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VKAD legt Fünf-Punkte-Plan für internationale Pflegekräfte vor

15.09.2026 2 Min. Lesedauer

Der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) fordert schnellere und transparentere Verfahren zur Gewinnung internationaler Pflegekräfte für die stationäre und ambulante Pflege. „Deutschland braucht Pflegekräfte aus der ganzen Welt und stellt ihnen gleichzeitig die eigene Bürokratie in den Weg“, sagte VKAD-Geschäftsführer Andreas Wedeking heute in Berlin. „Der Arbeitsplatz ist da, die Einrichtung wartet, die Pflegekraft will anfangen und trotzdem können Monate vergehen.“ Der Verband stellte einen Fünf-Punkte-Plan für die Anwerbung, Integration und Bindung internationaler Pflegekräfte und Auszubildender aus Drittstaaten vor.

Das Papier umfasst eine bundesweit einheitliche digitale Positivliste für ausländische Pflegeabschlüsse, eine digitale Work-and-Stay-Agentur, verbindlichere Visaverfahren, eine stärkere Sprach- und Integrationsförderung sowie die Ausweitung fairer Anwerbung und der Refinanzierung auf internationale Auszubildende.

Arbeitgeber und internationale Pflegefachkräfte sollten bereits vor Beginn des Anerkennungsverfahrens erkennen können, ob ein Abschluss voll anerkannt werde oder Anpassungsmaßnahmen nötig seien, erläuterte Sascha Andree, Referent für Personal und Ausbildung im VKAD. Die geplante Work-and-Stay-Agentur dürfe „keine weitere Behörde neben bestehenden Strukturen werden“. Sie müsse vielmehr eine Lotsenfunktion einnehmen und die derzeit parallel laufenden Verfahren von Anerkennungsstelle, Ausländerbehörde, Auslandsvertretung und Bundesagentur für Arbeit bündeln.

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Allein binnen der vergangenen beiden Wochen seien 275 Bewerbungen aus Drittstaaten über das digitale Bewerbermanagement und weitere 600 per E-Mail eingegangen, berichtete die Geschäftsführerin der Caritas Altenhilfe Berlin, Bärbel Arwe. „Wir können diese Flut von Bewerbungen nicht bearbeiten.“ Der formale Prozess sei zu unübersichtlich und aufwendig, kritisierte Arwe.

In der ambulanten und stationären Pflege hat nach VKAD-Angaben fast jede vierte Pflegekraft eine ausländische Staatsangehörigkeit. Zudem wächst seit 2022 die Beschäftigung in der Pflege im Wesentlichen durch ausländische Beschäftigte. Gleichzeitig könnte laut Statistischem Bundesamt die Zahl der Pflegebedürftigen allein durch die Alterung der Bevölkerung von rund fünf Millionen Ende 2021 auf etwa 6,8 Millionen im Jahr 2055 steigen. (ts)

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