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Krankenstand steigt auf 5,6 Prozent

In Gießereien und Altenheimen ist der Anteil am höchsten

29.08.2011

Der Krankenstand unter den AOK-Mitgliedern im Rheinland ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres gegenüber 2010 von 5,40 auf 5,58 Prozent gestiegen. Der Grund liegt neben dem langen Winter mit einer Erkältungswelle in der erneuten Zunahme der psychischen Erkrankungen. Vor allem in den ersten sechs Wochen der Arbeitsunfähigkeit, also im Bereich der Entgeltfortzahlung, gab es mit einem Anstieg von 3,67 in 2010 auf jetzt 3,82 % einen spürbar höheren Krankenstand. Am höchsten war der Krankenstand wiederum in der Gießerei-Branche mit 7,5 %, am geringsten mit 3,9 % in der Finanz- und Versicherungsbranche. Die Zahlen für 840 000 AOK-Versicherte im Rheinland, die in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, wurden vom Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) der AOK Rheinland/Hamburg ermittelt.

Betrachtet nach Branchen, ergibt sich bei der Häufigkeit folgendes Bild (höchste und niedrigste Betrachtung): Gießereien 7,53 % (2010: 7,36%), Alten- und Pflegeheime 7,45 % (7,17 %) und die Allgemeine öffentliche Verwaltung 7,07 % (6,66 %) liegen an der Spitze. Am niedrigsten ist der Krankenstand neben dem Finanz- und Versicherungsgewerbe (3,93 %; 2010: 3,96 %) im Gastgewerbe mit 4,0 % (3,89 %).

Der Krankenstand nach mehr als sechs Wochen der Arbeitsunfähigkeit (Krankengeld-Bereich) lag mit 1,76 % ebenfalls über dem Vorjahresniveau (1,73 %). Durch die Erkältungswelle im langen Winter stiegen die Ausfalltage durch Atemwegserkrankungen gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 von 139 auf 157 Kalendertage (je 100 Versicherte im Jahr) an, ein Plus von fast 13 %. Ebenso war bei den Infektionen im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr ein merklicher Anstieg zu beobachten: Die Ausfalltage stiegen von 42 um etwa acht Prozent auf beinahe 46 (je 100 Versicherte im Jahr) an.

Aber auch die erneute Zunahme der psychischen Erkrankungen hatte erkennbar Einfluss auf die Erhöhung des Krankenstandes. Die Zahl der Fälle stieg wie in den Vorjahren kontinuierlich an, dadurch erhöhte sich die Anzahl der Ausfalltage auch in diesem Halbjahr um rund sieben Prozent (von ca. 91 auf rund 97 Ausfalltage je 100 Versicherte im Jahr). Damit rangieren die psychischen Erkrankungen mit einem Anteil von 9,6 % an allen Diagnosen hinter den Muskel-Skeletterkrankungen (27,4 %) und den Atemwegserkrankungen (15,6 %) weiter an dritter Stelle.

Ein Service der AOK Rheinland/Hamburg: Detaillierte Auswertungen für Betriebe sind ab 50 AOK-Versicherten im Unternehmen auf Anfrage möglich. Für weitere Auskünfte steht die Teamleiterin der Analyseabteilung des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) in Köln, Petra Meisel, Telefon (0221) 27180-107, zur Verfügung.

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
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André Maßmann
E-Mail: andre.massmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1262
Telefax: 0211 8791-1232