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Noch ganz Ohr?

Hörschäden bei Kindern und Jugendlichen

Wachsende Lärmbelastung in der Freizeit schlägt Kindern und Jugendlichen aufs Gehör. Nach Schätzung von Experten hat jeder vierte Teenager in Deutschland Hörprobleme.

Lautes Spielzeug hat in Kinderzimmern nichts zu suchen. Vor allem Spielzeugpistolen, die zu nah ans Ohr gehalten werden, sind gefährlich. Der Schalldruck beim Abfeuern ist so heftig, dass er das Trommelfell zum Reißen bringen kann. Die Schäden sind häufig nicht mehr rückgängig zu machen.

Gefahr geht auch von zu laut eingestellten MP3Playern. Ohne Umweg knallen Schalldruckpegel von bis zu 100 Dezibel (dB) in den Gehörgang - so laut wie ein Preßlufthammer in einem Meter Abstand. Deshalb sollten Eltern beim Kauf eines Players auf eine Pegelbegrenzung achten. Die muß dann natürlich auch eingeschaltet sein.

Hörschädigend wirkt bereits ein Lärmpegel ab 85 dB. Dieser greift die feinen Sinneshärchen der Hörzellen im Innenohr an. Sie sterben nach und nach ab. Je häufiger Kinder einem erhöhtem Lärmpegel ausgesetzt sind, um so mehr nimmt die Hörempfindlichkeit ab. Am Ende droht Schwerhörigkeit.

Großen Einfluß auf die Hörgewohnheiten der Kids hat jedoch auch der Umgang der Eltern mit Lärm. Wenn im Wohnzimmer permanent der Fernseher oder das Radio plärrt, gewöhnen sich die Kleinen schnell an die ständige Geräuschkulisse und steigern später selbst die Lautstärke. Unruhe und Konzentrationsstörungen sind häufig die Folge.

Deshalb sollte in der Freizeit Stille auf dem Programm stehen. So können sich die Ohren erholen.
Es muß nicht immer laut sein: Auch leise Geräusche machen Kindern Spaß, wenn Eltern sie dafür sensibilisieren. Beim Waldspaziergang kann man mit seinem Kindern dem Vogelgezwitscher oder dem Blätterrauschen lauschen. So lernen Kinder, diese Laute zu schätzen.