Angebot anzeigen für:
Kontakt zu meiner AOK Rheinland/Hamburg
Ort/Kasse korrigieren
Geschäftsstellen werden geladen ...

Zuzahlungen auf einen Blick

Bei einigen Leistungen sieht der Gesetzgeber Zuzahlungen der Patienten vor. Kinder und Jugendliche sind von fast allen Zuzahlungen befreit. Auch Schwangere müssen für bestimmte Leistungen nichts zuzahlen. Alle anderen zahlen höchstens zwei Prozent ihrer jährlichen Bruttoeinnahmen, abzüglich Freibeträge für Kinder sowie Ehe- oder Lebenspartner. Welche Zuzahlungen das sind, erfahren Sie hier.

Zuzahlung für verschreibungspflichtige Arzneimittel, Verbandmittel, Hilfsmittel

  • Zehn Prozent der Kosten für Arznei-, Verband- oder Hilfsmittel, jedoch mindestens fünf und höchstens zehn Euro. Kostet das Mittel weniger als fünf Euro, zahlen Sie natürlich höchstens den tatsächlichen Preis.
  • Zehn Prozent des von der Krankenkasse zu übernehmenden Gesamtbetrags für Hilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind. Jedoch nicht mehr als zehn Euro für den gesamten Monatsbedarf.  

Für besonders preiswerte Medikamente zahlen Sie nichts zu. Das gilt für Medikamente, deren Preis mindestens 30 Prozent unter dem Festbetrag liegt, den die gesetzlichen Krankenkassen für das Arzneimittel erstatten.

Zuzahlung für vollstationäre Krankenhausbehandlung

  • Zehn Euro pro Tag für maximal 28 Tage im Kalenderjahr
  • Keine Zuzahlung bei stationärer Entbindung

Zuzahlung für Häusliche Krankenpflege

  • Zehn Prozent der Kosten für die ersten 28 Tage der Inanspruchnahme pro Kalenderjahr
  • Zehn Euro je Verordnung

Zuzahlung für Haushaltshilfe

  • Zehn Prozent der Kosten pro Tag, jedoch mindestens fünf und höchstens zehn Euro
  • Keine Zuzahlung im Rahmen einer Schwangerschaft oder Entbindung

Zuzahlung für Soziotherapie

  • Zehn Prozent der Kosten, mindestens fünf und höchstens zehn Euro je Kalendertag der Inanspruchnahme

Zuzahlung für Heilmittel, zum Beispiel Physiotherapie oder Massagen

  • Zehn Prozent der Kosten für die Behandlung sowie zehn Euro je Verordnung

Zuzahlung für Anschlussrehabilitation

  • Zehn Euro pro Tag für maximal 28 Tage im Kalenderjahr; dabei zählen die Tage des vorherigen Krankenhausaufenthaltes mit

Zuzahlung für Mutter-/Vater-Kind-Kur

  • Zehn Euro pro Tag

Zuzahlung für Kuren

  • Zehn Prozent der Kosten für Heilmittel sowie zehn Euro je Verordnung bei einer ambulanten Kur
  • Zehn Euro pro Tag bei einer stationären Vorsorge- oder Rehabilitationskur

Zuzahlungen für Fahrkosten

  • Zehn Prozent der Kosten pro Fahrt zu einer Behandlung, mindestens fünf und höchstens zehn Euro, jedoch nicht mehr als der Fahrpreis an sich. Diese Zuzahlung gilt auch für Kinder und Jugendliche. Hin- und Rückfahrt gelten jeweils als Einzelfahrt.

Die Berechnung für das gewählte Jahr erfolgt mit voraussichtlichen Werten.

Was gilt bei Bezug von Sozialhilfe / ALG II?

Bei Versicherten, die z.B. ALG II, Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII erhalten oder bei denen die Kosten der Unterbringung in einem Heim von einem Träger der Sozialhilfe getragen werden, gilt unabhängig von weiteren Einnahmen als Bruttoeinnahmen für die gesamte Bedarfsgemeinschaft nur einmalig der Regelsatz für die Regelbedarfsstufe 1 nach § 28 SGB XII.

Welche Kinder sind zu berücksichtigen?

Kinder sind zu berücksichtigen, sofern sie im gemeinsamen Haushalt mit dem Versicherten leben. Kinder bis zum Kalenderjahr, in dem sie das 18. Lebensjahr vollenden, generell (unabhängig davon, ob sie familien-, pflicht-, freiwillig oder nicht gesetzlich versichert sind). Kinder ab dem Kalenderjahr, in dem sie das 19. Lebensjahr vollenden, sofern sie familienversichert sind.

Wer wird als Ehegatte berücksichtigt?

Der Ehegatte oder Lebenspartner (eingetragene Lebenspartner nach dem "Gesetz zur Beendigung der Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Gemeinschaften") ist immer zu berücksichtigen, wenn er im gemeinsamen Haushalt mit dem Versicherten lebt, unabhängig davon, ob er selbst versichert, familienversichert oder nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist.

Ein gemeinsamer Haushalt ist auch dann anzunehmen, wenn ein Ehegatte oder Lebenspartner dauerhaft in eine vollstationäre Einrichtung der Pflege oder in eine vollstationäre Einrichtung der Hilfe für behinderte Menschen aufgenommen wurde, in der Leistungen der Pflegeversicherung nach dem SGB XI erbracht werden.

Welche Einnahmen werden angerechnet?

Für die Berechnung ist auf die tatsächlichen jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt abzustellen. Zu den Bruttoeinnahmen gehören z.B. das Arbeitsentgelt aus einer Beschäftigung inklusive Sonderzuwendungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld, Rentenleistungen und Arbeitseinkommen.

Wer gilt als chronisch krank?

Die Entscheidung zum Vorliegen einer chronischen Erkrankung wird auf Basis der ärztlichen Bescheinigung getroffen. Das dafür erforderliche Formular stellt der behandelnde Arzt aus.

Weitere Leistungen der AOK

Wenn Sie verschreibungspflichtige Medikamente benötigen, übernimmt die AOK den Großteil der Kosten.
Mehr erfahren
Die AOK zahlt Cannabis in eng begrenzten Ausnahmefällen als Arzneimittel für Schwerstkranke.
Mehr erfahren
Medizinische Hilfsmittel wie Gehhilfen und Rollstühle erleichtern den Alltag.
Mehr erfahren

Das könnte Sie auch interessieren

Medikamente wirken besser, wenn Sie sie wie vorgesehen einnehmen.
Mehr erfahren
Die AOK bietet Ihnen telefonische Beratung zum richtigen Umgang mit Medikamenten in Schwangerschaft und Stillzeit.
Mehr erfahren
Schnelle Hilfe: Ein Grundsortiment an Medikamenten und Verbandmitteln gehört in jede Hausapotheke.
Mehr erfahren

Kontakt zu meiner AOK Rheinland/HamburgOrt/Kasse korrigieren

Zur Kontaktseite

Newsletter

Der AOK-Newsletter schickt monatlich die neuesten Meldungen aus den Bereichen Medizin, Fitness, Ernährung, Karriere und Gesundheit in Ihr Postfach.

Um einen RSS-Feed zu abonnieren, benötigen Sie einen Browser, der RSS unterstützt. Die aktuellen Standardbrowser (z. B. Mozilla Firefox, Internet Explorer oder Chrome) unterstützen RSS-Feeds. Um die Feeds zu abonnieren, klicken Sie bitte auf den unten angegebenen Link. Benennen Sie den RSS-Link nach Ihren Wünschen und speichern Sie ab. Über eine neue Schaltfläche in Ihrem Browser können Sie dann die News erreichen.
Die RSS-Technologie ermöglicht Ihnen die tagesaktuellen News aus der Themenwelt der aok.de einfach und bequem zu abonnieren. Sie können sich unsere News-Themen in ihrem Browser oder einem RSS-Reader anzeigen lassen. Teilweise unterstützen auch Bildschirmschoner und E-Mail-Programme den RSS-Feed. Sie können daher die News sehr flexibel einsetzen.
Zur Kontaktseite