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Morbus Parkinson

Rechtzeitige Diagnose wichtig

Parkinson beginnt meist schleichend. Zu Beginn treten häufig uncharakteristische Missempfindungen im Nacken, Rücken, einem Arm oder Bein auf. Tätigkeiten wie das Zuknöpfen von Hemd oder Bluse fallen zunehmend schwerer. Häufig werden die Schritte immer kleiner, die Stimme leiser und das Gesicht des Betroffenen wirkt immer ausdrucksloser. Die Patienten ermüden viel schneller als gewohnt und die Beweglichkeit lässt nach. Das wird oft als normale Alterserscheinung falsch gedeutet. Charakteristisch ist der einseitige Beginn der Beschwerden. Die Betroffenen sollten sich möglichst frühzeitig in ärztliche Behandlung begeben.

Die klassischen Krankheitszeichen für Parkinson sind das Zittern, die Muskelsteifheit, die Bewegungsarmut sowie Gang- und Gleichgewichtsstörungen. Begleitsymptome können zum Beispiel leichte Depressionen oder Schlafstörungen sein.

Am häufigsten tritt die Erkrankung zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr auf. Lediglich zehn Prozent aller Patienten sind jünger als 40 Jahre. Etwa ein Prozent aller über 60-Jährigen in Deutschland leidet an Parkinson in unterschiedlichster Ausprägung. Es gibt keine Hinweise darauf, wer erkranken könnte und wer nicht. Männer sind insgesamt etwas häufiger betroffen als Frauen.

Im Jahr 1817 entdeckt der Mediziner James Parkinson die nach ihm benannte Krankheit. Die so genannte ,Schüttellähmung’ oder der „Morbus Parkinson“ ist eine langsam fortschreitende Erkrankung des Zentralen Nervensystems. Zellen einer Hirnregion sterben aus noch ungeklärter Ursache ab. Diese Zellen produzieren einen Botenstoff, das Dopamin, dessen Mangel letztlich zu einer Störung aller willkürlichen und unwillkürlichen Bewegungsabläufe führt. Die Krankheit ist nicht ansteckend.

Die Diagnose „Parkinson“ wird durch eine gründliche körperliche Untersuchung, meist beim Facharzt für Nervenerkrankungen, gestellt. Zusätzliche Untersuchungen dienen dem Ausschluss anderer Krankheiten. Die Therapie erfolgt hauptsächlich durch Medikamente.

Wichtig für die Selbständigkeit und das Wohlbefinden des Patienten sind unterstützende Behandlungen, wie Krankengymnastik, Entspannungstherapien und eine ausgewogene Ernährung. Leidet der Patient an Schluck- oder Sprachstörungen, sollte er von einem Sprachtherapeuten behandelt werden. In Selbsthilfegruppen finden der Patient und seine Angehörigen Rat und Unterstützung bei anderen Betroffenen und Fachleuten.