InKONTAKT – Nachrichten aus der Selbsthilfe

Junge Frau, die sich in der heimischen Küche an einem Laptop informiert
Selbsthilfe-News aus der AOK-Welt

Nachrichten aus der Selbsthilfe

An dieser Stelle finden Sie – wöchentlich aktualisiert – selbsthilferelevante Neuigkeiten aus Politik und Gesundheitswesen. Kritik ist übrigens – ebenso wie positives Feedback – ausdrücklich erwünscht. Ob Themenauswahl oder -relevanz, Aktualität oder Verständlichkeit: Unter inkontakt(at)bv.aok.de können Sie uns gerne Rückmeldung geben. 

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Selbsthilfe-News aus der AOK-Welt

  • Rückkehr zur einnahmenorientierten Ausgabenpolitik

    Mit dem Beitragssatzstabilisierungsgesetz, das Bundestag und Bundesrat verabschiedet haben, gilt ab 2027 in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wieder das Prinzip der einnahmenorientierten Ausgabenpolitik. Eine Reaktion darauf, dass seit Jahren die Ausgaben stärker steigen als beitragspflichtigen Einkommen der Arbeitnehmer.

  • Person, die im Supermarkt eine Flasche mit hochprozentigem Alkohol in den Händen hält und darauf blickt

    Tabak, Alkohol, Zucker: Höhere Steuern allein reichen nicht

    Höhere Steuern auf Tabak, Spirituosen und Zuckergetränke können aus Sicht der Selbsthilfe die Prävention stärken. Entscheidend ist, dass daraus echte Verhältnisprävention wird.

  • Unterstützung für Depressions-Selbsthilfe

    Das Projekt „Expedition Depression“ ist eine von verschiedenen Fördermaßnahmen, mit denen der AOK-Bundesverband gezielt die Selbsthilfe rund um das Krankheitsbild Depression unterstützt.

  • Frau mittleren Alters, die entleert aus dem Fenster blickt

    Einsamkeit bei pflegenden Angehörigen gezielt vorbeugen

    Wer Angehörige pflegt, trägt oft über lange Zeit große Verantwortung. Neben körperlicher und psychischer Belastung bleibt dabei häufig wenig Raum für soziale Kontakte. Umso wichtiger sind niedrigschwellige Angebote, die Austausch ermöglichen und Vereinsamung entgegenwirken.

  • Eine alte Dame sitzt auf dem Sofa und schaut in einen Handspiegel. Ihre Tochter steht hinter ihr, beugt sich über ihre Schulter und kämmt ihr dabei die Haare. Beide lächeln.

    Deutlicher Anstieg an Demenzfällen

    Die Zahl der Menschen mit Demenz wird in den nächsten drei Jahrzehnten deutlich steigen. Das zeigen aktuelle Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Aus Sicht des AOK-Bundesverbandes sollte deshalb auch die Selbsthilfe für pflegende Angehörige künftig stärker unterstützt werden.

  • Ein alter Mann im Rollstuhl befindet sich in einer Grünaanlage, hinter dem Rollstuhl steht eine weibliche Pflegefachperson, die sich über die Schulter des Mannes diesem zuwendet.

    Selbsthilfe stärken, Pflegende entlasten

    Die Debatte um die Zukunft der Pflege nimmt weiter Fahrt auf. Nachdem das Bundesgesundheitsministerium den Referentenentwurf für ein Pflegeneuordnungsgesetz vorgelegt hat, reißt die Kritik auch aus der Selbsthilfe an den Plänen nicht ab.

  • Eine Jugendliche sitzt alleine am Straßenrand und schaut neutral in die Ferne, während sie eine Zigarette raucht.

    Mehr Jugendliche rauchen

    Die Zahl der jugendlichen Raucher nimmt wieder zu. Darauf hat die Weltgesundheitsorganisation WHO anlässlich des Welt-Nichtrauchertags hingewiesen. Demnach rauchen weltweit 40 Millionen junge Menschen zwischen 13 und 15 Jahren bereits regelmäßig Tabak. Und auch der Konsum von E-Zigaretten oder Nikotinbeuteln nimmt weiter zu.

  • Pflegende Eltern brauchen mehr Entlastung

    Wenn Pflege mitten im Familienleben stattfindet, entstehen besondere Belastungen. Eltern von chronisch kranken, behinderten oder pflegebedürftigen Kindern brauchen deshalb verlässliche Entlastung und niedrigschwellige Unterstützungsangebote.

  • Weniger Zucker

    Medizinische Fachgesellschaften, die organisierte Selbsthilfe und die AOK begrüßen die von der Bundesregierung angekündigte Zuckerabgabe auf Softdrinks ausdrücklich. Die Bundesregierung plant, die Einnahmen zielgerichtet zu nutzen, um Präventionsangebote beispielsweise in Betrieben und Schulen auszubauen.

  • Foto einer alten Frau, die am Küchentisch sitzt und mit einer Frau mittleren Alters in ein ausgedrucktes Dokument blickt

    Mehr Orientierung für chronisch Kranke in der Pflege

    Die Skepsis gegenüber der aktuellen Pflegepolitik der Bundesregierung ist groß. Angebote wie der AOK-Pflegenavigator und der Familiencoach Pflege bieten Betroffenen direkte Unterstützung bei der Orientierung und Bewältigung des Pflegealltags.

  • Selbsthilfe kritisiert geplantes Entlastungspaket

    Der Selbsthilfe-Dachverband BAG Selbsthilfe hat den vom Bundesgesundheitsministerium jetzt vorgelegten Gesetzentwurf zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) als kurzsichtig und ungerecht beanstandet. Der eingeschlagene Weg sei aus Patientensicht unausgewogen und nicht zukunftsfähig. Auch der Paritätische Gesamtverband kritisierte das geplante Sparpaket. Die Vorschläge seien vor allem Kostenverschiebungen zu Lasten von insbesondere chronisch kranken Menschen.

  • Klimawandel und Infektionskrankheiten: Risiken verstehen, Schutz stärken

    Der Klimawandel wirkt sich zunehmend auf die Gesundheit aus – auch in Deutschland. Neben Hitzebelastungen und Extremwetter rücken Infektionskrankheiten stärker in den Fokus. Das Projekt „Klimawandel und Selbsthilfearbeit“ der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (BAG Selbsthilfe) greift diese Entwicklung auf und stellt Materialien bereit, die Zusammenhänge verständlich erklären und Selbsthilfe-Aktive in ihrer Arbeit unterstützen.

  • Eine junge Frau in Jeans und T-Shirt sitzt auf dem Fußboden. Sie hat die Knie an den Oberkörper herangezogen und umfasst mt der rechten Hand ihren rechten Unterschenkel, mit der linken Hand stützt sie ihren Kopf ab.

    Expedition Depression: Frankfurter Schule gewinnt Kreativwettbewerb

    Das Konrad-Wachsmann-Oberstufenzentrum in Frankfurt an der Oder ist Gewinner des Kreativwettbewerbs „Creative Power – Was gibt dir Kraft?“. Im Mittelpunkt des Kreativwettbewerbs im Rahmen des Projekts „Expedition Depression“ stand die Frage: Was gibt dir Kraft, wenn es schwierig wird?

  • Foto einer Person, die an einem Holztisch sitzt mit Bierglas in der Hand und Zigarette in der anderen. Vor ihr steht ein Aschenbecher. Es ist nur der Berieich der Hände zu sehen.

    Finanzkommission Gesundheit: Bedeutung für die Selbsthilfe

    Die Finanzkommission Gesundheit hat in ihrem ersten Bericht 66 Reformvorschläge vorgelegt, um die gesetzliche Krankenversicherung finanziell zu stabilisieren. Ein Schwerpunkt liegt auf der Prävention, etwa auf höheren Steuern auf Tabak, Alkohol und zuckergesüßte Getränke. Diese Maßnahmen werden von Selbsthilfe- und Fachverbänden als wichtige Schritte zur Vorbeugung chronischer Erkrankungen begrüßt.

  • Diskriminierung belastet die Gesundheit

    Daten des Sozio-ökonomischen Panels zeigen, dass Diskriminierung in Deutschland weit verbreitet ist und messbare Auswirkungen auf die Gesundheit der Betroffenen hat.

  • Foto einer Frau mittleren Alters, die von einem Apotheker bedient wird.

    Halbjahrespauschale bringt Entlastung für einen Teil der chronisch Kranken

    Weniger Arzttermine, gleiche Behandlungsqualität: Ab Juli 2026 erleichtert eine neue hausärztliche Versorgungspauschale den Alltag bestimmter Chronikerinnen und Chroniker.

  • Krankheiten verhindern, bevor sie entstehen

    Politik und Wissenschaft diskutierten auf dem 1. Deutschen Präventionsgipfel am 5. März, wie sich mit Hilfe von Prävention mehr Krankheiten vermeiden, die finanziellen Ressourcen der gesetzlichen Krankenversicherung schonen und das Gesundheitssystem langfristig stabil halten lassen.

  • Impulse für eine Pflegereform

    Um die künftigen Herausforderungen der demografischen Entwicklung zu bewältigen und pflegende Angehörige zu entlasten, muss die Pflege in Deutschland auf mehr Schultern verteilt werden. Mit ihrer bundesweiten Initiative „Pflege vor Ort – für ein pflegefreundliches Deutschland“ gibt die AOK der aktuellen Reformdebatte Impulse für innovative Versorgungsformen. Zudem fördert sie den Ausbau des Selbsthilfeangebotes für pflegende Angehörige.

  • Junge Frai im Rollstuhl, die auf einer sommerlichen Terrasse besorgt in ihre Smartphone blickt

    Selbsthilfe schützt chronisch erkrankte Menschen vor Gewalt

    Gewalt bleibt in Deutschland häufig im Verborgenen – das zeigt die neue Dunkelfeldstudie von Bundesfrauen- und Bundesinnenministerium in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt. Chronisch erkrankte Menschen können in besonderer Weise von Gewalt betroffen sein – etwa durch digitale Anfeindungen oder Abhängigkeiten in Pflege- und Betreuungssituationen.

  • Deutlich mehr Krebsfälle erwartet

    Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat Anfang Februar 2026 bekannt gegeben, dass die Zahl der Krebserkrankungen in den 27 Ländern der Europäischen Union (EU) deutlich gestiegen ist. Seit 2000 sei die Zahl bei Frauen und Männern um etwa 30 Prozent gestiegen. OECD-Schätzungen zufolge ist bis 2040 im Vergleich zum Jahr 2022 ein weiterer Anstieg von 18 Prozent zu erwarten.

  • Foto einer Frau, der ein Glas Wein zugeschoben wird und die dankend mit einer abwehrenden Handgeste ablehnt

    Selbsthilfe stärkt Alkoholprävention

    Selbsthilfeorganisationen leisten einen wichtigen Beitrag zur Prävention von riskantem Alkoholkonsum. Mit niedrigschwelliger Aufklärung, persönlicher Ansprache und Angeboten auf Augenhöhe können sie eine wichtige Stütze für eine wirksame Alkoholpolitik sein.

  • Mentale Gesundheit in Gefahr

    Rund 200 Schülerinnen und Schüler diskutierten Ende Januar beim „Bildungskongress 2026“ über mentale Gesundheit im Bildungssystem. Erneut forderte die Bundesschülerkonferenz als Ausrichterin des Kongresses die Politik auf, die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im Schulumfeld besser zu schützen.

  • Die Influencerinnen Melisa Akdag (mi.) und Janina Nagel (re.) im Gespräch mit Moderator Michael Bernatek auf dem Podium

    Nachschau: Selbsthilfetagung „Gemeinsam gegen Hass“

    Digitale Gewalt und Hasskommentare standen im Mittelpunkt der Selbsthilfe-Fachtagung „Gemeinsam gegen Hass“ des AOK-Bundesverbandes. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten gemeinsam mit Selbsthilfe-Aktiven und Influencerinnen über Ursachen, Folgen und Gegenstrategien zu Hass im Netz.

  • Arzt und Patient sind im Gespräch. Beide sind nur im Anschnitt abgebildet. Sie sitzen auf zwei Seiten eines Tisches, einander zugewandt. In der Mitte des Tisches liegt eine Patientenakte.

    AOK begrüßt Verbesserung der Patientenrechte

    Patientinnen und Patienten haben seit 1. Januar 2026 Anspruch auf die Bereitstellung einer kostenlosen Kopie ihrer analogen Behandlungsakte in der Arztpraxis. Ende Dezember 2025 hatte der Bundestag die Regelungen zur Einsichtnahme in die Patientenakte gesetzlich angepasst.

  • Übergewichtiges Kind, das mit Tablet auf dem Sofa sitzt und mit der Hand in ein Glas Smarties greift.

    Übergewicht und Diabetes bei Kindern und Jugendlichen begegnen

    Angesichts steigender Zahlen von Kindern und Jugendlichen mit Übergewicht oder Diabetes warnt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt vor den Folgen hohen Zuckerkonsums. Auch die Ergebnisse des Public Health Index zeigen die Dringlichkeit einer umfassenden Präventionspolitik.

  • Foto einer jungen Frau, die angestrengt schreibt. Um sie herum liegen viele zerknüllte Blätter.

    Selbsthilfe bei AD(H)S-Diagnose im Erwachsenenalter

    Eine aktuelle Auswertung im „Deutschen Ärzteblatt“ zeigt einen starken Anstieg der AD(H)S-Erstdiagnosen bei Erwachsenen in Deutschland. Selbsthilfeangebote können Betroffenen helfen, die Diagnose besser zu verstehen und im Alltag damit umzugehen.

  • Förderbetrag für die Selbsthilfe steigt weiter an

    Für das kommende Förderjahr 2026 hat der AOK-Bundesverband die aktuellen Förderanträge für die kassenindividuelle und die kassenartenübergreifende Pauschalförderung der Selbsthilfe online gestellt. Zudem hat die AOK-Gemeinschaft die aktuellen Zahlen für die Selbsthilfeförderung 2026 bekannt gegeben.

  • Foto einer Hand, die einer anderen Hand eine weiße Schachtel hinhält, aus der eine Zigarette stakst. Die andere Hand wehrt ab.

    Verhältnisse ändern, Gesundheitsgefahren verringern

    Bei der Umsetzung wissenschaftlich empfohlener Präventionsmaßnahmen landet Deutschland nur auf dem vorletzten Platz. Das zeigt der neue Public Health Index (PHI) des AOK-Bundesverbandes und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Dieser untersucht, wie gut 18 EU-Länder gesunde Lebensweisen fördern und unterstützen. Auch Selbsthilfegruppen leisten einen wichtigen Beitrag zur Prävention, indem sie Menschen dabei helfen, gesundheitsfördernde Verhaltensweisen im Alltag zu stärken.

  • Gemeinsam gegen Hass

    Dialog statt Hetze – auf der nächsten Selbsthilfe-Fachtagung des AOK-Bundesverbandes kommen am 15. Januar 2026 Influencerinnen, Selbsthilfe-Aktive und Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Sozialverbänden, Social Media und Hilfsorganisationen wie HateAid zusammen. Sie diskutieren über Strategien, wie sich Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen ohne Angst vor Zurückweisung in den Sozialen Medien präsentieren und ihre mentale Gesundheit stärken können.

  • Eine Frau setzt sich selber eine Spritze in den Bauch.

    Diabetes besser verstehen und erfolgreich behandeln

    Diabetes gehört in Deutschland zu den großen Volkskrankheiten. Mit dem Online-Coach Diabetes der AOK erfahren Betroffene, wie sie selbst zur Verbesserung ihres Gesundheitszustandes beitragen können. Seit kurzem steht der Online-Coach auch ohne Registrierung allen Interessierten kostenfrei zur Verfügung.

  • Foto einer alten Frau am Küchentisch, um die sich eine Angehörige kümmert

    Pflegeselbsthilfe braucht mehr Unterstützung

    Ein Großteil der pflegebedürftigen Menschen wird in Deutschland von Angehörigen versorgt. Sie sind das Rückgrat der Pflege – und stehen dabei häufig selbst unter Druck. Umso wichtiger ist es, diese zentrale Säule der Gesellschaft gezielt zu stärken und ihnen Unterstützung zu bieten.

  • Eine Hausärztin berät eine ältere Patientin im Gespräch.

    Gesetz für Primärarztversorgung in Planung

    Das Bundesgesundheitsministerium hat angekündigt, Anfang 2026 einen Gesetzentwurf zu präsentieren, der in der ambulanten Versorgung ein Primärarztsystem einführen soll. Dabei sollen sogenannte Primärversorgungspraxen als verlässlicher Anlaufpunkt fungieren, über die der Zugang zu Fachärztinnen und -ärzten gesteuert wird.

  • Berliner Gesundheitspreis zeichnet Projekte für starke Schülerseelen aus

    Unter dem Motto „Starke Schule, starke Seele“ hat der Berliner Gesundheitspreis am 16. Oktober 2025 vier Projekte ausgezeichnet, die sich für die psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern einsetzen. Auch die AOK stärkt junge Menschen mental, unter anderem mit interaktiven Schulworkshops und einer digitalen Selbsthilfe-App.

  • Foto eines Kleinkindes im Auto, davor eine Hand mit einer brennenden Zigarette

    Gefahr für Kinder durch Rauchen, Dampfen und Passivrauchen

    Nicht nur das Rauchen und Dampfen schadet der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen – auch Passivrauchen birgt erhebliche Risiken. Fachgesellschaften warnen vor den Folgen und fordern strengere Maßnahmen zum Schutz junger Menschen.

  • Junges Mädchen, das vor dem Sofa am Couchtisch sitzt und in einen Laptop grinst

    Medienkompetenz für junge Menschen mit chronischer Krankheit

    Für Kinder und Jugendliche mit einer chronischen Erkrankung oder Behinderung ist ein sicherer Umgang mit digitalen Medien besonders wichtig: Er schützt nicht nur vor Cybermobbing, sondern eröffnet zugleich Chancen, Teilhabe und den Zugang zu verlässlichen Gesundheitsinformationen.

  • Foto von jungen Menschen im Stuhlkreis in einer Selbsthilfegruppe

    Neue Angebotsformate für junge Menschen zum Thema Depression

    Über Depression zu reden und Hilfe anzunehmen, kostet besonders Kinder und Jugendliche oft viel Überwindung. Genau hier setzt die Deutsche Depressionsliga mit zwei neuen Angeboten an.

  • Foto einer älteren Dame mit HIV-Schleife, die eine Medizinerin an der Hand hält. Die Gesichter sind nicht zu sehen.

    Gut altern mit HIV

    Immer mehr Menschen mit HIV erreichen ein höheres Alter – doch das Älterwerden bringt neue Herausforderungen mit sich. Die Deutsche Aidshilfe unterstützt Betroffene mit der Plattform „Positive Aussichten: Gut ins Alter mit HIV“, die umfassende Infos zu Gesundheit, Pflege, Wohnen und rechtlicher Vorsorge bietet.

  • Kampf gegen die Drogensucht

    Mehrere Fachverbände der Sucht- und Drogenhilfe haben erneut auf die hohe Zahl drogenbedingter Todesfälle in Deutschland aufmerksam gemacht. Dies sei ein „alarmierendes Signal, das dringendes Handeln erfordert“. Die tausendfachen Todesfälle junger Menschen seien ein unüberhörbarer Weckruf für die gesundheitspolitisch Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen. Die Fachverbände skizzierten in ihrer Stellungnahme die aktuelle Entwicklung auf dem Drogenmarkt und legten der Politik einen Katalog mit fünf Maßnahmen vor, um Gesundheit und Leben der Betroffenen besser zu schützen und weiteres Leid für Angehörige zu verhindern.

  • Mann in einer Selbsthilfe-Gruppe. der seine Hände vor der Brust übereinandergelegt hat

    Gemeinsam statt einsam – mehr Nähe durch Selbsthilfe

    Weltweit fühlt sich laut einer Kommission der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jeder sechste Mensch einsam. Selbsthilfeangebote können vorbeugen, indem sie soziale Kontakte fördern und Gemeinschaft erlebbar machen.

  • Illustration: Auf weißem Grund sind verschiedene Menschen in typischen Büroszenen abgebildet.

    AOK-Broschüre: Vernetzt denken – gemeinsam handeln

    Die Infobroschüre des AOK-Bundesverbandes „Vernetzt denken – gemeinsam handeln. Akteure, Organisationen, Kennzahlen“ ist in einer komplett überarbeiteten Version erschienen. Sie richtet sich an Politik, Medien, Partner im Gesundheitswesen – und an alle, die schnell verstehen möchten, wie Deutschlands größte Krankenkassengemeinschaft funktioniert und wohin sie sich entwickelt.

  • Foto einer jungen Frau, die in einem Wohnzimmer einer alten Dame am Rollator hilft

    Doppelbelastung von Frauen begegnen

    Frauengesundheit ist ein essenzielles Thema, das in Medizin und Forschung oft vernachlässigt wird. Zugleich tragen Frauen meist die Hauptlast bei der Gesundheitsorganisation in der Familie und kümmern sich um chronisch kranke Angehörige. Selbsthilfeangebote können helfen, diese Doppelbelastung zu bewältigen.

  • Ein Mann steht in der Küche und schneidet Gemüse.

    Falsche Ernährung macht krank

    Falsche Ernährungsgewohnheiten sind der Grund für eine deutliche Zunahme an Volkskrankheiten wie Adipositas, Diabetes oder Bluthochdruck. Der AOK-Bundesverband sieht die Politik in der Pflicht, endlich die Empfehlungen des Bürgerrats umzusetzen. Doch chronisch Kranke können mit einer Ernährungsumstellung auch selbst jederzeit etwas für ihre Gesundheit tun – und damit gleichzeitig noch das Klima schonen. Eine Broschüre der BAG Selbsthilfe zeigt, wie es geht. 

Deutsche erwarten steigende Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung

Trotz des beschlossenen Sparpakets rechnen 88 Prozent der Deutschen noch 2026 oder 2027 mit weiteren Beitragserhöhungen in der Kranken- und Pflegeversicherung. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des AOK-Bundesverbandes. Für AOK-Vorständin Carola Reimann besteht daher eine der wichtigsten ersten Aufgaben des neuen Gesundheitsministers Carsten Linnemann darin, „das Sparpaket abzusichern – und nicht durch weitere Ausnahmen aufzuweichen“.
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Mehr Hilfen für Schwangere in Notlagen

Die Bundesregierung will die Bundesstiftung „Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens“ finanziell stärken. Dazu hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf verabschiedet. Dieser sieht erstmals seit 1993 eine Erhöhung der gesetzlichen Bundeseinlage vor: ab 2027 auf 101 Millionen Euro und ab 2032 auf 105 Millionen Euro. Die Stiftung unterstützt jährlich mehr als 100.000 schwangere Frauen in finanziellen Notlagen. Die Hilfen können unter anderem für Schwangerschaftsbekleidung, die Erstausstattung des Kindes sowie für Wohnung und Einrichtung gewährt werden. Anträge werden über die Schwangerschaftsberatungsstellen vor Ort gestellt.
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Reform der Patientenrechte

Der Bundestag hat am 9. Juli über den Ausbau der Patientenrechte debattiert. Dazu lag ein Gesetzentwurf der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen „zur Änderung des Patientenrechtegesetzes“ vor. Hintergrund: Behandlungsfehler sind keine Randerscheinung: Die Medizinischen Dienste untersuchen jährlich mehr als 12.000 Behandlungsfehlervorwürfe in Deutschland – Expertinnen gehen aber von einer deutlich höheren Dunkelziffer nicht verfolgter Fehler aus. Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen kritisiert in der Begründung zum Gesetzentwurf, dass das bestehende Patientenrechtegesetz die Bürgerinnen und Bürger nach einem Behandlungsfehler zu wenig schützt beziehungsweise unterstützt. Bei Beweisführung, Fehleroffenlegung, Akteneinsicht, Dokumentation und der Durchsetzung von Ansprüchen im Haftungsfall bestünden weiterhin große Lücken. Der Gesetzentwurf wurde zur weiteren Beratung an die Ausschüsse überwiesen, federführend ist der Gesundheitsausschuss. Auch die AOK-Gemeinschaft setzt sich für eine Stärkung der Rechte der Patientinnen und Patienten und eine Weiterentwicklung des Patientenrechtegesetzes ein.
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AOK unterstützt den Tag der Selbsthilfe

Der AOK-Bundesverband fördert das Projekt „#GemeinsamStark: Bundesweite Kampagne zum Tag der Selbsthilfe“ zunächst für ein Jahr. Damit erhält die Nationale Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (NAKOS) die Möglichkeit, den Tag der Selbsthilfe als bundesweiten Aktionstag weiterzuentwickeln und seine Sichtbarkeit nachhaltig zu stärken. Selbsthilfe-Aktive sind eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen. Die erfolgreiche Premiere 2025 des Tags der Selbsthilfe hat aus Sicht der Initiatoren gezeigt, welches Potenzial in einem gemeinsamen bundesweiten Auftritt der Selbsthilfe steckt: Zahlreiche Aktionen, eine breite Beteiligung und die öffentliche Aufmerksamkeit haben die Vielfalt und Bedeutung gemeinschaftlicher Selbsthilfe sichtbar gemacht.
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Kreative Lösungen für mehr Inklusion

Zum siebten Mal wurde Anfang Juli der Bundesteilhabepreis verliehen. Der Wettbewerb zum Thema „Berufseinstieg inklusiv – Übergang von der beruflichen Bildung in den Arbeitsmarkt für junge Menschen mit Behinderungen" zeichnet bundesweit herausragende Projekte aus und ist mit insgesamt 17.500 Euro dotiert. Der Bundesteilhabepreis prämiert jedes Jahr Projekte, die das Potenzial eines inklusiven, barrierefreien Sozialraums zeigen und als Vorbild dienen können. Insgesamt wurden 119 Beiträge für den Bundesteilhabepreis 2026 eingereicht. Eine unabhängige Fachjury, bestehend aus 12 Expertinnen und Experten der Verbände von Menschen mit Behinderungen sowie aus den Kommunen und den Ländern, hat die Preisträger weisungsfrei und anonymisiert ausgewählt. Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit hat wie in den Vorjahren das Wettbewerbsverfahren im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales umgesetzt.
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Mehr Teilhabe für Menschen mit Behinderung

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) bietet für 2027 die Förderung neuer Projekte aus dem Partizipationsfonds an. Die geförderten Projekte sollen die Fähigkeiten und Möglichkeiten bundesweit agierender Verbände und Organisationen von Menschen mit Behinderungen verbessern. Förderfähig sind Projekte mit einem Projektstart ab Februar 2027 – beispielsweise Fortbildungsveranstaltungen für in Selbstvertretungsorganisationen Tätige, Projekte von Verbänden zur Förderung von potenziellen Nachwuchskräften oder Projekte zur Erstellung von barrierefreien Informationsmaterialien und Medien. Die Antragstellung ist ab dem 3. August 2026 möglich. 
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Projekt zur Zukunft der Selbsthilfe

Mit dem Projekt „Zukunft Selbsthilfe – Transformation begleiten, Qualität sichern“ unterstützt die Nationale Kontaktstelle für die Selbsthilfe (Nakos) Selbsthilfekontaktstellen in Deutschland dabei, auf gesellschaftliche, digitale und strukturelle Veränderungen zu reagieren. Ziel ist es, die Qualität gemeinschaftlicher Selbsthilfe langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln. Dafür entwickelt die Nakos praxistaugliche Instrumente und Standards, die Orientierung im Arbeitsalltag bieten, Wissen sichern und den Umgang mit Veränderungen, etwa bei Personal-wechseln, erleichtern. Das Projekt richtet sich an Mitarbeitende von Selbsthilfekontaktstellen. Sie profitieren von den entwickelten Materialien und bringen ihre Erfahrungen und Bedarfe in die Weiterentwicklung der gemeinschaftlichen Selbsthilfe ein.
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Fachgesellschaft fordert frühe Prävention psychischer Störungen

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) setzt sich für eine Gesamtstrategie zur Prävention psychischer Störungen ein. Diese soll der Fachgesellschaft zufolge klar auf junge Menschen, Familien und Suizidprävention ausgerichtet sein. Sie müsse zum festen Bestandteil nationaler Gesundheitspolitik werden. Auch die Bundesregierung will Suizidprävention per Gesetz stärken. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat dazu Eckpunkte für einen Referentenentwurf eines Suizidpräventionsgesetzes vorgelegt. Hintergrund ist die anhaltend hohe Zahl der Suizide in Deutschland. Nach Angaben des BMG sterben jedes Jahr mehr als 10.000 Menschen durch Suizid. Vor der Beratung im Bundestag hatte ein Bündnis aus Deutscher Gesellschaft für Suizidprävention, TelefonSeelsorge und weiteren Akteuren der Suizidprävention den Abgeordneten fachliche Empfehlungen vorgelegt, wie ein entsprechendes Gesetz konkret ausgestaltet werden sollte.
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Selbsthilfe warnt vor Leistungseinschnitten

Die BAG Selbsthilfe warnt eindringlich vor Einschnitten bei Leistungen für Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen sowie Kindern und Jugendlichen. Angesichts der angespannten Finanzlage vieler Kommunen dürften notwendige Reformen des Sozialstaats nicht zulasten derjenigen gehen, die auf Unterstützung angewiesen seien. Hintergrund der Diskussionen sind einerseits die steigenden Ausgaben der Kommunen, insbesondere für die Eingliederungshilfe sowie für die Kinder- und Jugendhilfe und andererseits die Sparpläne der Bundesregierung bei verschiedenen Leistungsgesetzen.
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Tipps für chronisch Kranke bei Hitze

Überfüllte Wartezimmer, vermehrte Rettungseinsätze und zunehmende Krankenhauseinweisungen – mit der jüngsten Hitzewelle hat sich der Druck auf Bund und Länder erhöht, insbesondere vulnerable Patientengruppen besser vor Hitze zu schützen. Die BAG Selbsthilfe hat für Menschen mit chronischen Erkrankungen sowie deren Selbsthilfeverbände eine Arbeitshilfe veröffentlicht. Auf 50 Seiten klärt die BAG auf, welche Auswirkungen Hitze auf die Gesundheit haben kann, wer besonders gefährdet ist und warum. Zudem gibt die Arbeitshilfe diverse Tipps, wie man sich bei großer Hitze vor den gesundheitlichen Folgen möglichst gut schützen kann.
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AOK fordert Ausgaben-Anker – und begrüßt höhere Tabaksteuer

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) steht weiter unter Kostendruck, weil ihre Ausgaben deutlich stärker wachsen als die Einnahmen. Vor dem Hintergrund des geplanten Beitragssatzstabilisierungsgesetzes fordert die AOK deshalb eine konsequente Rückkehr zur einnahmenorientierten Ausgabenpolitik. AOK-Vorstandsvorsitzende Dr. Carola Reimann betont: „Mit der Rückkehr zur einnahmenorientierten Ausgabenpolitik muss endlich der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit wieder zur Geltung gebracht werden.“ Den Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums zur Erhöhung der Tabaksteuer bewertet die AOK als richtigen Schritt für die Prävention, kritisiert aber, dass er hinter den Empfehlungen der Finanzkommission Gesundheit zurückbleibe. Diese hatte einen deutlichen Steuersprung als Anreiz zum Rauchstopp und die Nutzung der Mehreinnahmen zur Stabilisierung der GKV-Beiträge vorgeschlagen.
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Teilhabe verbessern

Als Vertragsstaat der UN-Behindertenrechtskonvention ist Deutschland verpflichtet, die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen zu gewährleisten. Der jetzt aktualisierte Leitfaden Disability Mainstreaming der Bundesinitiative Barrierefreiheit soll dabei helfen, in öffentlichen Behörden eine bessere Teilhabe zu ermöglichen. Der Leitfaden enthält eine ausführliche Link-Sammlung mit Unterstützungsangeboten, Rechtsgrundlagen, weiterführender Literatur, Dokumenten, Forschungsdaten und Studien sowie eine Kontaktsammlung mit wichtigen Ansprechpersonen rund um das Thema Barrierefreiheit.
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Hitze belastet Gesundheit und Wirtschaft gleichermaßen

Länger anhaltende Hitzewellen wirken sich negativ auf die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten aus und führen zu wirtschaftlichen Schäden durch vermehrte Krankmeldungen. Das zeigt eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) auf Basis von Abrechnungsdaten von AOK-Versicherten. Demzufolge führen bereits drei aufeinander folgende Hitzetage mit Temperaturen von mehr als 30 Grad zu einem Anstieg der Krankmeldungen um fünf Prozent, nach sieben Hitzetagen sind es bereits 10,8 Prozent. Als Fazit aus der Studie fordert der AOK-Bundesverband die Entwicklung von Strategien zum verbesserten Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Hitze, insbesondere für vulnerable Beschäftigtengruppen, zu denen auch chronisch kranke und behinderte Menschen gehören. Ihnen fällt es oft besonders schwer, hitzebedingte Belastungen zu bewältigen.
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Entlastung bei Multipler Sklerose

Für Menschen mit Multipler Sklerose ist eine verlässliche Arzneimittelversorgung im Alltag besonders wichtig. Die AOK-Gemeinschaft übernimmt deshalb vorläufig die Mehrkosten für Fampridin, einen Wirkstoff zur Verbesserung der Gehfähigkeit bei Multipler Sklerose. Für Versicherte entsteht dadurch kein zusätzlicher Aufwand, da Apotheken die Mehrkosten direkt abrechnen können. Die Regelung gilt zunächst bis zum 31. Juli 2026 oder endet bereits früher, wenn Generika wieder verfügbar sind.
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Heilmittelausgaben steigen, Qualität bleibt schwer messbar

Die Heilmittelversorgung wächst – doch wie gut sie Patientinnen und Patienten tatsächlich hilft, ist bislang nur schwer messbar. Der Heilmittel-Report 2026 des WIdO zeigt: Die Ausgaben steigen seit Jahren deutlich, während es noch zu wenig belastbare Informationen zur Versorgungsqualität gibt. Auch für Selbsthilfeaktive ist der Blick auf die Versorgungsqualität relevant: Gute Physio-, Ergo- und andere Heilmitteltherapien können den Alltag chronisch kranker Menschen spürbar unterstützen.
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Medienpreis Depressionshilfe für TV-Reportage

Die Reportage „Suizide verhindern: Wie Katharina es aus der Krise schaffte“ von Lea Thomas hat den Deutschen Medienpreis Depressionshilfe gewonnen. Auf dem „Deutschen Patientenkongress Depression“ am 30. Mai wurde der Preis bereits zum siebten Mal verliehen. Der erste Platz ging in diesem Jahr an einen Beitrag, der die Jury in besonderer Weise durch Sensibilität und Tiefe überzeugte. Die Reportage von Lea Thomas für Sat.1 erzählt mit viel Feingefühl die Geschichte einer jungen Frau, die mit einer Depression und Suizidgedanken zu kämpfen hat. Neben der Medienpreisverleihung bot die Stiftung Depressionshilfe unter dem Motto „Wir sind jeder Sechste“ auf dem Patientenkongress auch ein breites Angebot an Vorträgen, Gesprächsrunden sowie Musik und Lesungen, die sich mit unterschiedlichen Aspekten der Depression beschäftigten. Mehr als 1.200 an Depression erkrankte Menschen und Angehörige besuchten den Patientenkongress in der Alten Oper in Frankfurt/Main.
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Eigenheim nicht für Pflegekosten heranziehen

Die Eigenanteile in der Pflege steigen immer weiter. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) warnt angesichts der aktuellen Debatte davor, dass Menschen ihr Wohnumfeld verlieren, um die Pflege bezahlen zu können. Hintergrund ist unter anderem der Vorstoß von Unionsfraktionsvize Albert Stegemann, im Pflegefall stärker als bisher auch auf Wohneigentum zuzugreifen. Stegemann hatte in der Bild-Zeitung verlangt, dass im Pflegefall zuerst das eigene Vermögen aufgebraucht werden müsse, bevor die Allgemeinheit für die Pflegekosten zahle. Ein Erbenschutzprogramm auf Kosten der Allgemeinheit könne es nicht geben, so Stegemann. Sein Vorstoß sorgte auch in der Regierungskoalition für Debatten.
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Organspende rettet Leben 

Mit dem Tag der Organspende wollen am 6. Juni Selbsthilfeverbände, Dialyse- und Transplantationszentren Angst und Vorurteile zum Thema abbauen und über eine Organspende aufklären. Bei der Organspende gilt in Deutschland aktuell die sogenannte Entscheidungslösung. Demnach werden alle Bürgerinnen und Bürger in einem geregelten Verfahren über die Organspende informiert und regelmäßig zu einer persönlichen Erklärung aufgefordert, ob sie einer Organspende zustimmen, nicht zustimmen oder sich nicht erklären möchten. Zurzeit wird im Deutschen Bundestag die sogenannte Widerspruchslösung als Alternative intensiv diskutiert, wie sie bereits in einigen anderen EU-Ländern erfolgreich praktiziert wird. Nach einem Vorstoß des Bundesrates gibt es aktuell zwei fraktionsübergreifende Gruppenanträge, die vorsehen, dass jede Person automatisch als Organspender gilt, wenn sie dem zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen hat.
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Betreuung kranker Kinder bleibt Frauensache

Die Betreuung kranker Kinder ist nach wie vor hauptsächlich Frauensache. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) anlässlich des Internationalen Kindertages am 1. Juni. So wurden im Jahr 2025 bundesweit 73 Prozent aller Kinderkrankentage von weiblichen AOK-Mitgliedern beantragt. Der Anteil der Männer lag dementsprechend bei nur 27 Prozent. Am geringsten war die Beteiligung der Väter dabei in Bayern: Hier wurden 23 Prozent der Kinderkrankentage von Männern und 77 Prozent von Frauen in Anspruch genommen. Die ausgewogenste Aufteilung hat Sachsen: Hier entfielen auf die Väter fast 31 Prozent der Kinderkrankentage und auf die Mütter rund 69 Prozent.
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Aktuelle Daten zu 26 verschiedenen Erkrankungen 

Von Asthma über Diabetes bis Rückenschmerzen – die Website gesundheitsatlas-deutschland.de stellt Zahlen zu insgesamt 26 Erkrankungen dar, die jetzt aktualisiert und um das Datenjahr 2024 ergänzt worden sind. Die Website des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) unterteilt dabei in die acht Erkrankungsrubriken Atemwege, Infektionen, Herz-Kreislauf-System, Nervensystem, Krebs, Muskel-Skelett, Psyche und Stoffwechsel. Der Gesundheitsatlas schlüsselt die Daten zu jeder einzelnen Krankheit nach regionaler Häufigkeit in den Bundesländern sowie nach Alter und Geschlecht auf. Die epidemiologischen Kennzahlen wurden – ausgehend von den Routinedaten der mehr als 27 Millionen AOK-Versicherten – mit einem wissenschaftlichen Verfahren auf die gesamte Wohnbevölkerung in den Regionen Deutschlands hochgerechnet.
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Resilienz lässt sich online lernen

Resilienz wird oft als Anpassungsfähigkeit oder auch Widerstandskraft beschrieben. Dabei handelt es sich um die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen, von Konflikten über Krisen bis hin zu Katastrophen, ohne psychische Beeinträchtigung zu bewältigen. Wie das funktioniert und wie man sogar gestärkt aus solchen Situationen hervorgehen kann, lernen die Teilnehmenden eines Resilienztrainings. Die AOK bietet solche Trainings nicht nur in regionalen Präsenzkursen an, sondern auch als Onlinekurs. Interessierte können sich kostenfrei anmelden, unabhängig davon, bei welcher Krankenkasse sie versichert sind. 
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Kommission fordert wirksame Klimamaßnahmen 

Der Klimawandel birgt große Risiken für die Gesundheit aller Menschen. Vor allem chronisch Kranke, ältere Menschen und Kinder sind von den damit verbundenen Veränderungen unserer Umwelt besonders stark betroffen. Klima- und Umweltschutz sind deshalb immer auch Gesundheitsschutz. Trotzdem ist das Interesse der Regierungen spürbar erlahmt, mit wirkungsvollen Maßnahmen Ergebnisse auf dem Weg zur Klimaneutralität zu erreichen. Vor diesem Hintergrund hat die Paneuropäische Kommission Klima und Gesundheit Mitte Mai unmittelbare Handlungsempfehlungen veröffentlicht. Der Klimawandel sei keine zukünftige Bedrohung, die es zu bewältigen gelte. Vielmehr handele es sich um eine akute und sich verschärfende Krise, die gleichzeitig die Bereiche Gesundheit, Ernährung, Wasser, Energie und nationale Sicherheit betreffe. Die derzeitigen Maßnahmen der WHO-Mitgliedsstaaten würden dem Ausmaß der Krise nicht gerecht, so die Kommission.
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Debatte um Organspende macht Mut

Die Debatte um die Widerspruchslösung bei der Organspende nimmt wieder Fahrt auf. Eine fraktionsübergreifende Gruppe im Bundestag möchte noch in diesem Jahr einen Gesetzentwurf voranbringen. Diese schlägt vor, dass volljährige Menschen künftig grundsätzlich als mögliche Organspender gelten, sofern sie dem nicht ausdrücklich widersprechen. Zugleich betonen die Befürworter, dass die persönliche Entscheidung maßgeblich bleibe und niemand zur Organspende verpflichtet werden solle. Für die Selbsthilfe ist das Thema besonders relevant, weil Organspende, Transplantation und schwere Erkrankungen viele Betroffene und Angehörige unmittelbar berühren.
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Seltene Erkrankungen: Betroffene unterstützen Betroffene

Die NAKOS hat ihr Angebot „Betroffene suchen Betroffene“ aktualisiert. Die Themenliste umfasst in alphabetischer Reihenfolge rund 970 Stichworte zu bundesweiten Kontaktsuchen von Einzelpersonen nach Gleichbetroffenen, bei denen es für Betroffene schwierig ist, Menschen mit ähnlichen Erfahrungen zu finden. Gerade bei seltenen Erkrankungen, chronischen Beschwerden oder sehr speziellen Lebenslagen kann bundesweite Vernetzung entscheidend sein. Das Angebot der NAKOS kann helfen, Kontakte herzustellen, Isolation zu verringern und neue Selbsthilfe-Strukturen anzustoßen.
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Inklusive Versorgung bei Krebs

Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai haben die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) und die Bundesvereinigung Lebenshilfe auf bestehende Barrieren in der Krebsversorgung aufmerksam gemacht. Menschen mit Unterstützungsbedarf und kognitiver Beeinträchtigung erkrankten ähnlich oft an Krebs wie die Allgemeinbevölkerung, doch die Versorgungsstrukturen seien oft nicht ausreichend auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet, monieren beide Organisationen. Mit dem gemeinsamen Projekt „SeiTeil“ setzen sie sich dafür ein, die Versorgung von Menschen mit Unterstützungsbedarf und kognitiver Beeinträchtigung im Leben mit und nach Krebs zu verbessern.
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Neue Qualitätsindikatoren zur Behandlung chronischer Schmerzen

Mit einem neuen Themenband zur adäquaten Behandlung von chronischen, nicht tumorbedingten Schmerzen haben der AOK-Bundesverband und das Göttinger aQua-Institut ihr System von Qualitätsindikatoren für die ambulante Versorgung (QISA) ergänzt. Die Publikation umfasst insgesamt 13 Indikatoren, die überwiegend auf die Verbesserung der Prozessqualität der Behandlung abziel