InKONTAKT – Nachrichten aus der Selbsthilfe

Junge Frau, die sich in der heimischen Küche an einem Laptop informiert
Selbsthilfe-News aus der AOK-Welt

Nachrichten aus der Selbsthilfe

An dieser Stelle finden Sie – wöchentlich aktualisiert – selbsthilferelevante Neuigkeiten aus Politik und Gesundheitswesen. Kritik ist übrigens – ebenso wie positives Feedback – ausdrücklich erwünscht. Ob Themenauswahl oder -relevanz, Aktualität oder Verständlichkeit: Unter inkontakt(at)bv.aok.de können Sie uns gerne Rückmeldung geben. 

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Selbsthilfe-News aus der AOK-Welt

  • Foto einer Person, die an einem Holztisch sitzt mit Bierglas in der Hand und Zigarette in der anderen. Vor ihr steht ein Aschenbecher. Es ist nur der Berieich der Hände zu sehen.

    Finanzkommission Gesundheit: Bedeutung für die Selbsthilfe

    Die Finanzkommission Gesundheit hat in ihrem ersten Bericht 66 Reformvorschläge vorgelegt, um die gesetzliche Krankenversicherung finanziell zu stabilisieren. Ein Schwerpunkt liegt auf der Prävention, etwa auf höheren Steuern auf Tabak, Alkohol und zuckergesüßte Getränke. Diese Maßnahmen werden von Selbsthilfe- und Fachverbänden als wichtige Schritte zur Vorbeugung chronischer Erkrankungen begrüßt.

  • Diskriminierung belastet die Gesundheit

    Daten des Sozio-ökonomischen Panels zeigen, dass Diskriminierung in Deutschland weit verbreitet ist und messbare Auswirkungen auf die Gesundheit der Betroffenen hat.

  • Foto einer Frau mittleren Alters, die von einem Apotheker bedient wird.

    Halbjahrespauschale bringt Entlastung für einen Teil der chronisch Kranken

    Weniger Arzttermine, gleiche Behandlungsqualität: Ab Juli 2026 erleichtert eine neue hausärztliche Versorgungspauschale den Alltag bestimmter Chronikerinnen und Chroniker.

  • Krankheiten verhindern, bevor sie entstehen

    Politik und Wissenschaft diskutierten auf dem 1. Deutschen Präventionsgipfel am 5. März, wie sich mit Hilfe von Prävention mehr Krankheiten vermeiden, die finanziellen Ressourcen der gesetzlichen Krankenversicherung schonen und das Gesundheitssystem langfristig stabil halten lassen.

  • Impulse für eine Pflegereform

    Um die künftigen Herausforderungen der demografischen Entwicklung zu bewältigen und pflegende Angehörige zu entlasten, muss die Pflege in Deutschland auf mehr Schultern verteilt werden. Mit ihrer bundesweiten Initiative „Pflege vor Ort – für ein pflegefreundliches Deutschland“ gibt die AOK der aktuellen Reformdebatte Impulse für innovative Versorgungsformen. Zudem fördert sie den Ausbau des Selbsthilfeangebotes für pflegende Angehörige.

  • Junge Frai im Rollstuhl, die auf einer sommerlichen Terrasse besorgt in ihre Smartphone blickt

    Selbsthilfe schützt chronisch erkrankte Menschen vor Gewalt

    Gewalt bleibt in Deutschland häufig im Verborgenen – das zeigt die neue Dunkelfeldstudie von Bundesfrauen- und Bundesinnenministerium in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt. Chronisch erkrankte Menschen können in besonderer Weise von Gewalt betroffen sein – etwa durch digitale Anfeindungen oder Abhängigkeiten in Pflege- und Betreuungssituationen.

  • Deutlich mehr Krebsfälle erwartet

    Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat Anfang Februar 2026 bekannt gegeben, dass die Zahl der Krebserkrankungen in den 27 Ländern der Europäischen Union (EU) deutlich gestiegen ist. Seit 2000 sei die Zahl bei Frauen und Männern um etwa 30 Prozent gestiegen. OECD-Schätzungen zufolge ist bis 2040 im Vergleich zum Jahr 2022 ein weiterer Anstieg von 18 Prozent zu erwarten.

  • Foto einer Frau, der ein Glas Wein zugeschoben wird und die dankend mit einer abwehrenden Handgeste ablehnt

    Selbsthilfe stärkt Alkoholprävention

    Selbsthilfeorganisationen leisten einen wichtigen Beitrag zur Prävention von riskantem Alkoholkonsum. Mit niedrigschwelliger Aufklärung, persönlicher Ansprache und Angeboten auf Augenhöhe können sie eine wichtige Stütze für eine wirksame Alkoholpolitik sein.

  • Mentale Gesundheit in Gefahr

    Rund 200 Schülerinnen und Schüler diskutierten Ende Januar beim „Bildungskongress 2026“ über mentale Gesundheit im Bildungssystem. Erneut forderte die Bundesschülerkonferenz als Ausrichterin des Kongresses die Politik auf, die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im Schulumfeld besser zu schützen.

  • Die Influencerinnen Melisa Akdag (mi.) und Janina Nagel (re.) im Gespräch mit Moderator Michael Bernatek auf dem Podium

    Nachschau: Selbsthilfetagung „Gemeinsam gegen Hass“

    Digitale Gewalt und Hasskommentare standen im Mittelpunkt der Selbsthilfe-Fachtagung „Gemeinsam gegen Hass“ des AOK-Bundesverbandes. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten gemeinsam mit Selbsthilfe-Aktiven und Influencerinnen über Ursachen, Folgen und Gegenstrategien zu Hass im Netz.

  • Arzt und Patient sind im Gespräch. Beide sind nur im Anschnitt abgebildet. Sie sitzen auf zwei Seiten eines Tisches, einander zugewandt. In der Mitte des Tisches liegt eine Patientenakte.

    AOK begrüßt Verbesserung der Patientenrechte

    Patientinnen und Patienten haben seit 1. Januar 2026 Anspruch auf die Bereitstellung einer kostenlosen Kopie ihrer analogen Behandlungsakte in der Arztpraxis. Ende Dezember 2025 hatte der Bundestag die Regelungen zur Einsichtnahme in die Patientenakte gesetzlich angepasst.

  • Übergewichtiges Kind, das mit Tablet auf dem Sofa sitzt und mit der Hand in ein Glas Smarties greift.

    Übergewicht und Diabetes bei Kindern und Jugendlichen begegnen

    Angesichts steigender Zahlen von Kindern und Jugendlichen mit Übergewicht oder Diabetes warnt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt vor den Folgen hohen Zuckerkonsums. Auch die Ergebnisse des Public Health Index zeigen die Dringlichkeit einer umfassenden Präventionspolitik.

  • Foto einer jungen Frau, die angestrengt schreibt. Um sie herum liegen viele zerknüllte Blätter.

    Selbsthilfe bei AD(H)S-Diagnose im Erwachsenenalter

    Eine aktuelle Auswertung im „Deutschen Ärzteblatt“ zeigt einen starken Anstieg der AD(H)S-Erstdiagnosen bei Erwachsenen in Deutschland. Selbsthilfeangebote können Betroffenen helfen, die Diagnose besser zu verstehen und im Alltag damit umzugehen.

  • Förderbetrag für die Selbsthilfe steigt weiter an

    Für das kommende Förderjahr 2026 hat der AOK-Bundesverband die aktuellen Förderanträge für die kassenindividuelle und die kassenartenübergreifende Pauschalförderung der Selbsthilfe online gestellt. Zudem hat die AOK-Gemeinschaft die aktuellen Zahlen für die Selbsthilfeförderung 2026 bekannt gegeben.

  • Foto einer Hand, die einer anderen Hand eine weiße Schachtel hinhält, aus der eine Zigarette stakst. Die andere Hand wehrt ab.

    Verhältnisse ändern, Gesundheitsgefahren verringern

    Bei der Umsetzung wissenschaftlich empfohlener Präventionsmaßnahmen landet Deutschland nur auf dem vorletzten Platz. Das zeigt der neue Public Health Index (PHI) des AOK-Bundesverbandes und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Dieser untersucht, wie gut 18 EU-Länder gesunde Lebensweisen fördern und unterstützen. Auch Selbsthilfegruppen leisten einen wichtigen Beitrag zur Prävention, indem sie Menschen dabei helfen, gesundheitsfördernde Verhaltensweisen im Alltag zu stärken.

  • Gemeinsam gegen Hass

    Dialog statt Hetze – auf der nächsten Selbsthilfe-Fachtagung des AOK-Bundesverbandes kommen am 15. Januar 2026 Influencerinnen, Selbsthilfe-Aktive und Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Sozialverbänden, Social Media und Hilfsorganisationen wie HateAid zusammen. Sie diskutieren über Strategien, wie sich Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen ohne Angst vor Zurückweisung in den Sozialen Medien präsentieren und ihre mentale Gesundheit stärken können.

  • Eine Frau setzt sich selber eine Spritze in den Bauch.

    Diabetes besser verstehen und erfolgreich behandeln

    Diabetes gehört in Deutschland zu den großen Volkskrankheiten. Mit dem Online-Coach Diabetes der AOK erfahren Betroffene, wie sie selbst zur Verbesserung ihres Gesundheitszustandes beitragen können. Seit kurzem steht der Online-Coach auch ohne Registrierung allen Interessierten kostenfrei zur Verfügung.

  • Foto einer alten Frau am Küchentisch, um die sich eine Angehörige kümmert

    Pflegeselbsthilfe braucht mehr Unterstützung

    Ein Großteil der pflegebedürftigen Menschen wird in Deutschland von Angehörigen versorgt. Sie sind das Rückgrat der Pflege – und stehen dabei häufig selbst unter Druck. Umso wichtiger ist es, diese zentrale Säule der Gesellschaft gezielt zu stärken und ihnen Unterstützung zu bieten.

  • Eine Hausärztin berät eine ältere Patientin im Gespräch.

    Gesetz für Primärarztversorgung in Planung

    Das Bundesgesundheitsministerium hat angekündigt, Anfang 2026 einen Gesetzentwurf zu präsentieren, der in der ambulanten Versorgung ein Primärarztsystem einführen soll. Dabei sollen sogenannte Primärversorgungspraxen als verlässlicher Anlaufpunkt fungieren, über die der Zugang zu Fachärztinnen und -ärzten gesteuert wird.

  • Berliner Gesundheitspreis zeichnet Projekte für starke Schülerseelen aus

    Unter dem Motto „Starke Schule, starke Seele“ hat der Berliner Gesundheitspreis am 16. Oktober 2025 vier Projekte ausgezeichnet, die sich für die psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern einsetzen. Auch die AOK stärkt junge Menschen mental, unter anderem mit interaktiven Schulworkshops und einer digitalen Selbsthilfe-App.

  • Foto eines Kleinkindes im Auto, davor eine Hand mit einer brennenden Zigarette

    Gefahr für Kinder durch Rauchen, Dampfen und Passivrauchen

    Nicht nur das Rauchen und Dampfen schadet der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen – auch Passivrauchen birgt erhebliche Risiken. Fachgesellschaften warnen vor den Folgen und fordern strengere Maßnahmen zum Schutz junger Menschen.

  • Junges Mädchen, das vor dem Sofa am Couchtisch sitzt und in einen Laptop grinst

    Medienkompetenz für junge Menschen mit chronischer Krankheit

    Für Kinder und Jugendliche mit einer chronischen Erkrankung oder Behinderung ist ein sicherer Umgang mit digitalen Medien besonders wichtig: Er schützt nicht nur vor Cybermobbing, sondern eröffnet zugleich Chancen, Teilhabe und den Zugang zu verlässlichen Gesundheitsinformationen.

  • Foto von jungen Menschen im Stuhlkreis in einer Selbsthilfegruppe

    Neue Angebotsformate für junge Menschen zum Thema Depression

    Über Depression zu reden und Hilfe anzunehmen, kostet besonders Kinder und Jugendliche oft viel Überwindung. Genau hier setzt die Deutsche Depressionsliga mit zwei neuen Angeboten an.

  • Foto einer älteren Dame mit HIV-Schleife, die eine Medizinerin an der Hand hält. Die Gesichter sind nicht zu sehen.

    Gut altern mit HIV

    Immer mehr Menschen mit HIV erreichen ein höheres Alter – doch das Älterwerden bringt neue Herausforderungen mit sich. Die Deutsche Aidshilfe unterstützt Betroffene mit der Plattform „Positive Aussichten: Gut ins Alter mit HIV“, die umfassende Infos zu Gesundheit, Pflege, Wohnen und rechtlicher Vorsorge bietet.

  • Kampf gegen die Drogensucht

    Mehrere Fachverbände der Sucht- und Drogenhilfe haben erneut auf die hohe Zahl drogenbedingter Todesfälle in Deutschland aufmerksam gemacht. Dies sei ein „alarmierendes Signal, das dringendes Handeln erfordert“. Die tausendfachen Todesfälle junger Menschen seien ein unüberhörbarer Weckruf für die gesundheitspolitisch Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen. Die Fachverbände skizzierten in ihrer Stellungnahme die aktuelle Entwicklung auf dem Drogenmarkt und legten der Politik einen Katalog mit fünf Maßnahmen vor, um Gesundheit und Leben der Betroffenen besser zu schützen und weiteres Leid für Angehörige zu verhindern.

  • Mann in einer Selbsthilfe-Gruppe. der seine Hände vor der Brust übereinandergelegt hat

    Gemeinsam statt einsam – mehr Nähe durch Selbsthilfe

    Weltweit fühlt sich laut einer Kommission der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jeder sechste Mensch einsam. Selbsthilfeangebote können vorbeugen, indem sie soziale Kontakte fördern und Gemeinschaft erlebbar machen.

  • Illustration: Auf weißem Grund sind verschiedene Menschen in typischen Büroszenen abgebildet.

    AOK-Broschüre: Vernetzt denken – gemeinsam handeln

    Die Infobroschüre des AOK-Bundesverbandes „Vernetzt denken – gemeinsam handeln. Akteure, Organisationen, Kennzahlen“ ist in einer komplett überarbeiteten Version erschienen. Sie richtet sich an Politik, Medien, Partner im Gesundheitswesen – und an alle, die schnell verstehen möchten, wie Deutschlands größte Krankenkassengemeinschaft funktioniert und wohin sie sich entwickelt.

  • Foto einer jungen Frau, die in einem Wohnzimmer einer alten Dame am Rollator hilft

    Doppelbelastung von Frauen begegnen

    Frauengesundheit ist ein essenzielles Thema, das in Medizin und Forschung oft vernachlässigt wird. Zugleich tragen Frauen meist die Hauptlast bei der Gesundheitsorganisation in der Familie und kümmern sich um chronisch kranke Angehörige. Selbsthilfeangebote können helfen, diese Doppelbelastung zu bewältigen.

  • Ein Mann steht in der Küche und schneidet Gemüse.

    Falsche Ernährung macht krank

    Falsche Ernährungsgewohnheiten sind der Grund für eine deutliche Zunahme an Volkskrankheiten wie Adipositas, Diabetes oder Bluthochdruck. Der AOK-Bundesverband sieht die Politik in der Pflicht, endlich die Empfehlungen des Bürgerrats umzusetzen. Doch chronisch Kranke können mit einer Ernährungsumstellung auch selbst jederzeit etwas für ihre Gesundheit tun – und damit gleichzeitig noch das Klima schonen. Eine Broschüre der BAG Selbsthilfe zeigt, wie es geht. 

Für Erkrankte da sein: Oliver Blatt im Podcast „G+G Kassentreffen“

„Wir müssen für die da sein, die krank sind“, betont Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes. In der 13. Folge des Podcasts „G+G Kassentreffen – Wer kommt, was geht?“ spricht der Ökonom über die Herausforderungen eines unter Druck stehenden Systems, seinen Anspruch, finanzielle Spielräume zurückzugewinnen, und die Tragfähigkeit der gesetzlichen Krankenversicherung. Zugleich unterstreicht er die Bedeutung von Prävention, um Krankheiten möglichst zu vermeiden.
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Starke Patientenrechte für chronisch Kranke

Die AOK begrüßt die Initiative der Grünen-Bundestagsfraktion zur Reform des Patientenrechtegesetzes. In seiner Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung im Bundestags-Gesundheitsausschuss im März betonte der AOK-Bundesverband die Notwendigkeit, die Beweislast von Betroffenen bei Behandlungsfehlern zu erleichtern. Zudem sollen die Möglichkeiten zur Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen verbessert werden. „Aus Sicht von Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen sowie ihrer Angehörigen ist eine Stärkung der Patientenrechte von großer Bedeutung“, betonte Claudia Schick, Referentin für Selbsthilfeförderung im AOK-Bundesverband.
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Kritik am Einsatz pränataler Tests

Eine fraktionsübergreifende Gruppe von mehr als 100 Bundestagsabgeordneten hat die Bundesregierung aufgefordert, die rechtlichen, ethischen und gesundheitspolitischen Grundlagen der Kassenzulassung für nicht-invasive Pränataltests (NIPT) zu überprüfen. Die bisherige Regelung kläre nicht eindeutig genug, wann diese Tests zum Einsatz kommen dürften. Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hatte NIPT 2022 in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen. Sie analysieren das Blut der Mutter auf mögliche Behinderungen des Kindes durch eine Trisomie. NIPT sollen dem GBA-Beschluss zufolge nur gezielt bei Risikoschwangerschaften eingesetzt werden, die für eine Fruchtwasseruntersuchung in Frage kommen. Die Abgeordneten kritisieren in ihrem Antrag, dass aber mittlerweile fast jede zweite Schwangere den Test machen lasse. Bei den über 40-Jährigen seien es sogar 75 Prozent – damit sei die Untersuchung de facto zu einem Screening geworden. In der Bundestagsdebatte betonte Dagmar Schmidt (SPD), es dürfe nicht sein, dass systematisch nach Menschen mit einer Trisomie gescreent und dann empfohlen werde, das Kind nicht zu bekommen. „Das ist Stigmatisierung und Ausgrenzung, die wir nie wieder erfahren wollen.“ 
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Mehr Schutz vor digitaler Gewalt

Die Bundesregierung plant, Frauen besser vor digitaler Gewalt zu schützen. Dies kündigte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) nach Bekanntwerden des Falles von Collien Fernandes an. Eine Reform des Strafrechts solle möglichst rasch innerhalb der Bundesregierung abgestimmt werden, so Hubig. Fernandes hatte öffentlich gemacht, ihren Mann wegen digitaler sexueller Gewalt in Spanien angezeigt zu haben. Die Anzeige sei unter anderem in Spanien erfolgt, weil die Gesetzeslage in Deutschland nicht ausreichend sei. Gegenüber dem „Spiegel“ sagte die Bundesjustizministerin, dass es bei der Reform um alle digitalen Fakes gehe, die in Persönlichkeitsrechte eingreifen, also auch in nicht sexuellem Kontext. Damit nimmt ein Thema auch juristisch Fahrt auf, dass der AOK-Bundesverband im Rahmen der Selbsthilfe-Fachtagung „Vorsicht, Fake“ Anfang 2025 adressiert hat. 
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Lungenkrebs-Früherkennung wird Kassenleistung

Gesetzlich Versicherte zwischen 50 und 75 Jahren, die aktuell oder früher über Jahre hinweg stark geraucht haben, können ab April 2026 einmal jährlich eine Untersuchung zur Lungenkrebs-Früherkennung mittels Niedrigdosis-Computertomographie (NDCT) in Anspruch nehmen. Ziel ist es, Lungenkrebs bei besonders gefährdeten Menschen früh zu erkennen. Grundlage sind ein Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) sowie eine entsprechende Verordnung des Bundesumweltministeriums bezüglich des Strahlenschutzes.
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Neue Orientierungshilfe für Selbsthilfekontaktstellen

Selbsthilfekontaktstellen erhalten immer wieder Anfragen von Unternehmen oder Organisationen, die Produkte vorstellen, über Verteiler werben oder Selbsthilfegruppen für eigene Botschaften nutzen möchten. Eine neue Publikation der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe  (NAKOS) unterstützt Fachkräfte dabei, solche Anfragen im Sinne der gemeinschaftlichen Selbsthilfe einzuordnen und zu beantworten. Praxisbeispiele aus dem Arbeitsalltag und Textbausteine erleichtern die Orientierung im Umgang mit solchen Situationen.
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ICD-11 auf Deutsch: Testversion jetzt verfügbar

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat eine deutschsprachige Testversion der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-11) veröffentlicht. Sie steht digital zur Verfügung und befindet sich noch in der Qualitätssicherung. Bis zur offiziellen Einführung der ICD-11 bleibt in Deutschland weiterhin die ICD-10 die gültige Klassifikation. Für Selbsthilfeorganisationen und Verbände bietet die Testversion bereits die Möglichkeit, sich frühzeitig mit den neuen Krankheitsbezeichnungen und Strukturen vertraut zu machen.
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Neuer Behandlungsansatz bei Demenz in der S3-Leitlinie 

Jedes Jahr erhalten etwa 450.000 Menschen in Deutschland die Diagnose Demenz, aktuell sind mehr als 1,8 Millionen Menschen erkrankt. Die Alzheimer-Demenz macht den größten Teil der Demenz-Erkrankungen aus. Sie ist behandelbar, aber nicht heilbar. Empfehlungen zur optimalen Diagnostik und Therapie werden seit 2023 jährlich als Living Guideline in der S3-Leitlinie „Demenzen“ veröffentlicht. Expertinnen und Experten aus 37 Fachgesellschaften, Verbänden sowie Betroffenen- und Angehörigenorganisationen einigten sich Anfang März 2026 auf eine Aktualisierung der Living Guidelines. Die Empfehlung, Alzheimer-Demenz im Frühstadium mit den Antikörpern Lecanemab und Donanemab zu behandeln, wurde neu aufgenommen.
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Neue Hilfsmittel verbessern die Versorgung

GKV-Versicherte haben Anspruch auf eine mehrkostenfreie Versorgung mit Hilfs- und Pflegehilfsmitteln. Das Hilfsmittelverzeichnis, das jährlich angepasst und aktualisiert wird, legt fest, welche qualitativ hochwertigen, bedarfsgerechten und innovativen Hilfs- und Pflegehilfsmitteln zu Lasten der GKV verordnet werden können. In den vergangenen zwölf Monaten wurden 3.722 neue Produkte in dieses Verzeichnis aufgenommen. Mikroprozessorgesteuerte Handorthesen, smarte Anti-Dekubitus-Liegesysteme oder neue Aerosol-Inhalationsgeräte für Kinder sind nur drei Beispiele dafür, wie die ständige Aktualisierung des Hilfsmittelverzeichnisses die Versorgung der Versicherten verbessert. Insgesamt stehen gesetzlich Versicherten derzeit 47.825 Hilfsmittel in 42 Produktgruppen zur Verfügung. Davon profitieren GKV-Versicherte in mehr als 32 Millionen Versorgungsfällen jährlich.
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Erster Deutscher Präventionsgipfel

Beim Ersten Deutschen Präventionsgipfel des AOK-Bundesverbands am 5. März 2026 in Berlin diskutieren Fachleute aus Politik, Wissenschaft und Gesundheitswesen über ungenutzte Präventionspotenziale und erfolgreiche Strategien aus anderen europäischen Ländern. Im Mittelpunkt stehen zentrale Handlungsfelder wie Ernährung, Bewegung sowie der Umgang mit Alkohol und Tabak. Fortschritte in der Prävention sind auch für Selbsthilfeorganisationen von großer Bedeutung, da sie chronisch kranke Menschen dabei unterstützen, einen gesundheitsförderlichen Lebensstil zu entwickeln und im Alltag umzusetzen.
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Fachgesellschaft fordert bessere Rahmenbedingungen für Menschen mit Diabetes

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat auf ihrer Jahrespressekonferenz politische Schritte angemahnt, um soziale Ungleichheiten in der Diabetes