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Jeder Zweite treibt wegen Corona weniger Sport

Die Lockdown-Monate mit ihren geschlossenen Fitnessstudios und Sporthallen sowie dem stark eingeschränkten Vereins- und Gruppensport führen dazu, dass die Menschen in Deutschland weitaus weniger sportlich aktiv sind als vor der Corona-Pandemie. Das belegt eine Civey-Umfrage im Auftrag der AOK Rheinland/Hamburg, an der sich mehr als 10.000 Menschen beteiligt haben.

Die Pandemie wirkt sich nachteilig auf die Fitness aus. Das zeigt eine Umfrage der AOK Rheinland/Hamburg.

48 Prozent der Befragten geben an, dass sie seltener trainieren als früher, also rund jeder Zweite.

Besonders deutlich wird der Rückgang bei den Jüngeren: 56 Prozent der 18- bis 29-Jährigen sagen, dass sie aktuell weniger Sport treiben. Nicht ganz so massiv fallen die Veränderungen bei den Älteren aus: In der Gruppe der Menschen über 65 Jahre haben „nur“ 43 Prozent ihr Trainingspensum in der Pandemie heruntergefahren.

Im Bundesländer-Vergleich schneidet Hamburg am schlechtesten ab, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern am besten. NRW im Mittelfeld

Im Bundesländer-Vergleich schneidet Hamburg am schlechtesten ab. Hier sind 61 Prozent der Menschen weniger sportlich aktiv als vor der Pandemie, gefolgt von Berlin mit einem Rückgang von 58 Prozent. Nordrhein-Westfalen liegt mit 49 Prozent ungefähr im Durchschnitt. Am geringsten sind die Veränderungen in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern, wo jeweils 41 Prozent der Einwohner angeben, derzeit weniger Sport zu treiben. Grundsätzlich gilt: Je dichter eine Region besiedelt ist, desto weniger trainieren die Menschen in der Pandemie. In eng bebauten Großstädten sind derzeit 57 Prozent weniger aktiv, in ländlichen Regionen fahren 40 Prozent ihr Trainingspensum zurück.

Bei einer kleineren Gruppe sorgt der veränderte Alltag mit Homeoffice und Kontaktbeschränkungen allerdings auch dafür, dass sie intensiver Sport treibt: Deutschlandweit sagen das 15 Prozent der Menschen.

„Es ist wichtig, auch während der Pandemie aktiv zu bleiben. Bereits geringe körperliche Aktivitäten wie kleine Spaziergänge haben einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit. Solche Auszeiten vom Alltag tun gut und bringen Herz und Kreislauf in Schwung“, sagt Rolf Buchwitz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg.

Tatsächlich ist das Spazierengehen bei vielen Menschen während der Pandemie beliebter geworden. Auch das zeigt die Umfrage im Auftrag der AOK Rheinland/Hamburg. 43 Prozent der Deutschen gehen nun mehr spazieren als früher. Spitzenreiter im Bundesländer-Vergleich ist Bremen, wo 52 Prozent der Einwohner häufiger zu Fuß unterwegs sind, auch die Hamburger sind viel auf den Beinen (Zunahme um 50 Prozent). Schlusslicht ist Sachsen-Anhalt mit einer Steigerung von 36 Prozent. Nordrhein-Westfalen liegt mit 43 Prozent genau im Durchschnitt.

Übungen online und zu Hause liegen im Trend

„In diesen Zeiten kann das Fitness- und Trainingsprogramm sogar intensiver ausfallen. Eine gute Alternative zum Sportkurs in der Gruppe können beispielsweise Online-Angebote für zu Hause sein“, sagt Rolf Buchwitz. Gerade in den Wochen und Monaten, in denen die Menschen im Homeoffice viel Zeit im Sitzen verbringen, müsse vermieden werden, dass sie sich zu wenig bewegen.

Immerhin 26 Prozent der Menschen geben bei der Umfrage an, dass sie während der Corona-Pandemie häufiger Übungen zu Hause machen als in der Vor-Corona-Zeit. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 36 Prozent, also mehr als jeder Dritte.

WHO empfiehlt mindestens 150 bis 300 Minuten moderate Bewegung pro Woche

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat kürzlich ihre Bewegungsempfehlungen für Erwachsene aktualisiert. Demnach sollten Menschen zwischen 18 und 64 Jahren mindestens zweieinhalb bis fünf Stunden Bewegungszeit pro Woche einbauen und moderaten Sport wie Radfahren, zügiges Gehen oder Schwimmen betreiben. Das gelte auch für chronisch Kranke und Menschen mit Behinderungen.

Die AOK Rheinland/Hamburg unterstützt zahlreiche Fitness- und Gesundheitskurse, auch online, und bezuschusst die Kursgebühren. Einen guten Überblick über passende Angebote in der Nähe bietet die Seite www.fit-mit-der-aok.de Für eine persönliche Beratung in Sachen Fitness und Bewegung geben die AOK-Experten unter der kostenfreien Nummer 0800 3 265 265 gerne Auskunft.

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