhängigkeiten – nicht nur gegenüber China, sondern generell gegenüber einzelnen Staaten – zu reduzieren“, sagt Spectaris-Geschäftsführer Mayer. Ziel der EU müsse es sein, Wertschöpfung, Produktion und technologische Entwicklung in Europa zu sichern und auszubauen. Denn eine leistungsfähige heimische Industrie sei „der beste Beitrag zu strategischer Souveränität und Versorgungssicherheit“.

Eine Arbeiterin in blauer Schutzkleidung und Haube bedient Maschinen in einer sauberen industriellen Produktionsumgebung.
Der Wirtschaftsjournalist und Bestsellerautor Frank Sieren lebt seit 1994 in China. Zuletzt hat er analysiert, wie es dem Land gelang, Innovationsrichtung und Geschwindigkeit der weltweiten Autoindustrie zu bestimmen. Er hält es für möglich, dass China auch der Aufstieg zur globalen Gesundheitsmacht gelingt.
22.04.2026Thomas Rottschäfer6 Min
In einem großem Zelt sieht man ein Feldlazarett mit mehreren Stationen zur Behandlung von Patienten mit Plast Vorhängen und OP Kleidung.
Das Risiko militärischer Konflikte, von Cyberangriffen, Blackouts oder Extremwetterlagen wird immer realer – doch bei der Krisenfestigkeit des Gesundheitswesens hapert es weiterhin. Das machten Vertreter von Bundeswehr, Wissenschaft, Gesundheitswesen und Politik bei der Kritis-Fachtagung am Donnerstag in Berlin deutlich. Doch immerhin: Das…
06.03.2026Thorsten Severin6 Min

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