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Mühen Der Ebene

Hallo,

ich halte derzeit in meiner Heimatstadt auch mal wieder einen 'echten' Nichtraucherkurs ab. Fast die Hälfte davon (5 von12) sind Teilnehmer, die nach durchweg mehrjähriger(!) Abstinenz wieder das Rauchen angefangen hatten und sich jetzt erneut abmühen wollen, es wieder loszuwerden. Dieser Effekt ist mir von früheren Kursen nicht unbekannt.

Ist das nicht wirklich ärgerlich? Da hat man den ganzen Mist endlich hinter sich gelassen und nach genügend großem zeitlichem Abstand reitet einen der Teufel und man stolpert wieder in die Falle hinein. Und nur ein Teilnehmer konnte von einem 'Schicksalsschlag' (als Ursache des Rückfalls) berichten. Obwohl auch das nicht unbedingt eine ausreichende Begründung ist (da man ja kein 'Schönwetternichtraucher' sein möchte, der beim ersten Sturmwind rückfällig wird), wäre es wenigstens eine irgendwie nachvollziehbare Begründung. Die anderen konnten nicht mal dies. Es ist 'irgendwie' einfach passiert. Es sind auch die obligatorischen Schwangeren dabei, die die ganze Schwangerschaft und Stillzeit hindurch keine zu rauchen brauchten und pünktlich nach dem Abstillen wieder anfingen. Ich gebe zu, es gibt nach wie vor beim (Nicht-)Rauchen Dinge, die ich nie so wirklich verstehen werde.

Warum ich das schreibe? Liegt wohl auf der Hand. Nach einem Jahr bekommt jeder hier im Forum von Lucki eine 'Urkunde', in der steht, dass man nun 'gesicherter Nichtraucher' sei. Dies deckt sich auch mit der Meinung vieler Fachleute, die spätestens nach einem Jahr davon ausgehen, dass man 'über'n Berg' sei.

Das stimmt auch für die 'Demütigen' aber es stimmt nicht für die 'Gedankenlosen'.
Ich glaube, aus den Schilderungen auch den Schluß ziehen zu können: wer sich sein Nichtrauchen 'erkämpft' und viel über sich dabei gelernt hat, der wird diese Zeit nie vergessen und trägt quasi seine 'Impfung' in sich. Wer ohne große Auseinandersetzung relativ mühelos aufhören konnte, der scheint bereits ein 'Kandidat des Teufels' zu sein.

Wenn das Suchtgedächtnis in Ihnen nämlich eines kann, dann ist das 'warten'. Es gibt erst beim Tod auf. 'Über den Berg sein' ist bereits 'vor dem nächsten Berg sein'. Ich hatte mal an Marlene(Lulusonne) über die 'Mühen der Ebene' geschrieben: nicht nur die Kämpfe am Anfang des Nichtrauchens sondern auch die 'langweilige' Alltäglichkeit der Zeit danach, stellen anscheinend eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar.

Freundliche Grüße vom AOK-Experten Klaus Zytar

Hallo Herr Zytar,

es ist traurig zu lesen, dass in Ihrem Kurs wieder viele Exraucher sind, die rückfällig geworden sind. Was mich schon immer zum nachdenken gebracht hat, aber ich bisher keinen vernünftigen Grund gefunden habe ist dies, warum werdende Mütter sofort während der Schwangerschaft und der Stillzeit mit dem Rauchen aufhören können und dies anscheinend überwiegend ohne größere Probleme und danach wieder mit dem Rauchen beginnen. Wo ist der Unterschied während der Schwangerschaft und danach, wenn der Säugling aus dem gröbsten heraus ist. Meiner Meinung nach wird das Kind doch ebenfalls damit konfrontiert, auch wenn die Mutter nicht in seiner Nähe raucht. Die Kleider stinken nach Rauch, die Mutter eventuell auch und das alles bekommt das kleine Kind ja auch mit. Wenn auch noch nicht bewusst, aber ich denke es prägt. Also wenn ich dem Kind nicht schaden will, dann sollte das Rauchen für immer und ewig tabu sein. Ok, ist leichter gesagt wie getan.

Was mich aber auch nachdenklich macht, dass viele wie Sie sagen einfach so ohne trifftigen Grund wieder mit dem Rauchen begonnen haben. Hier wäre vielleicht auch interessant, wie lange Ihre Kursteilnehmer im Schnitt rauchfrei waren.

Aber eines kann ich bestätigen. Auch nach über sechs Jahren, wo ich nun nicht mehr rauche reitet mich der Teufel, weshalb ich plötzlich den Gedanken spüre, jetzt eine rauchen, das wäre ok. Aber zum Glück konnte ich bisher immer dagegen ankämpfen, was jetzt vielleicht schlimmer klingt, wie es ist. Weil ein wirklicher kampf ist es zum Glück nicht mehr.

In diesem Sinne wünsche ich allen Nichtmehr Raucher und denen, die es werden wollen, alles Gute und das Beste auf diesem wohl nie endenden Wege.

Gruß Mani

Ich bin dabei es online mit den Briefen zu machen. Gemsichte Gefühle aber nach dem dritten Brief schmeckt sie immer weniger.. Am 24 ist der Aufhörtag. Ich glaube es ist besser so und werde es wissen wenn ich es schaffe: die ersten 24 h und die nächsten.

Hallo Mani,

 

die Bandbreite geht von 2einhalb bis über 8 Jahre.

 

Immerhin - denn Ihre Argumentation hatte ich fast genauso geäußert - es gibt wohl immer mehr ein schlechtes Gewissen bei den Rauchern: in der Wohnung wird so gut wie nicht mehr geraucht (zumindest bei den Müttern). Die große Mehrheit geht auf den Balkon oder vor die Tür oder hat nur noch ein 'Raucherzimmer'.

Allerdings kann dies auch eine 'verzerrte Population' sein, denn alle hatten sich natürlich schon eine zeitlang mit dem Aufhörgedanken getragen und da nimmt man bereits Einschränkungen beim Rauchen vor.

 

Und bei aller zunehmenden Rücksicht gegenüber den Kindern - das schlechte Vorbild bleibt. Es sind einige darunter, deren Kinder schon über 18 sind und die sich beklagten, dass ihre Kinder (trotz Ermahnungen, es ihnen nicht gleich zu tun) auch bereits mit dem Rauchen angefangen haben.

Bleibt das Prinzip Hoffnung, dass das jetzige Gegenbeispiel dieser Eltern mittelfristig vielleicht doch Früchte trägt.

 

Freundliche Grüße vom AOK-Experten Klaus Zytar

Hallo Herr Zytar,

ich habe mit viel Aufmerksamkeit Ihren Artikel gelesen und habe festgestellt, es trifft so einiges auch auf mich zu. Vorallem als ich Schwanger war, die ganze Schwangerschaft und auch bald ein Jahr danach keine Zigarette angerührt, kann Ihnen aber auch nicht sagen was mich dann wieder geritten hat den ersten Klimmstengel wieder anzuzünden. Nur soviel man ist davor nicht gefeilt.

Auch jetzt nach meinem schweren Unfall (ist heute genau 441 Tage her) kommen immer noch die Gedanken, eine könnste, nee doch nicht, oder doch, nee, dann geht der ganze Mist wieder von vorne los. Als zusammenreißen und durch. Ist verdammt schwer, auch noch nach 1 Jahr. Und so schön wie die Experten sagen, nach einem Jahr ist man ein gefestigter Nichtraucher, ist von meiner Sicht aus Quatsch, entweder sind die Experten alle Nichtraucher (schon ihr ganzes Leben lang) oder sie haben selbst noch nicht versucht mit dem Rauchen aufzuhören wenn sie Raucher sind. Es gehört nämlich wirklich ein sehr starker Wille dazu nicht wieder zur Zigarette zu greifen. Und manchmal macht einem der innere Schweinehund sehr zu schaffen.

 

Aber ich sage mir, denke positiv, am Sonntag gibts ne große Fete, ihr seit alle eingeladen zu meinem 444 NMR-Tag.

 

Und Herr Zytar, danke für ihre Beiträge, sie sind immer sehr hilfreich.

 

LG Marion

 

Ja Herr Zytar,es ist sicher sehr ärgerlich,wenn man den ganzen Mist hinter sich gelassen hat und man tappt nach langer Zeit wieder in dieselbe Falle...und doch kann ich es mir auch nicht vorstellen, dass es einfach passiert rückfällig zu werden?!


Gedankenlosigkeit ist sicher der Hauptgrund wie sie sagen... ...und es trifft ganz sicher auf Die zu, die mühelos aufhören konnten, aber das geht nur einmal so, beim nächsten Anlauf haben es genau diese Leute viel schwieriger...denk ich mir!


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Was mich schon immer zum nachdenken gebracht hat, aber ich bisher keinen vernünftigen Grund gefunden habe ist dies, warum werdende Mütter sofort während der Schwangerschaft und der Stillzeit mit dem Rauchen aufhören können und dies anscheinend überwiegend ohne größere Probleme und danach wieder mit dem Rauchen beginnen. Wo ist der Unterschied während der Schwangerschaft und danach,

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Hallo Mani:)

Tja als Mann kann man das sicher noch weniger nachvollziehen, wie ich als Frau:-)))

Wie Herr Zytar so schön beschreibt,wenn das Suchtgedächtnis nämlich eines kann, dann ist es warten.


Als ich schwanger war, hab ich auch nicht geraucht, allerdings genau aus dem Grund wegen meinem Baby...es fiel mir zu Anfang sicher schwer,allerdings wollte ich meinem Kind nicht schaden...ähem, dass ich mir selber damit auch schaden konnte, dass war mir da allerdings auch noch nicht klar ( ich war schließlich süchtig) sollte darf man nicht vergessen, die Sucht macht einen anderen Menschen aus uns!!!

Mein Suchtgedächtnis verlangte nach der Geburt auch prompt wieder , gefüttert zu werden ,ich gab auch anstandslos nach, denn ich wollte ja:)

 

@Marion,ich glaube auch dass die sogenannten Experten alle Nichtraucher sind:-) Und doch ist jeder ein Individium,deshalb richte ich mich weniger nach den Statistiken.

Glückwunsch noch nachträglich Strickliesel 444 ist eine schöne Zahl:-))))

 

Ach, nur mal eine kleine Frage am Rande...Herr Zytar haben sie mal geraucht?

 

Einen schönen Tag Allerseits

LG Silvia

Moin zusammen,

 

 

meines Erachtens sollte man lieber von den unterschiedlichen Ebenen der Mühen sprechen.

 

Dem einen fällt es halt leichter aufzuhören (weil insgesamt weniger geraucht oder mental da nicht so drauf fixiert, weil nicht wirklich wichtig)…

dem anderen fällt es sehr viel schwieriger, weil insgesamt viel mehr geraucht und die Fixierung auf  das Suchtmittel ganz anders zu bewerten sein wird.

 

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt so ziemlich in die Nesseln setze….:

schwangere Frauen sind sowieso schon mal was Besonderes. Der Hormonhaushalt einer Schwangeren stellt sich ganz anders da als im Normalfall. Dazu das Bewusstsein, da wächst was heran… das besondere Schutzbedürfnis etc. etc. Will damit sagen, dass alles der Schwangerschaft untergeordnet ist.

 

Nach der Schwangerschaft ist dann nicht nur der Bauch weg, sondern auch alles andere und das eigene Ego rückt wieder in den Vordergrund.

 

Nach einem Jahr soll man gefestigter NMR sein.

Mag ja stimmen. Jedenfalls gefestigter als zu Beginn des NMR. Das heißt aber noch lange nicht, dass der Begriff „gefestigt“ gleichbedeutend mit „über den Berg“/ „ = geheilt“ ist.

 

Über Alkoholiker sagt man, dass diese ihr ganzes Leben süchtig bleiben. Ein kleines Stück Mon Cherie (mir fiel jetzt gar nicht besseres ein) kann sie wieder in alte Verhaltensmuster zurückfallen lassen.

 

Und nicht anders sieht es mit NMR aus: Ein Zug an einer Zigarette reicht aus, um aus einem NMR wieder einen Raucher zu machen.

 

Ist es das wert?

 

Alles das, was man sich bisher mühsam aufgebaut und erarbeitet hatte, ist mit einem vermeintlich genussreichen Zug an einer Zigarette dahin. Und nur die wenigsten unter uns sind in der Lage, dies nur als kurzfristigen Ausrutscher hinzunehmen.

 

Die meisten beginnen eine neue Raucherkarriere, (Man ist dann das, was man vorher mit starken Worten überwiegend abwertig beurteilt hat: Ein Raucher!!!!)

um dann über kurz oder lang wieder hier zu landen, sich bemitleiden zu lassen und mit viel Mühe zu versuchen, den Status zu erreichen, den sie hier mal innehatten.

 

Ist es das wert?

 

Guter Typ von mir, wenn es euch überfällt und der Suchtdruck zu stark wird:

 

Nehmt Euch die Zeit und macht Euch vor dem Anzünden einer Zigarette die Mühe und lest eure eigenen Beiträge hier durch und das, was ihr alles zum Rauchen/ NMR hier geschrieben habt! Ist das alles nun Blödsinn?

Wenn ihr diese Frage dann mit Ja beantworten könnt, ja dann…

 

…. ja dann ist euch auch nicht mehr zu helfen.

 

Grüsli

Wolfgang, 317 c* (gemacht mit Willen, wollen, getrieben und getrieben worden, mit Zähne zusammenbeißen, gekärchert oder einfach nur machen.

(Wie gesagt: unterschiedliche Ebenen der Mühen)   :-) 

 

Hallo Herr Zytar,

Sie können aber auch von erfolgreichen Nichtmehrrauchern berichten, einer davon wäre ich z.B.

Ich habe nie wieder eine Zigarette angefasst, seitdem ich damals am 01.09.2005 ausgestiegen bin. Und ich bin Stolz darauf bis heute, trotz allem Stress und aller Probleme, nicht wieder angefangen zu haben. Ich sage mal einfach, ich habe es geschafft.

Und wenn ich das geschafft habe, dann kann das jeder schaffen.

Mit rauchfreien und freundlichen Grüßen

bauschutt Uwe *mehr als 8 Jahre*

Hallo Uwe,

 

quasi aus dem Nichts tauchen Sie auf und verbreiten Wiedersehensfreude ;-)

Dazu kommen noch Botschaften, von denen ich gerüchteweise glaubte, sie gehörten der Vergangenheit an. Schön, dass das alles Makulatur ist und Sie nach wie vor unser 'Vorzeigenichtmehrraucher' sind. Ich hoffe und wünsche, dass auch Ihr sonstiges Leben wieder halbwegs im Lot ist.

 

Vielleicht lassen Sie bis zum nächsten Hallo etwas weniger als zweieinhalb Jahre vergehen ... ;-)

 

Herzliche Grüße vom AOK-Experten Klaus Zytar

Lieber Herr Zytar,

 

ich kenne weder die Botschaften noch die Gerüchte nicht, die sie erreichten.

Hoffentlich waren diese nicht allzu übertrieben, denn Sie haben sich ja ein paar Gedanken darüber gemacht. Und das soll ja schon was heißen.

 

Gut, ich habe mein Leben wieder halbwegs im Griff, na klar, bin ja ein "Steh-auf-Männchen" und ich kämpfe darum, mir meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Hier und da gibt es ein paar Nackenschläge, ok, so weit so gut. Gäbe es diese Nackenschläge nicht, wäre das Leben wohl langweilig und zu sehr geordnet. Ich fühl mich gut. Mir geht es einfach gut.

 

Zu klagen wäre einfach nur billig und unangemessen.Und dafür habe ich keinen wirklichen Grund. Ich komme zurecht.

 

Icxh verspreche Ihnen hier ab und zu mal reinzuschauen, hier und da mal einen Kommentar zu hinterlassen und wenn es sein muss auch mal den einen oder anderen an die Nettikette zu erinnern.

 

Ich freue mich darüber, diesen Schritt gestern abend doch gegangen zu sein... Ich habe mich lange dagegen gewehrt. Ich denke, Sie verstehen das.

 

Herzliche Grüße an Sie vom alten Dino und "Goldfasan"

bauschutt Uwe

 

 

Zitat:

Ich glaube, aus den Schilderungen auch den Schluß ziehen zu können: wer sich sein Nichtrauchen 'erkämpft' und viel über sich dabei gelernt hat, der wird diese Zeit nie vergessen und trägt quasi seine 'Impfung' in sich. Wer ohne große Auseinandersetzung relativ mühelos aufhören konnte, der scheint bereits ein 'Kandidat des Teufels' zu sein.

 

Das macht mir jetzt aber ganz schön Angst. Ich hatte zwar auch kleiner Problemchen aber im großen und ganzen kämpfte ich mehr mit der Gewohnheit als mit Sucht. Bisher kein Rückfallschmacht - eher Gelegenheiten. Situationen, in denen ich sonst schon  mal eine geraucht hatte. Es fällt auf und man muss sich am Riemen reißen aber Kampf bis aufs Messer ist es nicht.

 

Sitze ich deshalb schon wieder halb auf Teufels Schüppe???? Das finde ich eine gruselige Vorstellung. Ist ja fast, als zählte mein NMR gar nicht - weil zu leicht gefallen.

 

Da muss ich doch jetzt erstmal über den Stellenwert des Rauchens und des Nichtrauchens nachdenken.

 

grübelnde Grüße

Nebelmel

Hallo Melanie,

 

'erstmal über den Stellenwert des (Nicht)Rauchens nachdenken' ist ein richtiger Vorsatz. Erschrecken wollte ich Sie nicht aber wenn ich sie ein kleines bißchen 'wachgerüttelt' habe, so schadet das sicherlich nicht.

 

Damit wären Sie nämlich bereits dabei, dem Teufel wieder von der Schippe zu springen (für den Fall, dass Sie überhaupt bereits draufgesessen hätten).

 

Lieber ein bißchen zuviel Angst vorm Rückfall haben ist besser als nach dem Motto 'Ich weiß gar nicht, was die alle haben ...' zu leben und nach Jahren(!) wieder dabei zu sein.

 

Bloß keine Panik aber auf der Hut sein - das kann auf keinen Fall schaden.

 

Freundliche Grüße vom AOK-Experten Klaus Zytar

Klasse Kommentar vom Experten Herrn Zytar.

Eigentlich habe ich nix anderes erwartet !!! Wie immer, souverän...

 

bauschutt Uwe *Dino*

...

Guten Morgen liebe Nebelmel,

Puh, sich Gedanken über den Stellenwert zum Rauchen und des Nichtrauchens zu machen...kann Jahre dauern:)

 

Es sollte dir allerdings keine Angst machen,warum denn? Zum einen muss ich dir erstmal sagen , dass es gut ist ,dass du es nicht als Kampf siehst,weil das macht alles Doppelschwer. Die sogenannte Sichtweise!

Zum Anderen sagst du , dass du mehr mit deiner Gewohnheit kämpfst,als mit der Sucht? Aber ist das nicht alles mit einander verkoppelt?

 

Rückfallschmacht , wie du ihn nennst, den hat man auch irgendwann nicht mehr...für mich der körperliche Entzug, der ist Gott sei Dank in den ersten Tagen vorbei.

Der psychische Entzug kann sehr sehr lang dauern und damit sollte man sich intensiv mit auseinandersetzen!

Es ist wirklich wichtig, zu wissen, was es mit dieser Sucht auf sich hat. Wer sich intensiv damit auseinandersetzt, hat durchaus einen Vorteil, auch in besonders schwierigen Situationen zu wissen, warum es grade so ist und wie man damit umgeht. Man ist dadurch auch viel aufmerksamer und ganz so leicht tappt man dann auch nicht mehr in die Fallen, die ja durchaus immer wieder mal auf dem NMR-Weg auftauchen können.

 

Hmm, natürlich sitzt du jetzt nicht auf Teufels-Schüppe , aber so einen kleinen Wink, Anstubser braucht man tatsächlich hin und wieder mal...einfach nur damit man es auch nicht so einfach als Selbstverständlichkeit abtut.

 

 

Auszuhalten, anstatt zu verändern ist meist der Knackpunkt bei der Suchtbewältigung, durch den die letztendliche wirklich fühlbare ZuFRIEDENheit auf der Strecke bleibt und die Sehnsucht den Wunsch nach Wirkung, die jedes Suchtmittel suggeriert, aufrecht erhält und den Lernprozess drosselt.

Emotional schwierige Situationen möchte ich auch noch heute gerne mit dem Giftstängelchen im Nebel versenken, denn das Aushalten kann oft so weh tun, es passiert nicht mehr all zu oft,aber es kam die letzten Tage vor und da wurde mir bewusst, dass es sicher immer Berge geben wird!

Irgendwann ist NMRauchen Alltag,für Jedermann der es angeht,aber selbst dann muss man immer auf sein Bauchgefühl achten...

 

Ich bin jedenfalls froh dass du kein Kampf bis aufs Messer führen musst, bleib weiterhin schön zuversichtlich:-)

 

Lg Silvia

 

Hallo Uwe, ich knuddel dich ganz dolle und freue mich wirklich sehr, dass du trotz allem nicht rauchst. Respekt und Schulter klopfen.

Ja immer auf der Hut sein und die frische Luft geniesen. Ich atme auch gern mal eine Rauchwolke, wenn ich mit Rauchern zusammenstehe. Aber ich sage mir immer wieder, zum Glück muß ich das nie wieder. Ich geniese meine rauchfreie Zeit, ich glaub es werden 3 Jahre. Und ich hab viel geraucht und hätte nie gadacht dass ich es schaffe. Ich danke nochmal diesem Forum. Das dumme ist,dass man viel Geld für die Zigaretten ausgibt, aber kein Geld ausgeben will, damit man nicht mehr raucht.

Und an die Noch- Raucher: Ich schäme mich heute noch sehr, dass meine Kinder mit Rauchersachen in die Schule mußten. Ich rauchte leider in der Küche und der Qualm war überall. Aber als Raucher hab ich das nie so gerochen. Ich rümpfe die Nase vor kaltem Rauch, denn der stinkt.

Belohnt euch immer mal für das Nichtmehrrauchen und geniest euer neues, hustenfreies Leben. Es lohnt sich!

Es grüßt Birgit

 

Guten Morgen

na dann will ich das ganze noch mal von der anderen Seite beleuchten.Vieleicht kommt es mir nur so vor oder ich bin ein Jammerlappen, aber ich habe mich richtig geqäult, so doll das ich mehr als einmal drann war Kippen zu holen. Habe Tage dabei  gehabt, mal eben 5 T-Shirts gebraucht, weil durgeschwitzt.Und dann die Nächte die man nich durchschläft, ind den ersten 3 Wochen hatte ich keine Nacht wo ich mehr wie 2 h am Stück geschlafen habe. Geht jetzt wieder besser.

In der Zeit hab ich mich öfters gefragt, ob es nicht einfacher wäre, sich einfach wieder eine anzustecken. Nein wäre es nicht, weil man danach damit fertig werden muss, das man versagt hat.Ich wüsste nicht ob ich dei Kraft hätte es so nochmal durchzuziehen.

 

Grüsse aus dem Pott

Holger42c

Hey Holger,

was ist daran Jammerlappig, seinen Entzug zu fühlen???? Das ist doch Quatsch. Ich vermute, jeder Körper nutztt andere Wege, das Gift auszuscheiden, daher gibt es verschiedene Entzugserscheinungen.

 

Wichtig ist, dass einem klar ist, dass es Entzug ist und nicht Strafe, Gemeinheit oder persönliche Schwäche!

 

Ich habe auch nur wenig geschlafen und stark geschwitzt. Allerdings ist das seit Jahren so und daher wars nicht so ungewohnt. Man hatte halt eine etwas schlechtere Zeit aber man wusste ja, es geht vorüber.

Jetzt gucke ich stolz zurück auf die 10 Wochen und freue mich auf jeden weiteren Meilenstein.

 

Versenk bitte einen Gruß in die Heimaterde und klopf dir auf die Schulter für das, was du schon durchgezogen hast!

 

lg Nebelmel

Hai Holger,

 

neee, nur weil Du dich durchgekämpft hast mit allen Höhen und Tiefen, bist Du noch lange kein Waschlappen.

Da muss Mensch erstmal durch um überhaupt mitreden zu können. Es gibt halt Menschen, die machen das so nebenbei und es gibt Menschen, die haben gerne geraucht und waren voll dabei, denen fällt es nicht so leicht. Ich weiss nicht, ob es bekannt ist, ich habe damals 2004 pro Tag ein Paket Van Nelle Halfzware Shag selbstgedreht ohne Filter geraucht. Ich sollte mir selbst aufzeigen, wann, wo und zu welchen Anlässen ich geraucht habe, zudem auf Filterziggis umsteigen um die Nikotinbelastung zu reduzieren. Anfangs habe ich dann 75 HB´s pro Tage verqualmt. Nach einem halben Jahr bin ich dann bei 18 Lucky Strikes Light gelandet und mein Ausstiegsdatum war erreicht... Ich war bestimmt zu der Zeit das ein oder andere Mal ein Jammerlappen, aber niemals ein Weichei oder Warmduscher !!! Ich habe mein Ziel vor Augen gehabt und mich nach jedem Erreichen der Etappe belohnt in Form von CD´s, LP´s oder sonstigen Sachen, die ich mir sonst nie gekauft hätte. Das waren meine Belohnungen...

 

Den Schmachter, sich mal wieder eine anzustecken, den wirst Du immer haben. Ich hatte heute erst wieder einen solchen Schmachter. Nach langer langer Zeit... Ich kann Dir nicht sagen, warum. Ich habe auch keine unnormale Situation gehabt, ich hatte einfach nen Jap auf ne Ziggi... Ist in meinem Stadion natürlich kein Problem mehr darüber hinweg zu kommen, aber wenn ich mir vostelle, in den ersten 3-4 Wochen... Das kann dann doch schon zum Problem werden...

 

Du siehst, auch nach mehr als 8 Jahren bin ich nicht befreit davon. Nur ich kann inzwischen völlig locker damit umgehen...

 

Also, halt weiter durch, sei lieber einmal mehr Waschlappen als immer und ewig Weichei und Warmduscher !!!

DU schaffst das !!!! tschakka tschakka tschakka !!!

 

Grüße aus Pot-sdam in den Pott

bauschutt Uwe <-- hat alles erreicht und abgeräumt hier :-)

Guten Morgen,

a ja, wir haben schon wieder Morgen, und ich sitzte schon wieder hier, egal.

Vielen Dank für eure Rückmeldungen ist immer wieder schön zu sehen, das man nicht allein rackert.

 

@ Melanie,

dein Gruss wird bei Gelegenheit weitergeleitet, ich denk mal, wenn nachher der Hund dran ist.

 

@ Uwe,

so vom qualmen her waren wir fast auf einem Level. 70 hab ich am Tag auch durgehauen, und dabei nicht gefragt, was ob gedreht oder gestopft.Gerne hab ich nur teilweise geraucht, manchmal war es nur Langeweile.

 

Grüsse aus dem Pott

Holger 45c

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