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Schutzimpfungen: Die Leistungen der AOK im Überblick

Impfungen gehören zu den wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen, um Kinder und Erwachsene vor schweren Krankheiten zu schützen. Deshalb übernimmt die AOK die Kosten vieler lebensrettender Schutzimpfungen.

Diese Impfungen bezahlt die AOK

Spritze auf einem Kalender mit Impftermin – istockphoto 667477678 ©

Die AOK übernimmt die Kosten für alle hier aufgeführten Impfungen, auch für die Nachholung von Impfungen und die Vervollständigung des Impfschutzes bei Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr. Die Kosten rechnet der Arzt oder Kinderarzt direkt mit der AOK ab. Bei der Kostenübernahme richten wir uns nach der Schutzimpfungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses. Diese basiert auf den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO). Lassen Sie sich dennoch von Ihrem Arzt beraten, welche Impfungen für Sie oder Ihre Familie aktuell notwendig sind.

Grundimmunisierung gegen ...

Warum?
Schwere bakterielle Infektion der Atemwege. Diphtherie kann im schlimmsten Fall tödlich sein.

Wer und wie oft?
Grundimmunisierung von Babys und Kleinkindern – bevorzugt mit Kombinationsimpfstoffen (als Teil der Sechsfachimpfung) in vier Impfdosen. Erwachsene brauchen alle zehn Jahre eine Auffrischung gegen Diphtherie.

Warum?
Das FSME-Virus wird von Zecken übertragen und kann zu Hirnhautentzündung führen. Die sogenannte Zeckenschutzimpfung schützt nicht vor der ebenfalls von Zecken übertragenen Borreliose, auch „Wanderröte“ genannt, die von Bakterien verursacht wird.

Wer und wie oft?
Drei Impfungen werden für alle empfohlen, die in FSME-Risikogebieten in Deutschland leben oder in diese reisen.

FSME: Karte der Risikogebiete in Deutschland

Warum?
Bei älteren Menschen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann die echte Grippe lebensbedrohlich sein.

Wer und wie oft?
Chronisch Kranke, Schwangere, Personen ab 60 Jahren und Menschen mit erhöhter Infektionsgefahr (zum Beispiel medizinisches Personal) sollten jährlich mit einem Impfstoff mit aktueller, von der WHO empfohlener Antigenkombination geimpft werden.

Warum?
Bei Menschen mit geschwächter Immunabwehr kann eine Gürtelrosenerkrankung zu lebensbedrohenden Komplikationen führen, zum Beispiel zu einer Lungen-, Leber-, oder Hirnhautentzündung. Zudem kann es zu einer Nervenschädigung kommen, die dauerhaft Schmerzen verursachen kann (Post-Zoster-Neuralgie).

Wer und wie oft?
Personen ab 60 Jahren. Für Menschen mit einer Grunderkrankung, die das Risiko einer Gürtelrose erhöht – zum Beispiel Diabetes, rheumatoider Arthritis, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) oder Asthma –, gilt die Empfehlung bereits ab 50 Jahren. Zweimalige Impfung im Abstand von mindestens zwei bis maximal sechs Monaten mit einem Totimpfstoff.

Warum?
Das Virus infiziert die Leber bis zu ihrer Zerstörung.

Wer und wie oft?
Grundimmunisierung von Babys und Kleinkindern – bevorzugt mit Kombinationsimpfstoffen (als Teil der Sechsfachimpfung) in vier Impfdosen.

Warum?
Das Bakterium verursacht eine Erkrankung der Atemwege, bei Kindern häufig auch eine Hirnhautentzündung während der ersten Lebensjahre.

Wer und wie oft?
Grundimmunisierung von Babys und Kleinkindern – bevorzugt mit Kombinationsimpfstoffen (als Teil der Sechsfachimpfung) in vier Impfdosen.

Warum?
Eine Vireninfektion kann das Risiko für Gebärmutterhalskrebs und anderer Tumoren im Genital- und Analbereich sowie im Mund- und Rachenraum erhöhen.

Wer und wie oft?
Mädchen und Jungen im Alter von neun bis 14 Jahren, möglichst vor dem ersten Sexualkontakt – mit zwei oder drei Impfdosen. Die Impfung kann bei Versäumnis bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres nachgeholt werden.

Warum?
Keuchhusten wird von Bakterien ausgelöst. Die Krankheit ist hochansteckend und verursacht schwere Hustenanfälle, die besonders für Babys gefährlich sind.

Wer und wie oft?

Grundimmunisierung von Babys und Kleinkindern – bevorzugt mit Kombinationsimpfstoffen (als Teil der Sechsfachimpfung) in drei Impfdosen. Frühgeborene erhalten eine zusätzliche Impfdosis. Erwachsene sollten einmalig die Impfung gegen Keuchhusten auffrischen lassen.

Schwangere sollten im letzten Schwangerschaftsdrittel eine Impfdosis erhalten. Werdende Mütter, die in der Schwangerschaft keine Keuchhusten-Impfung erhalten haben, können die Schutzimpfung noch bis zu drei Tage nach der Geburt bekommen. Zudem sollten auch Angehörige und Freunde der Schwangeren sowie Betreuende, die in den letzten zehn Jahren keine Pertussis-Impfung erhalten haben, gegen Keuchhusten geimpft werden. Die Schutzimpfung ist den Personen bis zu vier Wochen vor der Geburt zu geben.


Warum?
Masern können zu Lungen- und Gehirnentzündung führen.

Wer und wie oft?
MMR-Kombinationsimpfung (Masern, Mumps, Röteln) für Kinder ab elf Monaten in zwei Impfdosen. Eine einmalige Masernimpfung empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) allen, die nach 1970 geboren wurden, älter als 18 Jahre sind und einen unklaren Impfstatus haben oder nur einmal in der Kindheit gegen Masern geimpft wurden.

Eine vollständige Schutzimpfung, alternativ eine bestehende Immunität oder aber die ärztliche Bestätigung einer Kontraindikation gegenüber der Impfung muss bei Kindern und bestimmten Personengruppen seit dem 1. März 2020 nachgewiesen werden (Nachweispflicht). Dies betrifft nach 1970 geborenes Personal, das in Kitas, Schulen und anderen Gemeinschaftseinrichtungen beruflich tätig ist, sowie Ärzte, medizinisches Personal, Flüchtlinge und Mitarbeiter von Flüchtlingseinrichtungen oder sonstigen Gesundheitseinrichtungen.

Bei fehlendem Nachweis droht schlimmstenfalls ein Bußgeld in Höhe von bis zu 2.500 Euro. Auch kann das Gesundheitsamt einer Person, die keinen Nachweis innerhalb der vorgegebenen Frist vorlegt, untersagen, die entsprechenden Einrichtungen zu betreten oder in ihnen tätig zu werden.

Für Personen, die einer gesetzlichen Schul- oder Unterbringungspflicht unterliegen, kann diese Untersagung nicht erfolgen. Näheres regelt das Masernschutzgesetz, hier erfahren Sie mehr darüber.

Warum?
Bakterielle Infektion, die Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung verursachen kann.

Wer und wie oft?
Einmalige Impfung für Kinder ab zwölf Monaten.

Warum?
Mumps kann Hoden-, Hirnhaut- und Gehirnentzündungen nach sich ziehen.

Wer und wie oft?
MMR-Kombinationsimpfung (Masern, Mumps, Röteln) für Kinder ab elf Monaten in zwei Impfdosen.

Warum?
Bakterielle Infektion, die Hirnhaut-, Lungen- und Mittelohrentzündungen verursachen kann.

Wer und wie oft?
Grundimmunisierung von Babys und Kleinkindern – in der Regel in drei Impfungen. Erwachsene ab 60 Jahren sowie bei Bedarf Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder erhöhtem gesundheitlichen Risiko infolge verschiedener Grunderkrankungen.

Warum?
Polioviren können Lähmungen verursachen, oft in den Beinen. Möglich ist auch ein Befall des gesamten Kreislaufes.

Wer und wie oft?
Grundimmunisierung von Babys und Kleinkindern – bevorzugt mit Kombinationsimpfstoffen (als Teil der Sechsfachimpfung) in vier Impfdosen. Gegen Polio wird bei fehlender oder unvollständiger Grundimmunisierung aufgefrischt.

Warum?
Rotaviren lösen heftige Durchfälle aus. Gefährlich vor allem für Säuglinge.

Wer und wie oft?
Babys ab sechs Wochen in zwei bis drei Impfdosen.

Warum?
Infizieren sich Schwangere mit Röteln, kann es beim Baby zu Fehlbildungen kommen.

Wer und wie oft?
MMR-Kombinationsimpfung (Masern, Mumps, Röteln) für Kinder ab elf Monaten in zwei Impfdosen. Schwangere sollten gegen Röteln geimpft sein.

Warum?
Ein von Tetanusbakterien gebildetes Gift kann Nervenzellen befallen und zu Muskelkrämpfen führen. Kann tödlich verlaufen.

Wer und wie oft?
Grundimmunisierung von Babys und Kleinkindern – bevorzugt mit Kombinationsimpfstoffen (als Teil der Sechsfachimpfung) in vier Impfdosen. Erwachsene brauchen alle zehn Jahre eine Auffrischung gegen Tetanus.

Warum?
Windpocken sind sehr ansteckend, die Haut bildet stark juckende Bläschen.

Wer und wie oft?
Kombinationsimpfung für Kinder ab elf Monaten in zwei Impfdosen. Schwangere sollten gegen Windpocken geimpft sein.

Zusätzliche Leistung der AOK Rheinland/Hamburg

Bislang wurde die HPV-Impfung ausschließlich jungen Mädchen angeboten. Die AOK Rheinland/Hamburg hat diese Leistung nun auch auf junge Männer erweitert. Jungen im Alter von neun bis 14 Jahren können sich jetzt gegen krebsverursachende humane Papillomviren (HPV) impfen lassen.

Impfen schützt Sie und Ihre Mitmenschen

Impfungen schützen langfristig vor lebensgefährlichen Krankheiten. Bei der Impfung werden Körper und Immunsystem mit Krankheitserregern konfrontiert. Die körpereigene Abwehr bildet daraufhin die passenden Antikörper. Kommt der Körper später mit Erregern in Kontakt, kann die Krankheit nicht ausbrechen oder tritt nur abgeschwächt auf. Mit Ihrem Impfschutz bewahren Sie auch andere vor schweren Krankheiten. Denn manche Menschen, beispielsweise mit einem geschwächten Immunsystem, können sich nicht impfen lassen. Umso besser also, wenn die Menschen in deren Umfeld auf einen intakten Impfschutz achten.

Wichtige Arzttermine im Blick

Haben Ihre Kinder ausreichend Impfschutz? Wann sollten Sie wieder zur Krebsvorsorge gehen? Was können Sie sonst noch für Ihre Gesundheit und einen optimalen Versicherungsschutz tun? Mit der AOK-Vorsorgemanager App haben Sie alle wichtigen Arzttermine und Ihre Gesundheit im Blick.

Vorsorge ist voll okay!

Vorsorge ist voll okay

Die AOK Rheinland/Hamburg ruft ihre Versicherten dazu auf, zur Vorsorge zu gehen. Denn werden Krankheiten früh erkannt, sind sie meist besser heilbar.

Überall dort, wo Sie das „VOLL-OK“-Logo sehen, erhalten Sie wichtige Informationen über Früherkennungsuntersuchungen, die von der AOK übernommen werden.

Kostenerstattung von Schutzimpfungen

Die Kosten für Schutzimpfungen können Sie sich ganz einfach online erstatten lassen. Loggen Sie sich dafür in die Online-Geschäftsstelle der AOK Rheinland/Hamburg ein. Darin finden Sie das digitale Erstattungsformular - einfach ausfüllen und auf „Abschicken“ klicken.

Sie sind noch nicht registriert? Kein Problem – melden Sie sich jetzt kostenlos an und erledigen Sie zukünftig Ihren Papierkram einfach online.


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Erwachsene sollten darauf achten, ihren Impfschutz regelmäßig aufzufrischen.
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Wer eine Fernreise plant, sollte rechtzeitig an seinen Impfschutz denken.
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