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Zahnbehandlung bei Kindern

Schon mit dem Durchbruch des ersten Zahnes sollte die Zahnvorsorge beginnen. Bei Kindern und Jugendlichen übernimmt die AOK die Kosten für die gesetzlich vorgesehene Vorsorge und Zahnbehandlung sowie die Aufwendungen für Zahnversiegelungen der großen Backenzähne und die Korrektur von Kieferfehlstellungen.

Erste Zahnuntersuchungen im Kleinkindalter

Rund 14 Prozent der Dreijährigen leiden zum Teil unter sehr starkem Kariesbefall, so eine aktuelle Studie der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege. Deshalb beginnt das Vorsorgeprogramm schon im sechsten Lebensmonat des Kindes.

Drei Früherkennungsuntersuchungen bei Kleinkindern vom 6. bis zum vollendeten 33. Lebensmonat:

  • 1. Untersuchung: im Zeitraum vom 6. bis zum vollendeten 9. Lebensmonat
  • 2. Untersuchung: im Zeitraum vom 10. bis zum vollendeten 20. Lebensmonat
  • 3. Untersuchung: im Zeitraum vom 21. bis zum vollendeten 33. Lebensmonat

Der Abstand zwischen zwei Früherkennungsuntersuchungen beträgt mindestens vier Monate. Zwischen dem 6. und dem vollendeten 33. Monat haben Kinder zudem zweimal pro Kalenderhalbjahr Anspruch auf eine Behandlung mit Fluoridlack, der den Zahnschmelz härtet. Außerdem erfahren die Eltern/Bezugspersonen im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung mehr über Mundhygienemaßnahmen, zum Beispiel wie sie und ihre Kinder am besten Zähne putzen.

Drei Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern ab dem 34. Lebensmonat bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres:

  • Die erste Untersuchung findet grundsätzlich ab dem 34. Lebensmonat statt.
  • Die beiden weiteren Untersuchungen finden bis zur Vollendeung des 6. Lebensjahres statt.

Der Abstand zwischen den Untersuchungen beträgt mindestens 12 Monate. Ab dem 34. Lebensmonat haben Kinder zudem zweimal pro Kalenderhalbjahr Anspruch auf eine Behandlung mit Fluoridlack zur Kariesvorbeugung.

Das zahlt die AOK:

Die AOK trägt die Kosten für die Früherkennungsuntersuchungen und zusätzlich vom 6. bis zum vollendeten 33. Lebensmonat die Kosten für die Fluoridlackbehandlung zweimal pro Kalenderhalbjahr.

Zahnvorsorge für Schulkinder

Ab dem 6. Lebensjahr sollten Kinder mindestens zweimal im Jahr zur Vorsorgeuntersuchung zum Zahnarzt gehen. Die großen Backenzähne mit zerklüfteter Oberfläche sind besonders kariesgefährdet. In ihren Rillen und Vertiefungen, den sogenannten Fissuren, sammeln sich oft Bakterien. Die Fissurenversiegelung ist ein wirksames Mittel dagegen.

Das zahlt die AOK:

Die AOK übernimmt die Kosten für die Zanversiegelung der Backenzähne bis zum 18. Lebensjahr vollständig.

Zahnfüllungen bei Karies

Stellt der Zahnarzt Karies fest, sollte diese beseitigt werden. Dafür entfernt der Zahnarzt den kariösen Bereich des Zahnes und füllt das Loch mit einem plastischen Material. Für die Frontzähne verwendet er dabei aus ästhetischen Gründen zahnfarbenen Kunststoff. Im Backenzahnbereich gibt es unterschiedliche Füllungsmaterialien: Amalgam und verschiedene Kunststoffe (Komposite).

Das zahlt die AOK:
Bei Kindern unter 15 Jahren übernimmt die AOK bei medizinischer Indikation die Kosten für zahnfarbene Kunststofffüllungen.

Korrektur von Zahnfehlstellungen

Befindet sich ein Zahn außerhalb der idealen Zahnbogenform, kann dies nicht nur ästhetisch auffällig sein, sondern auch sehr störend wirken. Eine Zahnfehlstellung kann sowohl im Ober- als auch im Unterkiefer auftreten, entweder, weil sie vererbt oder erworben wurde. Um Problemen beim Sprechen, Beißen und Kauen vorzubeugen bzw. diese zu beseitigen, ist eine Korrektur der Zahnfehlstellung anzuraten.

Das zahlt die AOK:

Für Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres übernimmt die AOK die Kosten für die Korrektur einer Fehlstellung. Kosten, die über das Maß des Notwendigen hinausgehen, sind selbst zu tragen.

Bei der kieferorthopädischen Behandlung übernimmt die AOK zunächst 80 Prozent der Kosten. Die verbleibenden 20 Prozent müssen Sie vorübergehend als Eigenleistung aufbringen. Nach erfolgreichem Behandlungsabschluss erstattet die AOK diese Eigenleistung. Am Ende der Zahnbehandlung bestätigt der Kieferorthopäde deren erfolgreichen Abschluss und Sie legen die Belege Ihrer AOK zur Erstattung des Eigenanteils vor.

Sollten sich in einer Familie zwei oder mehr Kinder gleichzeitig einer kieferorthopädischen Behandlung unterziehen, übernimmt die AOK von Anfang an für das zweite und jedes weitere Kind 90 Prozent der Kosten – Ihr vorläufiger Eigenanteil sinkt also um die Hälfte.

Faktenbox: Wer zahlt die Zahnspange?

Ihr Kind benötigt eine kieferorthopädische Behandlung. Was übernimmt die AOK, was müssen Sie selbst zahlen? Ein Überblick in der AOK-Faktenbox.

Kieferorthopädische Behandlung: Zahlt die AOK die Zahnspange für mein Kind? (PDF, 125 KB)

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