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Hilfe für Schwerstkranke durch spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung (SAPV) im südlichen Rhein-Erft-Kreis

Gemeinsame Presseerklärung

17.10.2012

Hürth. Auch im südlichen Rhein-Erft-Kreis (Brühl, Erftstadt, Hürth und Wesseling) ermöglicht jetzt der Vertragsabschluss über die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) eine umfassende häusliche Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen. Die Patienten können somit künftig auf ihren Wunsch zu Hause sorgsam medizinisch und pflegerisch, bei Bedarf rund um die Uhr, versorgt werden. Erreicht werden soll damit, zugunsten des letzten Lebensabschnitts in gewohnter häuslicher Umgebung den Weg ins Krankenhaus oder in ein Hospiz zu vermeiden. Ziel der Palliativ-Medizin ist die Schmerzlinderung bei Patienten mit schwersten, unheilbaren Erkrankungen.

Das Versorgungsgebiet des Palliative-Care-Teams „Palliativteam SAPV RheinErft“ bietet im Rahmen des seit 1.10.2012 geltenden Vertrags eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung für den südlichen Rhein-Erft-Kreis. Damit deckt das Palliative-Care-Team insgesamt eine Einwohnerzahl von 189 000 Menschen ab. Zur Information: Die Fachwelt geht bei der Abdeckung durch ein Palliative-Care-Team von ca. 250 000 Einwohnern aus.

Die gesetzlichen Krankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO), die diesen Vertrag unter Federführung der AOK Rheinland/Hamburg mit dem Palliative-Care-Team abgeschlossen haben, begrüßten das Verhandlungsergebnis für die Schwerstkranken unter ihren Versicherten. Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg, erklärte: „Patienten, die dies wünschen, werden einen schnellen, unbürokratischen Zugang zu dieser hochwertigen Versorgung bekommen. Für die Krankenkassen ist dies kein Wettbewerbsfeld.“ Im Vordergrund stehe eine optimale Versorgung. Somit kann jetzt eine Vielzahl von Patienten im südlichen Rhein-Erft-Kreis im vertrauten häuslichen Umfeld spezialisiert medizinisch versorgt und umfassend gepflegt werden.

Beteiligt sind neben der AOK Rheinland/Hamburg und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein die Ersatzkassen (BARMER GEK, TK, DAK, KKH-Allianz, HEK, hkk) im Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek), 77 Betriebskrankenkassen, die IKK classic sowie die Knappschaft und die Landwirtschaftliche Krankenkasse NRW.

Für die Versorgung in diesem Einzugsgebiet stehen acht qualifizierte niedergelassene Palliativ-Ärzte zur Verfügung. Die Ärzte kommen aus den Fachgebieten Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Notfallmedizin, Psychiatrie, Spezielle Schmerztherapie und Suchtmedizinische Grundversorgung. Dazu kommen elf qualifizierte Palliativ-Pflegefachkräfte des Caritasverbandes für den Rhein-Erft-Kreis
e. V.

Zum Hintergrund:
Etwa zehn Prozent aller Sterbenden benötigen eine besonders aufwändige, spezialisierte Versorgung. Um dies in häuslicher Umgebung zu ermöglichen, setzt die SAPV auf je ein Palliative-Care-Team innerhalb bestehender Strukturen der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung in Nordrhein. SAPV-Verträge bestehen bisher in der Städteregion Aachen, in Düren, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Köln, Leverkusen, in Mettmann-Nord, im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis, in Mönchengladbach, Oberhausen, dem Rheinisch-Bergischen Kreis, in den Kreisen Kleve und Wesel sowie in Bonn mit dem linksrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises.

Ein Palliative-Care-Team besteht aus mindestens drei qualifizierten Palliativ-Medizinern und mindestens vier Palliativ-Pflegefachkräften. Voraussetzung für die Teilnahme an der Versorgung ist neben der Qualifikationsanforderung die Sicherstellung einer 24-Stunden-Bereitschaft an sieben Tagen in der Woche. Dazu kommen Kooperationen mit ambulanten Hospizen und Apotheken.

Hat der Patient vom Haus-, Fach- oder Krankenhaus-Arzt eine Verordnung bekommen, besucht das Palliative-Care-Team den Kranken zu Hause und plant die optimale häusliche Versorgung unter Einbeziehung des bisher betreuenden Haus- oder Facharztes. Dieser kann auch weiter in die Versorgung eingebunden werden.

Federführend für die Veröffentlichung:

AOK Rheinland/Hamburg
André Schall
Telefon: 0211 8791-1539

BKK-Landesverband NORDWEST
Karin Hendrysiak
Telefon: 0201 179-1511

IKK classic
Michael Förstermann
Telefon: 0351 4292-12500

Knappschaft
Dr. Wolfgang Buschfort
Telefon: 0234 304-82050

KV Nordrhein
Dr. Heiko Schmitz
Telefon 0211 5970-8505

Landwirtschaftliche Krankenkasse NRW
Frank Krenz
Telefon: 0251 2320-472

Verband der Ersatzkassen e.V, Landesvertretung NRW
Dirk Ruiss
Telefon: 0211 384 1015

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
André Maßmann
E-Mail: andre.massmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1262
Telefax: 0211 8791-1232