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Kranke Seelen

Schnelle Hilfe durch NetzWerk psychische Gesundheit in NRW

08.10.2013

Immer mehr Menschen in Nordrhein-Westfalen (NRW) leiden unter psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Burnout, Angststörungen oder Schizophrenie. Das zeigt auch der aktuelle Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK): Mittlerweile machen psychisch bedingte Fehlzeiten landesweit über 18 Prozent aller Krankschreibungen aus. "Das heißt, die Ursache jedes fünften Arbeitsunfähigkeitstages ist eine psychischen Erkrankung", erklärt Ulrich Adler, Leiter regionales Vertragswesen der TK in NRW, anlässlich des Internationalen Tages der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober.

Bisher werden viele dieser Patienten im Krankenhaus behandelt. Nach der Entlassung fehlt es ihnen oft an konkreter Unterstützung, so dass sie bei der nächsten Krise wieder Hilfe in der Klinik suchen. Um diesen "Drehtüreffekt" zu verhindern und die ambulante Versorgung psychisch Erkrankter zu verbessern, hat die TK das "NetzWerk psychische Gesundheit" (NWpG) ins Leben gerufen. Für die Umsetzung im Land hat die TK mit der Gesellschaft für psychische Gesundheit in NRW einen kompetenten Kooperationspartner gefunden. Das Netzwerk bietet die Möglichkeit, Erkrankte in ihrem gewohnten Lebensumfeld zu behandeln. "Ziel ist es, Klinikaufenthalte zu vermeiden, das Risiko einer erneuten psychischen Krise herabzusetzen oder die Gefahr einer Chronifizierung zu vermindern", so Ulrich Adler.

Auch AOK Rheinland/Hamburg und die KKH möchten ihren Versicherten eine gute ambulante Betreuung ermöglichen und sind dem NWpG beigetreten. „Die psychiatrische Versorgung in Deutschland ist vom stationären Sektor dominiert – ganz anders als beispielsweise in den skandinavischen Ländern oder den Niederlanden. Wir wollen nicht zuletzt der Hospitalisierung entgegenwirken", betont Matthias Mohrmann, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg. „Wer feststellt, dass seine Seele aus dem Gleichgewicht geraten ist, tut sich meist schwer damit, sich ein psychisches Leiden einzugestehen. Dabei ist ein offener Umgang damit der erste entscheidende Schritt in die richtige Richtung“, weiß Dr. Elisabeth Siegmund-Schultze, Abteilungsleiterin Versorgungsmanagement bei der KKH.

Niedergelassene Ärzte, Sozialarbeiter, Fachpfleger und Therapeuten arbeiten in dem NWpG eng zusammen - wenn nötig rund um die Uhr. In Notfällen können sich Patienten alternativ zur stationären Behandlung in einen speziellen Krisenraum zurückziehen. Diesen hält der soziale Träger vor Ort für sie bereit. Auf besonderen Wunsch können Betroffene auch in ihren eigenen vier Wänden betreut werden. Bei Bedarf erhalten Angehörige ebenfalls Hilfe.

Pressekontakt

Techniker Krankenkasse
Beate Hanak
E-Mail: beate.hanak@tk.de
Telefon: 0211 93600-37

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
André Maßmann
E-Mail: andre.massmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1262
Telefax: 0211 8791-1232

KKH
Daniela Preußer
E-Mail: presse@kkh-allianz.de
Telefon: 0577 2802-1620