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Honorar für Hamburger Ärzte steigt um knapp drei Prozent

Mehr Vergütung für Hausbesuche und Versorgung von Allergikern

17.01.2014

Für Hamburgs Vertragsärzte und Psychotherapeuten gibt es in diesem Jahr mehr Geld: Die budgetierte Gesamtvergütung erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr um knapp drei Prozent. Darauf einigten sich Krankenkassenverbände und die Kassenärztliche Vereinigung in der Hansestadt.
Ein besonderer Fokus der Vereinbarung liegt auf der verbesserten Vergütung von Hausbesuchen und von Leistungen für Patientinnen und Patienten mit Allergien. Dass die Einigung nach rund zweimonatigen Verhandlungen einvernehmlich zustande kam, belegt nach Einschätzung beider Seiten die partnerschaftliche Zusammenarbeit der Selbstverwaltung.

Die Vereinbarung berücksichtigt die allgemeinen Kostensteigerungen der Arztpraxen ebenso wie die leicht gestiegene Krankheitslast der Versicherten. Daneben werden knapp drei Millionen Euro zusätzlich für die Stärkung der fachärztlichen und hausärztlichen Grundversorgung bereitgestellt. „In den vergangenen Jahren haben insbesondere hochspezialisierte Arztgruppen von Honorarsteigerungen profitiert. Daher war es wichtig, dass nun auch Ärzte finanziell gestärkt werden, die sich vor allem der Grundversorgung der Hamburgerinnen und Hamburger widmen“, sagte Kathrin Herbst, Leiterin der vdek-Landesvertretung Hamburg. “Der Verhandlungsspielraum war in diesem Jahr aufgrund von Vorgaben der Bundesebene nicht besonders groß“, bewertet Walter Plassmann, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, das Ergebnis, „daran gemessen können wir mit den Akzenten, die wir gemeinsam mit den Krankenkassen setzen konnten, zufrieden sein.“

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesamtpakets bildet die Notfallversorgung. Dringende Hausbesuche in den Abend- und Nachtstunden sowie am Wochenende werden künftig außerhalb des Budgets in voller Höhe vergütet. Damit wird sichergestellt, dass kein Arzt befürchten muss, diese Leistungen nicht vollständig bezahlt zu bekommen, weil er sein Praxisbudget bereits ausgeschöpft hat.
Zusätzliche Verbesserungen sieht die Honorarvereinbarung bei der Behandlung von Patienten vor, die an Allergien leiden. Künftig werden Ärzte einen besonderen Bonus erhalten, wenn ihre Patienten die sogenannte Hyposensibilisierung nicht vorzeitig abbrechen. Dieses Behandlungsverfahren hat das Ziel, die Empfindlichkeit gegenüber allergieauslösenden Stoffen herabzusetzen. Das Verfahren setzt an den Ursachen für Allergien an, anstatt nur die Symptome zu therapieren. Die Behandlung sollte regelmäßig in einem Zeitraum von teils mehreren Jahren erfolgen und wird bislang des Öfteren vorzeitig beendet. Mit dem Bonus wird ein zusätzlicher Anreiz für die Ärzte geschaffen, möglichst viele ihrer Patienten zu motivieren, die Behandlung nicht vorzeitig abzubrechen.

Pressekontakt

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