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Weniger Bürokratie in der Pflege

Hamburger Landespflegeausschuss unterstu?tzt Einfu?hrung einer vereinfachten Dokumentation

03.11.2014

Der Hamburger Landespflegeausschuss (LPA) unterstu?tzt eine Entbu?rokratisierung
der Pflegedokumentation, damit mehr Zeit fu?r die Pflege und Betreuung von pflegebedu?rftigen Menschen zur Verfu?gung steht. Eine spezielle Arbeitsgruppe soll die flächendeckende Einfu?hrung einer vereinfachten Pflegedokumentation in Hamburg koordinieren und begleiten. In der Arbeitsgruppe werden die Verbände der Leistungsanbieter, die Landesverbände der Pflegekassen, der Medizinische Dienst der Krankenversicherung und die Behörde fu?r Gesundheit und Verbraucherschutz vertreten sein.

„Eine einfachere Pflegedokumentation wird dazu beitragen, dass Pflegekräfte ku?nftig mehr Zeit fu?r die direkte Betreuung der ihnen anvertrauten Menschen haben“, so Gesundheitssenatorin Cornelia Pru?fer-Storcks. „In die auf Bundesebene entwickelte vereinfachte Pflegedokumentation sind bereits Elemente aus dem Konzept eingeflossen, das in Hamburg erarbeitet wurde. Deshalb ist es konsequent, dass sich der Hamburger Landespflegeausschuss weiter bei der bundesweiten Einfu?hrung engagiert.“


Durch die vereinfachte und auch im Ansatz veränderte Pflegedokumentation lässt sich der Dokumentationsaufwand deutlich reduzieren. Einrichtungen, die an einem Praxistest teilgenommen haben, reduzierten ihre Dokumentation pro Pflegebedürftigem von ca. 20 auf 10 Seiten. Die vereinfachte Dokumentation besteht u?bersichtlich aus fu?nf Themenblöcken, die aufeinander abgestimmt und bezogen sind. Die Wu?nsche und Bedu?rfnisse der pflegebedu?rftigen Menschen stehen dabei im Mittelpunkt. Regelmäßig wiederkehrende Tätigkeiten beispielsweise werden nun in Tages- und Wochenplänen zusammengefasst. Abweichungen werden hingegen einzeln dokumentiert.


Das Bundesministerium fu?r Gesundheit (BMG) hat die Entwicklung dieser vereinfachten Pflegedokumentation unterstu?tzt und finanziell gefördert. Sie wurde mit großem Engagement erfolgreich von ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen sowie den Medizinischen Diensten der Krankenversicherung getestet. Das BMG hat entsprechend die bundesweite Implementierung dieser vereinfachten Dokumentation beschlossen und die Länder gebeten, zur Koordinierung geeignete Gremien auf Landesebene einzurichten. Diese sollen das zuständige Bundesgremium unterstu?tzen und zu einer bundesweit möglichst einheitlichen Implementierung beitragen. Dazu wurde in Hamburg die Arbeitsgruppe des LPA eingesetzt.


Martin Sielaff, Geschäftsfu?hrer der Hamburgischen Pflegegesellschaft: „Die Hamburgische Pflegegesellschaft hat gerne die Federfu?hrung fu?r die Arbeitsgruppe des Landespflegeausschusses zur flächendeckenden Einfu?hrung der vereinfachten Pflegedokumentation u?bernommen. Fu?r die Pflegebetriebe und die Pflegekräfte ist die bisherige Pflegedokumentation seit vielen Jahren ein Ärgernis: belastend, fachlich fragwu?rdig, aufwendig und bu?rokratisch. Es wurde höchste Zeit, dass grundsätzliche Verbesserungen der Pflegedokumentation vorgenommen werden. Sobald alle Informationen der Bundesebene zur qualitätsgeleiteten Einfu?hrung der entbu?rokratisierten Pflegedokumentation vorliegen, werden wir uns in Hamburg an der Implementierungsstrategie des Bundes beteiligen. Alle gewinnen durch diesen Entbu?rokratisierungsschritt: Die Menschen, die gepflegt werden, erhalten mehr unmittelbare Pflegezeit, die Pflegekräfte können ihrer Qualifikation besser gerecht werden und die Pflegebetriebe können entbu?rokratisierter arbeiten.“


Kathrin Herbst, Leiterin der vdek-Landesvertretung Hamburg: „Die Erprobung hat gezeigt, dass eine vereinfachte Pflegedokumentaktion die erwarteten Effekte zur Übersichtlichkeit, Zeitersparnis und Mitarbeitermotivation hat. Auch mit einer sinnvoll reduzierten Dokumentation lassen sich die fachlichen Standards einhalten und die Kommunikation aller Beteiligten zur Situation des Pflegebedu?rftigen gewährleisten. Das ist uns wichtig.“


Ulrich Pannen, Geschäftsbereichsleiter Pflege der AOK Rheinland/Hamburg: „Die ersten Erfahrungen zeigen, dass sich die Dokumentation sinnvoll begrenzen lässt und die Pflegekräfte dadurch Zeit fu?r die praktische Pflege gewinnen. Die AOK Rheinland/Hamburg sieht in diesen ermutigenden Zeichen einen Schritt in die richtige Richtung.“

Im Hamburger Landespflegeausschuss beraten Vertreter der Verbände der Pflegeeinrichtungen, der Pflegekassen, des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung, der privaten Krankenversicherung, der Behörde fu?r Gesundheit und Verbraucherschutz, der Bezirksämter, des Landes-Seniorenbeirates, der Landesarbeitsgemeinschaft fu?r behinderte Menschen und der bezirklichen Pflegekonferenzen sowie ohne Stimmrecht weitere Expertinnen und Experten
unter Vorsitz von Gesundheitssenatorin Cornelia Pru?fer-Storcks regelmäßig u?ber aktuelle Fragen der Pflege. Der Ausschuss kann Anregungen und Empfehlungen zur gesundheitlichen Versorgung und Entwicklung pflegerischer Versorgungsstrukturen abgeben.

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
André Maßmann
E-Mail: andre.massmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1262
Telefax: 0211 8791-1232