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Kinder benötigen moderne Netzwerke für eine gesunde Zukunft mit mehr Bewegung

91 Prozent der 11- bis 12-Jährigen bewegen sich weniger als eine Stunde am Tag

10.03.2015

Je älter Kinder werden, umso weniger bewegen sie sich. Sitzende Freizeitaktivitäten und lange Schultage führen dazu, dass bereits sechs- bis zwölfjährige Kinder täglich mehr als sieben Stunden sitzen. „Wir müssen Kindern den Bewegungs-Virus so früh wie möglich einpflanzen“, forderte Prof. Ingo Froböse, Leiter des Zentrums für Gesundheit durch Sport und Bewegung an der Deutschen Sporthochschule Köln, bei der Vorstellung der neuen Kinder- und Jugendbroschüre „Gesund in die Zukunft“ der AOK Rheinland/Hamburg. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen laut Froböse immer häufiger, dass Sport und Bewegung die wesentlichen Grundlagen für ein gesundes Leben sind. „Sitzen an sich ist ein Risikofaktor für die Gesundheit“, sagte Froböse.

Fernseh- und Computerkonsum sind die häufigsten Gründe, dass Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis zwölf Jahre sitzen. Am Wochenende wählen 82 Prozent von ihnen Freizeitaktivitäten im Sitzen vor dem Computer oder TV-Gerät. Hausaufgaben sind bei ihnen der zweithäufigste Grund für lange Sitzzeiten. „91 % aller Elf- bis Zwölfjährigen bewegen sich weniger als eine Stunde am Tag. Das ist ein desolater Wert“, so Froböse.

„Kindheit ist die Phase, in der der Grundstein für ein gesundes Leben gelegt wird. Um glücklich, gesund und selbstbewusst aufzuwachsen, brauchen Kinder die Geborgenheit familiärer Beziehungen ebenso wie eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung“, sagte Rolf Buchwitz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg. „Der Leistungsdruck im Schulalltag, der Einfluss digitaler Medien oder der Zeitstress von Eltern mit Doppelbelastung bringen Kinder jedoch oftmals aus der Balance. Freiräume für Bewegung nehmen ab, die Lust auf Bewegung wird eingeschränkt durch ein modernes urbanes Wohnumfeld mit einem begrenzten Angebot an Kinderspielplätzen und Bolzplätzen“, so Buchwitz.

So haben laut AOK-Familienstudie inzwischen 20 Prozent der Kinder gesundheitliche Beschwerden, und jedes vierte gilt als übergewichtig. Vor allem in bildungsfernen Familien fehlen Strukturen: Bei jeder zehnten Familie gibt es keine festen Regeln oder Routinen wie beispielsweise ein gemeinsames Frühstück.

Aufgrund der veränderten Lebenswelt brauchen Kinder und Eltern heutzutage eine Vielfalt an Netzwerken, die Bewegung vermitteln und helfen gesund aufzuwachsen. Kita, Schule oder Verein sind für sie zu wichtigen Partnern geworden, die ihnen während ihrer Entwicklungsphasen eine prägende Unterstützung für ein gesundes Leben vermitteln.

„Es sind alle gesellschaftlichen Kräfte gefordert, um Kindern einen guten Start und die beste Begleitung für ein gesundes Leben zu ermöglichen“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende. „Die AOK Rheinland/Hamburg unterstützt mit ihrer breiten Angebotspalette zur Kinder- und Jugendgesundheit die modernen Netzwerke der Kinder und fördert dadurch die Rahmenbedingungen für ein gesundes Aufwachsen“, so Buchwitz weiter. Die Angebote richten sich an Familien, Kitas, Schulen, Vereine oder andere Begleiter von Kindern und Familien wie beispielsweise pädagogisches Fachpersonal. „Wir erreichen mit unseren Präventionsangeboten rund eine halbe Million Kinder und Jugendliche jährlich.“

Mit ihrem Starke-Kids-Netzwerk unterstützt die größte gesetzliche Krankenkasse in Nordrhein-Westfalen bereits 2000 gesundheitsfördernde Initiativen, die insgesamt 50 000 Kinder erreichen.

Mehr als 600 Kitas nutzen Angebote und Spiel- und Übungsmaterialien der AOK Rheinland/Hamburg wie beispielsweise das Gesundheits-U-Boot, in dem Kindergartenkinder ihre Sinne schärfen und ihr Bewegungstalent zeigen können. Oder das Projekt LICHTBLICK: Hier wird Familien mit chronisch kranken Kindern und ihren Geschwistern eine ganzheitliche Unterstützung u.a. mit Familienbegleitern vor Ort oder Ferienfreizeiten für die betroffenen Kinder angeboten. Die LICHTBLICK-Familienbegleitung ist unter der kostenfreien Rufnummer 0 800 37 37 37 4 erreichbar.

Die neue Broschüre „Gesund in die Zukunft – Das besondere Engagement der AOK Rheinland/Hamburg für Kinder- und Jugendgesundheit“ fasst alle diese Angebote und mehr zusammen und ist somit ein informativer Ratgeber für Eltern und weitere Begleiter von Kindern und Jugendlichen.

 AOK Rheinland/Hamburg schreibt wieder „Starke-Kids“-Förderpreis aus

Mit ihren Angeboten will sich die AOK Rheinland/Hamburg gegen den Trend stellen und schreibt auch in diesem Jahr wieder den „Starke-Kids“-Förderpreis aus. Projekte aus den Bereichen gesunde Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung, Suchtmittelvermeidung oder ein Mix dieser Bereiche sollen auch in 2015 ausgezeichnet werden. Bewerben können sich engagierte Einzelpersonen und Bildungseinrichtungen wie Kindergärten und Schulen, Freizeiteinrichtungen, Elterninitiativen, Vereine und Institutionen sowie Ärzte und Krankenhäuser. Voraussetzung ist, dass sie Projekte in der Kinder- und Jugendgesundheit erfolgreich durchführen.

Anmeldeschluss ist der 31. März 2015. Informationen gibt jede Geschäftsstelle der AOK Rheinland/Hamburg oder sie sind im Internet unter www.aok.de/rh/kids zu finden. Die ausgezeichneten Projekte erhalten einen Förderpreis von bis zu 3000 Euro.

Die AOK Rheinland/Hamburg ist mit rund 2,9 Millionen Ver-sicherten die siebtgrößte gesetzliche Krankenkasse in Deutschland. Im Rheinland und in Hamburg stehen 110 Geschäftsstellen für die Be-treuung der Versicherten offen. Ein besonderer Service sind die langen Öffnungszei-ten täglich von 8 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr. Das telefonische AOK-Servicecenter Clarimedis ist 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr erreichbar (0800 0 326 326).

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Pressestelle
Dr. Ellen von Itter
E-Mail: ellen.vonitter@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1038
Telefax: 0211 8791-1232