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Gebärdensprachdolmetscher bei medizinischen Behandlungen

Beim Arztgespräch sind gehörlose und schwerhörige Patienten auf die Unterstützung eines vertrauten Familienmitglieds oder eines Gebärdensprachdolmetschers angewiesen, um sich über die Notwendigkeit, den genauen Ablauf und die möglichen Risiken einer medizinischen Behandlung umfassend informieren zu können. So unterstützt die AOK Gehörlose.

So können Sie einen Gebärdensprachdolmetscher in Anspruch nehmen

Sie haben Anspruch auf einen Gebärdensprachdolmetscher bei medizinischen Behandlungen, wenn Sie in Ihrem persönlichen Umfeld mit der Gebärdensprache kommunizieren und:

  • gehörlos (taub geboren oder bis zum siebten Lebensjahr ertaubt),
  • hochgradig schwerhörig oder
  • vollständig ertaubt (ab dem siebten Lebensjahr) sind.

Begleiten gehörlose Eltern ihr hörendes Kind zu einer medizinischen Behandlung, können sie die Unterstützung eines Gebärdensprachdolmetschers ebenfalls in Anspruch nehmen.

Diese Leistung übernimmt die AOK

Für ihre Versicherten übernimmt die AOK die Kosten für den Einsatz eines Gebärdensprachdolmetschers unter anderem in folgenden Fällen:

  • beim Arztbesuch
  • beim Zahnarztbesuch
  • bei ärztlich verordneten Therapien (wie Logopädie, Psychotherapie)
  • bei der Physiotherapie beim ersten und letzten Termin oder bei Behandlungswechsel
  • bei ambulanter Behandlung im Krankenhaus
  • bei stationärer Behandlung im Krankenhaus
  • beim Arztbesuch der hörenden Kinder (zum Beispiel ein Kinderarztbesuch), wenn Eltern gehörlos sind
  • bei Schwangerschaftsgymnastik und Rehabilitationssport

Benötigen Sie bei der Kommunikation mit der AOK einen Gebärdensprachdolmetscher? Auch dann übernimmt die Gesundheitskasse die Kosten für den Dolmetschereinsatz.

Bei medizinischen Behandlungen, die nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden, unter anderem kosmetische Behandlungen oder schönheitschirurgische Eingriffe, müssen die Kosten für den Einsatz des Gebärdensprachdolmetschers von Ihnen selbst getragen werden.

Weitere Kommunikationshilfen

Neben der Unterstützung durch einen Dolmetscher können folgende Kommunikationshilfen bei medizinischen Behandlungen eingesetzt werden:

  • Kommunikationshelfer
  • Kommunikationsmethoden wie zum Beispiel Lormen und ertastbare Gebärden
  • Kommunikationsmittel wie grafische Symbol-Systeme oder akustisch-technische Hilfen
  • Schriftdolmetscher
  • Simultanschriftdolmetscher
  • Oraldolmetscher
  • Kommunikationsassistenten
  • Taubblindenassistenten
  • sonstige vertraute Person des Anspruchsberechtigten wie die Angehörigen der Familie, Freunde und hilfsbereite Bekannte

So können Sie den Einsatz eines Gebärdensprachdolmetschers beantragen

Ist die Begleitung eines Gebärdensprachdolmetschers aus Sicht des behandelnden Arztes erforderlich, können Sie ihn sofort beauftragen. Sie muss nicht vorab genehmigt werden. Anschließend beantragen Sie eine Kostenübernahme bei Ihrer AOK:

  • Nach der medizinischen Behandlung erhalten Sie vom Arzt eine Bescheinigung über die Notwendigkeit der Unterstützung durch einen Dolmetscher.
  • Diese Bescheinigung reichen Sie bei der Krankenkasse ein, damit Ihr Anspruch auf einen Dolmetscher geprüft werden kann.
  • Die Krankenkasse erstattet dem Dolmetscher die Kosten für seinen Einsatz.

Weitere Leistungen der AOK

Wenn aus gesundheitlichen Gründen der Haushalt nicht weitergeführt werden kann, hilft die AOK mit einer Haushaltshilfe.
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Wir übernehmen die Kosten für medizinisch notwendige Behandlungen bei einem Arzt Ihres Vertrauens.
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Die AOK übernimmt bei Kindern und Jugendlichen die Kosten für Vorsorge und Behandlung der Zähne.
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