Herzinsuffizienz ist in Deutschland ungleich verteilt
Herzgesundheit ist auch eine Frage von Wohnort und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Diese sind in Deutschland sehr ungleich verteilt. Das zeigt der aktuelle „Gesundheitsatlas Deutschland“, den das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) im Vorfeld des Weltherztages Ende September 2026 veröffentlicht hat.
Den Weltherztag hat die World Heart Federation im Jahr 2000 ins Leben gerufen. In Deutschland stellt seitdem die Deutsche Herzstiftung an diesem Tag die Herzgesundheit in den Mittelpunkt. Ziel des Aktionstages ist es, vor allem auf die präventiven Möglichkeiten gegen Herzerkrankungen aufmerksam zu machen.
Ob Herzinsuffizienz, Bluthochdruck oder Herzinfarkt: Regionale Gesundheitsdaten im Gesundheitsatlas Deutschland des WIdO Das WIdO (Wissenschaftliches Institut der AOK) liefert als Forschungs- und Beratungsinstitut der… machen deutlich, dass Menschen in sozioökonomisch benachteiligten Regionen Deutschlands überproportional betroffen sind. „Die Ergebnisse zeigen, dass sich soziale Ungleichheit beispielsweise auch in der Herzgesundheit widerspiegelt“, sagt WIdO-Geschäftsführer Helmut Schröder.
Östliche Bundesländer stärker betroffen
Bei der Häufigkeit der Herzinsuffizienz in den einzelnen Bundesländern gibt es deutliche Unterschiede. Besonders niedrige Krankheitshäufigkeiten weisen Hamburg (3,8 Prozent), Bremen (4,5 Prozent) und Berlin (4,6 Prozent) auf. Den höchsten Herzinsuffizienzanteil verzeichnet Sachsen-Anhalt (8,9 Prozent), gefolgt von Thüringen (8,5 Prozent) und Sachsen (7,9 Prozent). „Einkommen, Bildung und Beschäftigung beeinflussen die Verteilung wichtiger Risikofaktoren und damit auch die Krankheitslast in den Regionen. Präventionsangebote sollten insbesondere dort gestärkt werden, wo die gesundheitlichen Belastungen besonders hoch sind“, so Schröder weiter.
Die Selbsthilfe als vierte Säule im Gesundheitswesen Das Gesundheitswesen umfasst alle Einrichtungen, die die Gesundheit der Bevölkerung erhalten,… unterstützt Menschen mit chronischen Erkrankungen unabhängig von Wohnort oder sozialem Status dabei, den Alltag mit der Erkrankung zu bewältigen. „Das Angebot der Selbsthilfegruppen Viele Kranke und ihre Angehörigen engagieren sich in Selbsthilfegruppen, um Unterstützung bei der… ist unverzichtbar. Sie vermitteln den Betroffenen und ihren Angehörigen eine verständliche Aufklärung und bieten durch den Austausch untereinander die Möglichkeit, vermeidbare Risikofaktoren zu senken und die Lebensqualität trotz Herzschwäche zu stabilisieren", so Claudia Schick, Selbsthilfereferentin im AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… -Bundesverband. Der Gesundheitsatlas könne beispielsweise von Selbsthilfekontaktstellen auch dafür genutzt werden, benachteiligte Regionen mit einer hohen Krankheitslast zu identifizieren und hier das Selbsthilfeangebot für bestimmte Erkrankungen gezielt zu verstärken, so Schick.
AOK unterstützt Betroffene
Um das Risiko für Herzinfarkt oder Herzinsuffizient frühzeitig zu senken, bietet die AOK Menschen mit einer Koronaren Herzerkrankung das Disease-Management-Programm (DMP) KHK an. Mit dem Online-Coach Bluthochdruck verfügt die AOK über ein umfangreiches Online-Programm, das Betroffenen hilft, Ihren Blutdruck wieder in den Griff zu bekommen. Ziel des Programmes ist es, den Blutdruck dauerhaft zu senken, um schwere Folgeerkrankungen des Herzens zu verhindern.