Angebot anzeigen für:
Kontakt zu meiner AOK Rheinland/Hamburg
Ort/Kasse korrigieren
Geschäftsstellen werden geladen ...

Zukunftsweisende Initiative für mehr Patientensicherheit im Alter

AOK Rheinland/Hamburg und Apothekerverband Nordrhein wollen Arzneimitteltherapie in Alten- und Pflegeheimen nachhaltig verbessern. Gemeinsame Pressemitteilung AOK Rheinland/Hamburg und Apothekerverband Nordrhein e. V.

26.11.2012

Düsseldorf. Um die Arzneimitteltherapie in Alten- und Pflegeheimen nachhaltig zu verbessern, starten die AOK Rheinland/Hamburg und der Apothekerverband Nordrhein ein gemeinsames Pilotprojekt. Im Mittelpunkt steht die patientenindividuelle Umsetzung eines Medikationsmanagements durch den Apotheker. So sollen insbesondere unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) durch relevante Wechselwirkungen, Doppel- und Mehrfachverordnungen sowie potentiell inadäquate Medikation (PRISCUS-Liste) zurück gedrängt werden. Gerade ältere Menschen müssen oft viele Arzneimittel einnehmen. Die Gefahr von unerwünschten Wechselwirkungen steigt bei der Einnahme von mehr als fünf Arzneimitteln sprunghaft an.

„Wir freuen uns darüber, dass wir beginnend mit den Menschen im Pflegeheim einen gemeinsamen Weg mit den Apothekern gefunden haben, um der Übermedikation dieser Menschen etwas entgegenzusetzen“, erklärte Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg. „Die AOK Rheinland/Hamburg engagiert sich seit langem in diesem Bereich und wir sind davon überzeugt, dass dies ein weiterer und wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist.“

„Ich bin überzeugt, dass der Medikationscheck durch Apotheker die Arzneimitteltherapie in Alten- und Pflegeheimen nachhaltig verbessern wird“, erklärt Thomas Preis, Vorstandsvorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein e. V. Wesentliche Grundlage der Vereinbarung mit der AOK Rheinland/Hamburg ist die Übertragung der Koordination des gesamten Medikationsmanagements auf den Apotheker. Von der Kooperation geht somit ein wichtiges Signal aus für die wachsende Bedeutung von besonderen pharmazeutischen Dienstleistungen durch Apotheker“, so Preis weiter.

Langfristiges Ziel: Modell soll Teil der Regelversorgung werden

Das Pilotprojekt wird durch eine Machbarkeitsstudie eines externen wissenschaftlichen Instituts begleitet. Erste aussagekräftige Ergebnisse sollen bereits Ende des Jahres 2013 vorliegen. Das langfristige Ziel besteht darin, dass dieses zukunftsweisende Modell gemäß der Umsetzungsempfehlungen der Landesgesundheitskonferenz 2012 langfristig Teil der Regelversorgung werden soll.

Ministerin Steffens begrüßt Initiative ausdrücklich

"Ich begrüße diese Initiative ausdrücklich, weil wir insbesondere aufgrund der immer älter werdenden Patientinnen und Patienten ein wirksameres Medikationsmanagement und eine bessere sektorübergreifende und multiprofessionelle Zusammenarbeit von Ärzte-, Apothekerschaft und Pflegeeinrichtungen brauchen, um die Arzneimitteltherapie zu optimieren und um Arzneimittelrisiken besser und frühzeitiger erkennen zu können", erklärte dazu Gesundheitsministerin Barbara Steffens.

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
André Maßmann
E-Mail: andre.massmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1262
Telefax: 0211 8791-1232