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Signifikant weniger Brüche bei Osteoporose durch abgestimmtes Vorsorgeprogramm

Erfolgreiche Initiative der AOK Rheinland/Hamburg und des Kompetenznetzwerks Osteoporose Nordrhein wird fortgeführt

15.10.2013

Düsseldorf. Die AOK Rheinland/Hamburg und das Kompetenznetzwerk Osteoporose Nordrhein haben heute die neusten Ergebnisse ihres Vorsorgeprogramms gegen Osteoporose vorgestellt. 7200 AOK Versicherte – davon 85 Prozent Frauen und 15 Prozent Männer – nahmen in den letzten vier Jahren an dem Programm teil. Das zufriedenstellende Ergebnis: Die Teilnehmer mussten deutlich seltener wegen eines Knochenbruchs ins Krankenhaus eingewiesen werden. Im Vergleich zur Regelversorgung – das betrifft alle Patienten mit therapiebedürftiger Osteoporose, die nicht am Vorsorgeprogramm teilnahmen – konnte die Zahl der Krankenhauseinweisungen aufgrund Osteoporose-bedingter Knochenbrüche um 35 Prozent gesenkt werden.

Osteoporose, meist auch Knochenschwund genannt, führt zur Verringerung der knöchernen Gerüstsubstanz der Knochenbälkchen. Vor allem Frauen sind von der Erkrankung betroffen. Bei fehlender oder unzureichender Therapie steigt die Rate an Knochenbrüchen in Abhängigkeit von Alter und Schweregrad der Osteoporose kontinuierlich an. Gerade nach Oberschenkelbrüchen ist etwa ein Fünftel der Betroffenen nicht mehr in der Lage, sich eigenständig zu versorgen. Diese sind dauerhaft pflegebedürftig. Eine leitliniengerechte Behandlung der Osteoporose dagegen führt zu weniger Knochenbrüchen und verbessert so die Lebensqualität der betroffenen Patienten wesentlich. Bei Osteoporose-Patienten im Vorsorgeprogramm treten am häufigsten Schulter- und Beckenbrüche auf. Das Durchschnittsalter der teilnehmenden Patienten beträgt 75 Jahre, der jüngste ist ein Patient mit 33 Jahren und der älteste eine 98jährige Patientin.

„Osteoporose ist behandelbar, Frakturen müssen nicht sein“


Aufgrund dieses großen Erfolgs sehen sich die AOK Rheinland/Hamburg und das Kompetenznetzwerk Osteoporose Nordrhein darin bestärkt, das Vorsorgeprogramm fortzuführen. Matthias Mohrmann, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg, betonte: „Die Osteoporose-Versorgung hat ihre Wirksamkeit bewiesen. Knochenbrüche, auch schwerer Art, und die damit verbundenen Krankenhaus-Behandlungen sind zurückgegangen. Gerade für ältere Menschen stellt das einen Gesundheits- und Lebensgewinn dar.“ „Osteoporose ist behandelbar, Frakturen müssen nicht sein“, sagte Dr. Christoph Eichhorn, Mitinitiator und Vorsitzender des Kompetenznetzwerks Osteoporose.

Die Teilnehmer des Programms erhalten eine bessere Versorgung mit Osteoporose-spezifischen Arzneimitteln und benötigen gleichzeitig weniger Analgetika (Schmerzmittel) als Patienten in der Regelversorgung. Durch die zeitlich aufwendigere Betreuung des Arztes gibt es bei den Teilnehmern eine viel höhere Therapie- und Einnahmetreue als bei den Versicherten in der Regelversorgung. Das bedeutet: Sie nehmen die Kontrolluntersuchungen beim behandelnden Arzt öfter wahr und die Medikamente wesentlich regelmäßiger ein.

Auch wissenschaftlich findet das Projekt erhebliche Beachtung: So wurde die Ver-öffentlichung der Ergebnisse in der Zeitschrift für Orthopädie und Unfallchirurgie mit dem Versorgungsforschungspreis 2013 der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie ausgezeichnet.

Osteoporose ist längst zu einer Volkskrankheit geworden


In Deutschland schätzt man die Zahl der Betroffenen auf sieben Millionen – jede dritte Frau und jeder fünfte Mann ab dem 50. Lebensjahr leidet unter Osteoporose. Vor allem der Anteil an Frauen nach der Menopause ist erschreckend hoch.

Dieser Entwicklung steuert das 2005 in Aachen gegründete Kompetenznetzwerk Osteoporose Nordrhein mit seinem speziell für diese Zielgruppe entwickelten Vorsorgeprogramm entgegen. Zu dem Netzwerk haben sich 134 überwiegend niedergelassene Orthopäden sowie Haus- und Fachärzte mit der Zusatzqualifikation Osteologie DVO, Krankenhäuser der Region Aachen bzw. im Rheinland (Medizinisches Zentrum der Städteregion Aachen, Würselen, Luisenhospital Aachen, St. Josef Krankenhaus, Moers, LVR-Klinik für Orthopädie, Viersen, Ev. Krankenhaus Bergisch-Gladbach, St. Marien-Hospital, Köln) und die AOK Rheinland/Hamburg zusam-mengeschlossen, um die Krankheit effizient zu behandeln bzw. Frakturen und auch Krankenhauseinweisungen vorzubeugen. Dadurch können spürbar Kosten eingespart werden. Das Vorsorgeprogramm beinhaltet eine Früherkennung und eine intensive Behandlung durch die teilnehmenden Ärzte. Der am Vertrag teilnehmende Arzt informiert Versicherte über das Vorsorgeprogramm.

Von der erhöhten Frakturanfälligkeit kann das ganze Skelett betroffen sein. Osteoporose gehört zu den zehn häufigsten Erkrankungen und tritt überwiegend im höheren Lebensalter ein. Da man den schleichenden Prozess des Knochenabbaus jedoch nicht spürt und er keine Schmerzen verursacht, werden die mittel- und langfristigen Gefahren unterschätzt. Osteoporose kann zu einer erhöhten Sterblichkeit führen.

Wer bei der AOK Rheinland/Hamburg versichert ist, kann sich bei seinem behandelnden Arzt  oder im Krankenhaus erkundigen, ob diese Mitglied des Kompetenznetzwerkes sind. Die Teilnahme an dem Versorgungsprogramm ist kostenfrei.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.kompetenznetzwerk-osteoporose.de

Pressekontakt

best-media-network
Gitta Deutz
E-Mail: info@best-media-network.de
Telefon: 0172 2079810

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
André Maßmann
E-Mail: andre.massmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1262
Telefax: 0211 8791-1232