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Hausstauballergie

Für Nichtallergiker sind Hausstaubmilben harmlos. Anders sieht es bei Menschen mit einer Hausstaubmilbenallergie aus. Hier erfahren Sie, wie Sie sich gegen die winzigen Spinnentierchen zu Wehr setzen können.

Verursacher der Hausstauballergie

Die Hausstauballergie wird durch die im Kot der Hausstaubmilbe enthaltenen Allergene ausgelöst. Hausstaubmilben sind keine Folge von mangelnder Hygiene, denn sie befinden sich das ganze Jahr über in allen Innenräumen und machen im menschlichen Wohnbereich 80 Prozent der gesamten Milbenpopulation aus. Der größte Teil der Hausstaubmilben hält sich im Bett auf Matratze, Kopfkissen und Bettdecke auf. Das Material der Matratze spielt für die Milbenbesiedlung keine Rolle. Aber auch Polstermöbel, Gardinen, Teppiche und Textilien gehören zu ihrem Lebensraum. Hausstaubmilben ernähren sich von menschlichen und tierischen Hautschuppen. Trocknet ihr Kot, zerfällt er und mischt sich unter den Hausstaub. Das Immunsystem von Allergikern reagiert auf den allergenhaltigen Staub mit typischen Symptomen wie Schnupfen und Niesanfällen, Husten, Juckreiz an den Augen und Atemnot.

Optimales Klima für die meisten Milbenarten herrscht bei einer Luftfeuchtigkeit von 65 bis 80 Prozent und einer Temperatur von 20 bis 30 Grad Celsius. In den Monaten Mai bis Oktober vermehren sie sich deshalb am stärksten. In dieser Zeit sind die Beschwerden von Hausstaubmilbenallergikern besonders groß, da sich die maximale Menge an Allergenen angesammelt hat.

Tipps gegen Hausstauballergie

  • Sie können die Matratze, das Oberbett und das Kopfkissen mit einem milben- und allergendichten Überzug (Encasing) umhüllen, der bei mindestens 60 Grad Celsius waschbar ist.
  • Haben Sie oder Ihr Partner eine Allergie gegen Hausstaubmilben, müssen Sie im Doppelbett beide Matratzen mit einem Encasing beziehen. Sonst gelangen weiterhin Allergene aus der nicht umhüllten Matratze in die Umgebung.
  • Encasings gibt es auch fürs Oberbett und Kopfkissen.
  • Eine Alternative zum Encasing ist waschbares Bettzeug. Wichtig ist, dass Decke und Kissen bei mindestens 60 Grad Celsius, besser aber bei 95 Grad Celsius waschbar sind. Damit ein Großteil der Hausstaubmilben abstirbt, sollten Sie das Bettzeug alle vier bis sechs Wochen in die Waschmaschine stecken.

Hausstaubmilben können sich bei hoher Luftfeuchtigkeit (65 bis 80 Prozent) und Temperaturen um 25 Grad Celsius stark vermehren. Da gerade nachts im Schlafzimmer durch Atmung und Schweißabsonderungen eine hohe Luftfeuchtigkeit entsteht, sollten Sie morgens fünf bis zehn Minuten stoßlüften (Fenster weit öffnen). Es empfiehlt sich, insgesamt dreimal täglich zu lüften.

Hausstaubmilbenallergiker müssen Teppichböden nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht mehr unbedingt meiden. Am geeignetsten ist ein kurzfloriger, synthetischer Teppichboden, der den Feinstaub gut festhält. Beim Kauf eines Staubsaugers sollten Sie darauf achten, dass dieser über eine hohe Staubrückhaltefähigkeit verfügt und sich keine Keime und Pilze im Gerät bilden können. Außerdem sollte der Staubsauger mit einem speziellen Feinstaubfilter (HEPA-Filter = High Efficiency Particulate Air-Filter) ausgerüstet sein. Lassen Sie sich am besten im Fachhandel beraten. Staubsauger mit Auffangbehälter (ohne Staubsaugerbeutel) sind für Menschen mit Hausstaubmilbenallergie nicht zu empfehlen, da beim Entleeren Feinstaub und Allergene entweichen können.

Bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben eignen sich auch sogenannte zentrale Staubsaugeranlagen. Der Motor mit Staubbehälter wird zentral im Haus montiert. In den Räumen befinden sich Anschlussdosen, in die Sie dann nur noch den Saugschlauch stecken müssen. Das System hat den Vorteil, dass es den Feinstaub und die Allergene direkt aus dem Haus befördert. Solche Anlagen lassen sich auch nachrüsten. Es gibt sie sogar schon für Etagenwohnungen. Bei einem Umzug lässt sich die Anlage problemlos mitnehmen.

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