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Zum Tag der seltenen Erkrankungen: Bessere Versorgung von Mukoviszidose-Patienten gefordert

AOK Rheinland/Hamburg, BARMER und IKK classic bieten gemeinsam mit beteiligten Mukoviszidose-Zentren ihren an Mukoviszidose erkrankten Versicherten im Rheinland seit rund einem Jahr umfassende zusätzliche Leistungen an, die die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) ergänzen. Eine erste Zwischenbilanz zeigt: Mukoviszidose-Patienten benötigen diese weiteren Angebote, die über die Regelleistungen der ASV hinausgehen.

Krankenkassen und Mukoviszidose-Zentren bieten im Rheinland zusätzliche Leistungen an

„Wir ermöglichen unseren an Mukoviszidose erkrankten Versicherten im Rheinland zum Beispiel eine psychosoziale Betreuung und unterstützen den interdisziplinären Austausch ihrer Ärzte. Die bisherigen Erfahrungen verdeutlichen, dass die Mukoviszidose-Patienten von diesen zusätzlichen Leistungen profitieren“, sagt Matthias Mohrmann, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg, stellvertretend für die anderen beteiligten Krankenkassen und teilnehmenden Leistungserbringer. „Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass diese zusätzlichen Leistungen als fester Bestandteil in die ambulante spezialfachärztliche Versorgung aufgenommen werden, so dass Mukoviszidose-Patienten bundesweit besser versorgt werden können.“

Die beteiligten Krankenkassen bieten gemeinsam mit den Universitätskliniken in Köln und Essen, der Ruhrlandklinik Essen, dem Luisenhospital Aachen und der Kinderarztpraxis Laurensberg unter anderem eine Teilnahme am Mukoviszidose-Register an und übernehmen die Kosten für die Vorbereitungen einer Behandlung zuhause, die eine stationäre Behandlung ersetzen kann. Zudem können durch den seit einem Jahr gültigen Versorgungsvertrag auch erwachsene Mukoviszidose-Patienten eine aufwändigere ärztliche Beratung in Anspruch nehmen. Die Kooperationspartner stellen dadurch gemeinsam eine spezialisierte medizinische Betreuung der Mukoviszidose-Patienten sicher, die über die Regelversorgung hinausgeht.

Hintergrund

Mukoviszidose ist die häufigste der sogenannten seltenen Erkrankungen. Deutschlandweit sind etwa 8.000 Patienten davon betroffen. Die angeborene Stoffwechselerkrankung beeinträchtigt typischerweise die Lungenfunktion und den Magen-Darm-Trakt, aber auch weitere Organe können betroffen sein. Zertifizierte Zentren ermöglichen eine bestmögliche interdisziplinäre Behandlung und Betreuung der Patienten. Zu ihren Leistungen gehören neben einer spezialisierten medizinischen Betreuung auch eine umfangreiche ärztliche Beratung, die Ernährungsberatung, spezialisierte Physiotherapie und psychosoziale Betreuung.

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