Nach der Klinik oder Kinderreha: So geht es zu Hause weiter

Nach einem Krankenhausaufenthalt oder einer Reha sollen Kinder und Jugendliche möglichst schnell wieder in ihren gewohnten Alltag zurückkehren. Die AOK übernimmt die Kosten für die sozialmedizinische Nachsorge, um einen stationären Aufenthalt zu verkürzen oder eine anschließende ambulante Behandlung zu sichern. Es ist eine Leistung, die sich unmittelbar an eine Krankenhausbehandlung oder eine stationäre Reha beim Kind anschließen kann.

Ein Kind spricht zuhause mit einer medizinischen Person. Die sozialmedizinische Nachsorge hilft beim Übergang zwischen Krankenhaus oder Reha und der Familie.© iStock / FG Trade

Inhalte im Überblick

    Das leistet die sozialmedizinische Nachsorge für Kinder nach einer Reha oder einem Klinikaufenthalt

    Wenn chronisch kranke und schwerstkranke Kinder und Jugendliche lange in einer Klinik oder einer Reha-Einrichtung waren, fällt der Übergang in den Familienalltag zu Hause oft schwer. Die sozialmedizinische Nachsorge erleichtert diesen Übergang.

    In die sozialmedizinische Nachsorge können auch Frühchen und Risikogeborene mit ihren Familien einbezogen werden. Die Angebote dienen dem Wohl des Kindes und seiner Familie. Ziel der Maßnahme sind die Sicherstellung der Behandlungserfolge und die Integration des kranken Kindes oder des Frühgeborenen in sein Umfeld.

    Durch die sozialmedizinische Nachsorge kann die Koordinierung der verordneten Leistungen im häuslichen Bereich sichergestellt werden. Diese Koordination umfasst auch die Anleitung und Motivierung der Eltern. Darüber hinaus kann die sozialmedizinische Nachsorge als Hilfe zur Selbsthilfe unterstützend wirken und die Familiensituation stabilisieren.

    Umfang und Dauer der Nachsorge

    Sozialmedizinische Nachsorgemaßnahmen sollten grundsätzlich mindestens sechs Nachsorgeeinheiten umfassen. Davon müssen mindestens drei Einheiten im häuslichen Umfeld erfolgen. Der Höchstumfang beträgt in der Regel 20 sozialmedizinische Nachsorgeeinheiten, die innerhalb von sechs bis zwölf Wochen zu erbringen sind. Eine sozialmedizinische Nachsorgeeinheit beträgt 60 Minuten. Soweit die jeweilige Maßnahme es zulässt, darf eine Nachsorgeeinheit in kürzere Einheiten gestückelt sein.

    Voraussetzung für die Kostenübernahme

    • Die sozialmedizinische Nachsorge wird vom behandelnden Arzt im Krankenhaus verordnet, in der stationären Kinder-Reha-Einrichtung beziehungsweise vom behandelnden Vertragsarzt für Kinder- und Jugendmedizin.
    • Ihr Antrag wird von der AOK geprüft.
    • Das Kind hat nach dem Klinikaufenthalt oder nach der Reha das 14. Lebensjahr, in schwerwiegenden Fällen das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet.
    • Die Leistung ist für die Familien kostenlos, es fallen auch keine Zuzahlungen an.
    Aktualisiert: 17.06.2021

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