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Früher zur Früherkennung – Darmkrebsvorsorge rettet Leben

Seit Einführung der Darmkrebsfrüherkennung 2002 ist die Zahl der Neuerkrankungen zwar stark zurückgegangen. Denn die rechtzeitige Inanspruchnahme einer Koloskopie macht es möglich, dass der Krebs gar nicht erst entsteht, indem gutartige Wucherungen im Darm (Polypen) erkannt und gleich entfernt werden können, bevor sie sich zu einem bösartigen Tumor entwickeln.

AOK Nordost und KV Brandenburg schließen Vertrag

Potsdam, 27.10.2017. Darmkrebsvorsorge rettet Leben, denn früh erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut. Die AOK Nordost senkt deshalb das anspruchsberechtigte Alter für die Darmkrebsfrüherkennung bei Männern auf 40 Jahre und bei Frauen auf 45 Jahre. Die Gesundheitskasse hat dazu einen entsprechenden Vertrag mit der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg geschlossen.

„Wir wollen unsere Versicherten noch mehr für die Darmkrebsvorsorge sensibilisieren. Dieses erweiterte Beratungs- und Versorgungsangebot ist nicht nur für Menschen mit familiärer Vorbelastung sinnvoll. Es sollte von jedem Einzelnen möglichst früh in Anspruch genommen werden“, so Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost.

Seit Einführung der Darmkrebsfrüherkennung 2002 ist die Zahl der Neuerkrankungen zwar stark zurückgegangen. Denn die rechtzeitige Inanspruchnahme einer Koloskopie macht es möglich, dass der Krebs gar nicht erst entsteht, indem gutartige Wucherungen im Darm (Polypen) erkannt und gleich entfernt werden können, bevor sie sich zu einem bösartigen Tumor entwickeln. Bei frühzeitigem Erkennen von Darmkrebs besteht eine Heilungschance von um die 90 Prozent. Dennoch nimmt im Schnitt nur jeder achte bei der AOK Nordost versicherte anspruchsberechtigte Mann und sogar nur jede zehnte Frau dieses sinnvolle Vorsorgeangebot in Anspruch.

Gesetzlich geregelt ist bisher, dass Männer und Frauen eine erste Darmspiegelung mit 55 Jahren vornehmen lassen können. Voraussichtlich ab Ende 2018 wird dies zumindest für Männer auf 50 Jahre gesenkt. Hierzu muss der Gemeinsame Bundesausschuss für Ärzte und Krankenkassen noch eine entsprechende Entscheidung fällen. Wer aufgrund familiärer Vorbelastung oder akuter Beschwerden eine Untersuchung benötigt, wird selbstverständlich unabhängig vom Alter untersucht.

Das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, nimmt jedoch schon ab dem 40. Lebensjahr zu. Männer sind unter anderem aufgrund ihres Gesundheitsverhaltens eher betroffen als Frauen, da sie beispielsweise mehr Tabak, Alkohol und rotes Fleisch konsumieren. Übergewicht und Bewegungsmangel sind weitere allgemeine Risikofaktoren. Bundesweit erkranken im Schnitt jährlich 63.000 Menschen an Darmkrebs, und 26.000 sterben daran. (Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum)

MUDr./ČS Peter Noack, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg erläutert: „Die Darmkrebsvorsorge ist leider immer noch für viele Menschen ein Tabu, über das man nicht gerne spricht. Ich finde es richtig, schon jüngeren Menschen eine Vorsorge anzubieten. Denn Darmkrebs macht an Altersgrenzen nicht halt.“

Informationen

www.aok.de/nordost/Leistungen

Unter dem Titel #hosenrunter informiert die AOK Nordost in ihrer Aufklärungskampagne vor allem Männer über das Thema Vorsorge: www.jetzt-hosenrunter.de

Presseinformation vom 27.10.2017 (PDF, 83 KB)

Pressekontakt

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
Gabriele Rähse
Pressesprecherin
Tel.: 0800 265 080 – 22202
E-Mail: presse@nordost.aok.de