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Versorgung von Schwerstkranken: Einzigartige Betreuung für Patienten im Rheinland vorhanden

Die palliativmedizinische Versorgung für Schwerstkranke weist auf Bundesebene noch große Lücken auf

20.10.2014

Daher begrüßt die AOK Rheinland/Hamburg die Forderung von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe nach einer Verbesserung der momentanen Strukturen. Schon lange hat sich das Rheinland zum Vorreiter entwickelt, wenn es darum geht, dass sterbenskranke Patienten ihre letzten Lebenswochen in der gewohnten häuslichen Umgebung verbringen können. Unter Federführung der AOK Rheinland/Hamburg wurde die diesbezügliche ambulante Betreuung kontinuierlich ausgebaut – mit Erfolg: Im Bereich der ambulanten pädiatrischen Palliativversorgung für schwerstkranke Kinder im Rheinland ist die Versorgung bereits flächendeckend sichergestellt. Und auch für betroffene Erwachsene ist die optimale Behandlung in den eigenen vier Wänden nahezu rheinlandweit möglich.

„Es ist höchste Zeit, dieses sensible Thema stärker in den Mittelpunkt zu rücken“, sagt Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg. „Im Rheinland sind wir hier gemeinsam mit unseren Partnern schon lange auf
einem guten Weg. Eine qualitativ hochwertige Versorgung für die Menschen steht für uns dabei im Vordergrund.“ Die erforderlichen finanziellen Mittel werden hierzu von den nordrheinischen Krankenkassen/-verbänden zur Förderung und zum kontinuierlichen Ausbau dieser Versorgungslandschaften zur Verfügung gestellt. „Nun hoffen wir, dass die Versorgung auch in anderen Gebieten baldmöglichst ausgebaut wird“, so Wältermann.

Die ambulante Palliativversorgung bietet eine umfassende häusliche Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen. Statt in einem Krankenhaus oder Hospiz können die Patienten auf ihren Wunsch zu Hause sorgsam medizinisch und pflegerisch - bei Bedarf rund um die Uhr - versorgt werden. Ziel der Palliativ-Medizin ist die Schmerzlinderung bei Patienten mit schwersten, unheilbaren Erkrankungen.

Bundesweit einzigartig wird in NRW neben der gesetzlich verankerten Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) die Allgemeine ambulante Palliativversorgung (AAPV) in einem Selektivvertrag zwischen den Primärkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein angeboten. Vier Versorgungsverträge zur ambulanten pädiatrischen Palliativversorgung bilden zudem die Basis für die rheinlandweite Versorgung schwerstkranker Kinder. Die Verträge mit den jeweiligen Unikliniken sowie niedergelassenen Kinder- und Jugendärzten wurden an den Standorten Düsseldorf, Bonn, Essen und Aachen realisiert. Partner der AOK Rheinland/Hamburg sind hier zudem die BARMER GEK, die IKK Classic sowie die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau.

Zum Hintergrund: Etwa zehn Prozent aller Sterbenden benötigen eine besonders
aufwendige, spezialisierte Versorgung. Um dies in häuslicher Umgebung zu
ermöglichen, setzt die SAPV auf je ein Palliative-Care-Team innerhalb bestehender
Strukturen der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung in Rheinland.
SAPV-Verträge bestehen bisher in der Städteregion Aachen, in Bonn, Düren,
Duisburg, Düsseldorf, Dormagen, Essen, Köln, Krefeld, Leverkusen,
Mönchengladbach, Oberhausen, Solingen, im Kreis Mettmann, im Rhein-Sieg-Kreis,
im Rheinisch-Bergischen Kreis, im Kreis Heinsberg, in den Kreisen Kleve und
Wesel, im Rhein-Erft-Kreis sowie in Wuppertal.

Ein Palliative-Care-Team besteht aus mindestens drei qualifizierten Palliativ-Ärzten
und mindestens vier Palliativ-Pflegefachkräften. Voraussetzung für die Teilnahme
an der Versorgung ist neben der Qualifikationsanforderung die Sicherstellung einer
24-Stunden-Bereitschaft an sieben Tagen in der Woche. Dazu kommen
Kooperationen mit ambulanten Hospizen und Apotheken.

Hat der Patient vom Haus-, Fach- oder Krankenhaus-Arzt eine Verordnung
bekommen, besucht das Palliative-Care-Team den Kranken zu Hause und plant
die optimale häusliche Versorgung unter Einbeziehung des bisher betreuenden
Haus- oder Facharztes. Dieser kann auch weiter in die Versorgung eingebunden
werden

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
André Schall
E-Mail: andre.schall@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1539
Telefax: 0211 8791-1232