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Knie, Hüfte, Gallenblase:

AOK-Untersuchung nennt die besten Krankenhäuser im Rheinland

25.10.2012

Düsseldorf. Bei vier großen Operationsbereichen hat die AOK erneut die Ergebnisqualität in deutschen Krankenhäusern untersucht. Es handelt sich dabei um den erstmaligen Ersatz von Knie- bzw. Hüftgelenken wegen Vorliegen einer Arthrose (Gelenkverschleiß) als planbare Operation, um den Hüftersatz bei Hüftfraktur sowie um die Gallenblasen-Entfernung wegen Gallensteinen. Für den Patienten entscheidend: Es zeigen sich unter den Kliniken im Rheinland (wie auch im Bundesgebiet) weiterhin deutliche Qualitätsunterschiede. So erstreckt sich beispielsweise unter den rheinischen Kliniken bei der planbaren Knieersatz-OP die Komplikationsrate von 0 bis 19,5 Prozent der Fälle.

Je nach Operationsgebiet wurden in rheinischen Krankenhäusern 9000 bis 14 500 AOK-Behandlungsfälle mit einem systematischen Verfahren, der Qualitätssicherung mit Routinedaten (QSR-Verfahren), auf das Auftreten von Komplikationen untersucht. Das Besondere am QSR-Verfahren, das wesentlich vom Wissenschaftlichen Institut der Ortskrankenkassen (WIdO) entwickelt wurde: Vom Tag der Operation an wird jeder Behandlungsfall über ein Jahr lang verfolgt und auf das Auftreten von Komplikationen infolge der OP, die einen erneuten Krankenhausaufenthalt nach sich ziehen, überprüft. Dabei erfolgt ein fairer Vergleich zwischen den Kliniken, indem eine individuelle Risikoabschätzung auf das Auftreten einer Komplikation getroffen wird, die neben dem Alter und dem Geschlecht auch das Vorliegen von zahlreichen Begleiterkrankungen berücksichtigt.

Auf Grundlage der unter Berücksichtigung der Risikoabschätzung gemessenen Komplikationsraten werden die Krankenhäuser bundesweit eingestuft in Kliniken mit „überdurchschnittlicher Qualität“ (die besten 20 Prozent im Bundesgebiet), „durchschnittlicher Qualität“ (die mittleren 60 % im Bundesgebiet) und „unterdurchschnittlicher Qualität“ (die schlechtesten 20 % im Bundesgebiet). Grundlage der aktuellen Bewertung sind die AOK-Behandlungsfälle der Jahre 2008 bis 2010, die jeweils über ein Jahr lang verfolgt wurden. Eine Klinik wurde nur dann bewertet, wenn sie in diesem Zeitraum mindestens 30 AOK-Patienten operiert hat.

Matthias Mohrmann, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg mit dem Zuständigkeitsbereich Krankenhaus-Versorgung, erklärte: „Wir haben seit 2007 mehrfach die Qualität in diesen sehr häufig vorgenommenen Operationsbereichen untersucht. Eine Verbesserung der Qualität, d. h. eine Abnahme der Komplikationsfälle, ist nicht festzustellen. Über die Gründe möchten wir mit den Kliniken sprechen. Unser Ziel ist es, künftig unseren Versicherten vor einer Operation eine Empfehlung über ein Krankenhaus in der Nähe mit nachgewiesen hoher Qualität zu geben. Das betrachten wir als wichtigen, praxisnahen Service für unsere Kunden.“

Ergebnisse der Operationsgebiete im Einzelnen

Bei der planbaren (elektiven) Hüftersatz-OP wurden ca. 11 500 AOK-Behandlungsfälle in rheinischen Krankenhäusern untersucht. Im Bundesgebiet trat bei 11,2 % der Patienten mindestens eine mit der OP in Verbindung stehende Komplikation auf. In den 96 untersuchten Krankenhäusern im Rheinland variieren die Komplikationsraten zwischen 2,1 und 40,7 %. Unter Berücksichtigung der individuellen Risikosituation der behandelten Patienten zählen 21 rheinländische Krankenhäuser zu den besten 20 % im Bundesgebiet. 60 Krankenhäuser schneiden durchschnittlich ab, und 15 Krankenhäuser aus dem Rheinland gehören zu den schlechtesten 20 % im Bundesgebiet.

Im Bereich der planbaren Knieersatz-OP – ca. 11 000 untersuchte AOK-Behandlungsfälle – schwanken die Komplikationsraten in den Kliniken im Rheinland zwischen 0 % und 19,5 %. Bundesweit ist bei 8,6 % der Patienten eine im QSR-Verfahren ermittelte Komplikation aufgetreten. Unter Berücksichtigung der individuellen Risikosituation der behandelten Patienten ergibt sich für die 97 bewerteten rheinischen Kliniken folgendes Bild: 12 Krankenhäuser gehören zu den besten 20 % im Bundesgebiet, 71 zu den mittleren 60 % und 14 schneiden „unterdurchschnittlich“ ab und zählen zu den schlechtesten 20 % im Bundesgebiet.

Bei den Hüftersatz-Operationen nach einer Fraktur (nicht-planbare OP) wurden ca. 9000 AOK-Behandlungsfälle in rheinländischen Krankenhäusern untersucht. Im Bundesgebiet trat bei 23,6 % der Patienten mindestens eine mit der OP in Verbindung stehende Komplikation auf. In den 123 untersuchten rheinischen Krankenhäusern variieren die Komplikationsraten zwischen 9,6 % und 38,1 %. Unter Berücksichtigung der individuellen Risikosituation der behandelten Patienten zählen 20 Kliniken im Rheinland zu den besten 20 % im Bundesgebiet. 85 Krankenhäuser schneiden durchschnittlich ab, und 18 Krankenhäuser aus dem Rheinland gehören zu den schlechtesten 20 % im Bundesgebiet.

Bei der Entfernung der Gallenblase – ca. 14 500 untersuchte AOK-Behandlungsfälle – schwanken die Komplikationsraten in den Kliniken im Rheinland zwischen 0 % und 23,4 %. Bundesweit ist bei 10,3 % der Patienten eine im QSR-Verfahren ermittelte Komplikation aufgetreten. Unter Berücksichtigung der individuellen Risikosituation der behandelten Patienten ergibt sich für die 133 bewerteten rheinländischen Kliniken folgendes Bild: 27 Krankenhäuser gehören zu den besten 20 % im Bundesgebiet, 86 zu den mittleren 60 %, und 21 schneiden „unterdurchschnittlich“ ab und zählen zu den schlechtesten 20 % im Bundesgebiet.

Günter Wältermann, Vorsitzender des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg, erklärte: „Wir müssen die Qualität einer Behandlung in den Mittelpunkt unseres Bemühens für die Patienten stellen. Die Auswertung der Behandlungsdaten ermöglicht mehr Transparenz für die Versicherten, wenn sie vor einer Operation stehen. Die Abweichungen unter den Kliniken zeigen, wie wichtig es für die Patienten sein kann, über objektive Angaben zu den Komplikationsraten zu verfügen. Darüber wollen wir aber auch mit den Kliniken ins Gespräch kommen.“

Die Auswertung der AOK Rheinland/Hamburg mit QSR-Daten findet sich ab heute im Internet unter aok-gesundheitsnavi.de.

Nachfolgend finden Sie zu den vier ausgewerteten Operationsbereichen die Krankenhäuser im Rheinland, die „überdurchschnittlich“ abgeschnitten haben.

Krankenhäuser mit „überdurchschnittlicher“ Qualität

Bei der Gallenblasen-Entfernung wegen Gallensteinen überprüfte die AOK Rheinland/Hamburg 133 Krankenhäuser im Rheinland. „Überdurchschnittlich“ schnitten folgende Kliniken ab und gehören damit zu den besten 20 Prozent im Bundesgebiet (in alphabetischer Reihenfolge der Orte):

Marienhospital Aachen, Malteser Krankenhaus Bonn/Rhein-Sieg; St. Marien-Hospital Bonn, St. Vinzenz-Hospital Dinslaken, Evang. Krankenhaus Bethesda Duisburg, St. Antonius-Hospital Eschweiler, Elisabeth-Krankenhaus Essen, St. Josefs Krankenhaus Hilden, Sana-Krankenhaus Hürth, St. Elisabeth-Krankenhaus Jülich, Marienhospital Kevelaer, Malteser Krankenhaus Hildegardis Köln, St. Elisabeth-Krankenhaus Köln, St. Vinzenz-Hospital Köln, Helios Klinik Hüls Krefeld, St. Josefshospital Uerdingen Krefeld, Evang. Krankenhaus Bethesda Mönchengladbach, St. Josef-Krankenhaus Moers, Städtisches Krankenhaus Nettetal, Johanna-Etienne-Krankenhaus Neuss; St. Clemens Hospitale Sterkrade Oberhausen, Eifelklinik St. Brigida, Simmerath, Allgemeines Krankenhaus Viersen, Marien-Hospital Wesel, St. Josef-Krankenhaus Wipperfürth, Helios Klinik Wuppertal, Medizinisches Zentrum StädteRegion Aachen Würselen.

„Überdurchschnittlich“ schnitten folgende Krankenhäuser bei der Erstimplantation eines künstlichen Hüftgelenks ab (sie gehören zu den besten 20 % im Bundesgebiet):

Marienhospital Aachen, Kath. Krankenhaus im Siebengebirge Bad Honnef, St. Hubertus-Stift Bedburg, Marien-Krankenhaus Bergisch-Gladbach, Gemeinschaftskrankenhaus Bonn, St. Josef-Hospital Bonn, Kliniken Mörsenbroich-Rath Düsseldorf, Evang. Krankenhaus Bethesda Duisburg, Katholische Kliniken Oberberg Engelskirchen, Kliniken Essen-Süd – Evang. Krankenhaus Essen-Werden, Marienhospital Kevelaer, Dreifaltigkeits-Krankenhaus Köln, Kreiskrankenhaus Mechernich, St. Elisabeth-Hospital Meerbusch, Evang. Krankenhaus Mettmann, Krankenhaus Neuwerk Mönchengladbach, Rheintor Klinik Neuss, Eifelklinik St. Brigida Simmerath, St. Josef-Hospital Troisdorf, LVR-Klinik für Orthopädie Viersen, Medizinisches Zentrum StädteRegion Aachen Würselen.

Bei der Kniegelenk-Ersatz-OP schnitten folgende Krankenhäuser „überdurchschnittlich“ ab und gehören zu den besten 20 % im Bundesgebiet:

Marienhospital Aachen, St. Hubertus-Stift Bedburg, Johanniter-Krankenhaus Rheinhausen Duisburg, Krankenhaus Düren, Kath. Kliniken Oberberg Engelskirchen, Kath. Kliniken Ruhrhalbinsel Essen, Städtisches Krankenhaus Nettetal, Rheintor Klinik Neuss, St. Elisabeth-Hospital Meerbusch, Allgemeines Krankenhaus Viersen, LVR-Klinik für Orthopädie Viersen, Krankenhaus St. Josef Wuppertal.

Beim Hüftersatz nach Hüftfraktur erreichten diese Kliniken eine „überdurchschnittliche“ Qualität und zählen zu den besten 20 % im Bundesgebiet:

St. Hubertus-Stift Bedburg, Marien-Krankenhaus Bergisch-Gladbach, Gemeinschaftskrankenhaus Bonn, Malteser-Krankenhaus Bonn/Rhein-Sieg, Malteser-Krankenhaus St. Johannes-Stift Duisburg, Florence-Nightingale-Krankenhaus Düsseldorf, St. Vinzenz-Krankenhaus Düsseldorf, Alfried Krupp Krankenhaus Rüttenscheid Essen, St. Elisabeth-Krankenhaus Jülich, Hospital zum Heiligen Geist Kempen, St. Antonius-Hospital Kleve, Krankenhaus der Augustinerinnen Köln, St. Josefshospital Uerdingen Krefeld, Kreiskrankenhaus Mechernich, Evang. Krankenhaus Mettmann, St. Josef-Krankenhaus Moers, Krankenhaus Neuwerk Mönchengladbach, Städtische Kliniken Mönchengladbach, Johanniter-Krankenhaus Radevormwald, Allgemeines Krankenhaus Viersen.

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
André Maßmann
E-Mail: andre.massmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1262
Telefax: 0211 8791-1232