Lipödem: Symptome, Diagnose und Behandlung

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Symptome: Woran man ein Lipödem erkennt
Ein Lipödem ist eine chronische Störung der Fettverteilung, die vor allem die Beine und seltener auch die Arme betrifft. Sie ist meist mit erheblichen Schmerzen verbunden und kommt fast ausschließlich bei Frauen vor. Die Fettverteilung ist dabei zwischen Körperstamm (Rumpf) und Gliedmaßen ungleich verteilt, tritt aber symmetrisch an beiden Beinen, Armen oder beidem auf. An den Füßen und Händen kommt das Lipödem nicht vor. Auch Kopf, Hals und das Körperzentrum sind nicht betroffen.
Das Lipödem ist nicht mit Adipositas zu verwechseln, die durch einen übermäßig hohen Fettanteil des Körpers charakterisiert ist, sich auf den ganzen Körper verteilen kann und typischerweise keine Schmerzen verursacht.
Erste Lipödem-Beschwerden treten häufig in Zeiten hormoneller Veränderungen auf – zum Beispiel in der Pubertät, während einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren.
Typische Beschwerden bei einem Lipödem
Man geht heute davon aus, dass das Lipödem grundsätzlich keine fortschreitende Erkrankung ist. Bei etwa zwei Dritteln der Erkrankten bleibt das Lipödem stabil und nur bei einem Drittel nimmt das Volumen der betroffenen Gliedmaßen zu. In diesen fortschreitenden Fällen hat eine Studie aus Spanien einen Zusammenhang mit einer allgemeinen Zunahme des Körpergewichts festgestellt. Zudem wurde beobachtet: Wer abnimmt, kann dadurch oft auch das Volumen der vom Lipödem betroffenen Beine und Arme reduzieren.
Das Lipödem ist immer schmerzhaft. Typische Beschwerden bei einem Lipödem sind Schmerzen bei Druck oder Berührung, Schmerzen ohne erkennbaren Anlass sowie ein ausgeprägtes Schweregefühl in den betroffenen Gliedmaßen. Wenn Sie glauben, ein Lipödem zu haben, sollten Sie das von einer Ärztin oder einem Arzt untersuchen lassen, die oder der sich gut damit auskennt. Hierbei hilft die AOK-Arztsuche. Mit ihr finden Sie beispielsweise Fachärztinnen und Fachärzte mit einer Spezialisierung auf Phlebologie (Venenheilkunde) oder Angiologie (Gefäßheilkunde) oder Fachärztinnen und Fachärzte für Dermatologie (Haut- und Geschlechtskrankheiten) oder Physikalische und Rehabilitative Medizin in Ihrer Nähe.
Die unterschiedlichen Ausprägungen des Lipödems
Auf Basis der äußerlich wahrnehmbaren, unterschiedlich starken Ausprägungen von Lipödemen ist das Krankheitsbild in verschiedene Typen oder Stadien unterteilt worden. Bislang gibt es jedoch keine einheitliche Typisierung der äußerlichen Merkmale. Mittlerweile besteht Einigkeit darin, dass eine äußerlich beschreibende Stadieneinteilung nicht als Schweregradeinstufung verstanden werden kann. Eine Schweregradeinteilung für die mit dem Lipödem verbundenen Beschwerden gibt es bislang nicht.
Da sich die Diagnosekriterien für das Lipödem in den letzten Jahren geändert haben, gibt es bislang keine aktuellen und belastbaren Daten zur Häufigkeit der Erkrankung. Auch die Häufigkeitsangaben anhand älterer Diagnosekriterien sind wenig zuverlässig, da die Erhebungen oft an kleinen und nur eingeschränkt repräsentativen Stichproben durchgeführt wurden.
Mögliche Ursachen
Das Lipödem ist eine Erkrankung, die mit spezieller fachärztlicher Expertise diagnostiziert wird und gut von anderen Krankheitsbildern abgegrenzt werden muss. Obwohl die Krankheit in den letzten Jahren mehr Aufmerksamkeit bekommen hat, ist es weiterhin schwierig, sie von anderen Erkrankungen mit teilweise ähnlichen Beschwerden zu unterscheiden – einen spezifischen Laborwert oder Biomarker, mit dem sich ein Lipödem eindeutig nachweisen lässt, gibt es bisher beispielweise nicht. Die Ursachen für das Lipödem werden derzeit noch erforscht. Fachleute vermuten als mögliche Ursache unter anderem Veränderungen in der Adipogenese, also bei der Bildung und Entwicklung von Fettzellen. Auch Erkrankungen kleinster Blutgefäße (Mikroangiopathien) sowie Störungen des Lymphflusses könnten eine Rolle bei der Entstehung des Lipödems spielen. Da das Lipödem fast ausschließlich Frauen betrifft, nehmen Fachleute an, dass Störungen auf dem X-Chromosom und spezifisch weibliche hormonelle Störungen an der Krankheitsentstehung beteiligt sind. In neueren Studien wurden beispielsweise Genbereiche entdeckt, die mit der äußerlichen Ausprägung eines Lipödems in Zusammenhang stehen könnten. Welcher Mechanismus dabei zum Tragen kommen könnte, ist aber noch nicht geklärt.
Wie sich das Lipödem behandeln lässt
Welche Therapie geeignet ist, sollten spezialisierte Fachärztinnen und -ärzte mit der Patientin besprechen – unter Berücksichtigung des individuellen Leidensdrucks, des Erfolgs bisheriger Therapieschritte und möglicher Nebenwirkungen medikamentöser oder invasiver Behandlungsansätze. Zu den Behandlungsoptionen zählen neben einer umfassenden Patientinnenaufklärung und Lebensstilanpassungen zunächst konservative Therapiemaßnahmen. Wenn sich mit diesen keine hinreichende Linderung der Beschwerden erreichen lässt, ist unter bestimmten Voraussetzungen auch eine operative Behandlung mittels Liposuktion möglich.
Patientinnenaufklärung
Lebensstilanpassungen
Konservative Therapie
Operative Therapie (Liposuktion)
Häufige Fragen zum Lipödem
Lässt sich das Lipödem heilen? Was kann man selbst bei einem Lipödem tun?
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