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Neuer DMP-Qualitätsbericht zeigt: Chronisch Kranke profitieren von koordinierter Betreuung

Der DMP-Qualitätsbericht 2010 fasst die Entwicklung und Bedeutung der Disease-Management-Programme (DMP) zusammen.

04.05.2012

Wichtigstes Ergebnis:
Die intensive Betreuung hilft vielen chronisch kranken Patienten. „Die Patientinnen und Patienten profitieren bei Disease-Management-Programmen von einem hohen Grad an koordinierter ärztlicher Betreuung und individueller Schulung im Umgang mit ihrer Krankheit“, sagt Bernhard Brautmeier, Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein und Vorsitzender der Gemeinsamen Einrichtung DMP in Nordrhein.  Im Rheinland wurden 2010 rund 743.000 Patienten, das sind 5,6 Prozent der Versicherten, im Rahmen eines strukturierten Gesundheitsprogramms behandelt. Die Patienten wurden 2010 innerhalb der Programme von rund 5.400 Hausärzten und einer großen Zahl von Fach- und Klinikärzten in 109 Krankenhäusern betreut. Bei den Patienten handelt es sich um chronisch Kranke mit festgelegten Diagnosen: Asthma bronchiale, chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD), Diabetes mellitus Typ 1/ Typ 2, Koronare Herzerkrankung und Frauen mit Brustkrebs.

Ihre Versorgung ist stärker an den Prinzipien der evidenzbasierten Medizin ausgerichtet – mit engmaschiger Betreuung und enger Koordination zwischen haus-, fachärztlicher und stationärer Versorgung. Die Koordination bei der Betreuung erfolgt in der Regel durch die Hausärzte. Ein Kernelement der hausärztlich-internistisch ausgerichteten Programme ist die Schulung der Patienten, deren Eigenverantwortung beim Umgang mit der Krankheit gefördert werden soll. Im Laufe der Jahre war ein stetiger Anstieg von Verbesserungen zu verzeichnen. „Ein Indiz für den Erfolg des Programms ist zum Beispiel eine gelungene Blutdruckeinstellung bei Typ-2-Diabetikern – das Ziel lautet, den Blutdruck in einem normalen Bereich zu halten“, erläutert Dr. Lutz Altenhofen vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung, das den Bericht erstellt hat. Dieses Ziel wird bei 57,2 Prozent der Patienten erreicht. Im Vergleich zum Jahr 2006 ergibt sich ein Erfolgsanstieg von 5,2 Prozent.

Erstmals erlaubt der Bericht den Blick auf regionale Unterschiede bei der Qualität der Versorgung und beleuchtet, inwiefern die Qualitätsziele erreicht wurden. Trotz der recht heterogenen Struktur in Nordrhein zeigt sich, dass die Erreichung der DMP-Ziele in den Kreisregionen Nordrheins zwar unterschiedlich ausfallen, sich aber insgesamt auf einem hohen Niveau bewegen. Deutliche regionale Unterschiede finden sich bei der Kooperation von Haus- und Fachärzten sowie den Schulungsaktivitäten. So besteht in Kreisregionen, in denen die Ziele durchweg gut erreicht werden, auch eine höhere Chance, dass die Patienten eine empfohlene Schulung wahrnehmen oder an eine diabetologische Schwerpunkteinrichtung überwiesen werden. Das gilt unabhängig vom Alter, dem Geschlecht, der Betreuungsdauer und der Morbidität der Patienten. Mehr Schulungen und eine intensivere Kooperation zwischen den Ärzten führen nachweislich zu einem besseren Gesundheitszustand der Patienten.

Ein wichtiger qualitätssichernder Aspekt der Behandlungsprogramme besteht in einer sehr detaillierten Dokumentation durch die Ärzte. Der Aufwand lohnt sich: Jede Praxis bekommt regelmäßig Feedback-Berichte mit detaillierten Statistiken über die Befunde der eigenen Patienten und die eigene Zielerreichungsquote, ergänzt durch Vergleichsdaten zum Durchschnitt aller Praxen. Die teilnehmenden Ärzte schätzen die Evaluationsberichte und nutzen sie, um Verbesserungspotenziale zu entdecken.

Zur Förderung der DMP erhalten die Krankenkassen zum Ausgleich für ihre Aufwendungen im Rahmen der DMP Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds.  Für die Ärzte in Nordrhein übernimmt das Kölner DMP-Projektbüro des Zentralinstitutes für die kassenärztliche Versorgung (ZI) diese Berichterstattungsfunktion und veröffentlicht jährlich die Ergebnisse der Programmumsetzung in einem Bericht. Das DMP-Projektbüro arbeitet im Auftrag der DMP-Vertragspartner, also der Krankenkassenverbände und der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen sowie der KV Nordrhein.

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
Kontakt: André Maßmann
E-Mail: andre.massmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1262
Telefax: 0211 8791-1125

Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Dr. Heiko Schmitz
Telefon: 0211 5970-8505

BKK-Landesverband Nordwest
Karin Hendrysiak
Telefon: 0201 179-1511

Landwirtschaftliche Krankenkasse NRW
Frank Krenz
Telefon: 0251 2320-472

Knappschaft
Dr. Wolfgang Buschfort
Telefon: 0234 304-82050

Verband der Ersatzkassen e. V.
Landesvertretung NRW
Dirk Ruiss
Telefon: 0211 384-1015

IKK classic
Michael Förstermann
Telefon: 0351 4292-12500