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Heuschnupfen bei Kindern:

Immunabwehr auf Abwegen

Jetzt fliegen sie wieder: Blütenpollen, die bei Millionen Deutschen für Schniefnasen, Niesattacken und tränende Augen sorgen. Nicht nur Erwachsene, sondern insbesondere Kinder und Jugendliche leiden unter Heuschnupfen.

Ausgelöst wird Heuschnupfen durch eine überschießende Reaktion der körpereigenen Abwehr auf harmlose Stoffe wie Blütenpollen. Die Abwehrzellen schütten zu viele Antikörper aus, die bei Pollenallergikern zu den typischen Symptomen führen. Warum immer mehr Kinder auf Pollen allergisch reagieren, ist bisher noch nicht vollständig bekannt. Sicher ist, dass es nicht nur einen Grund, sondern zahlreiche Faktoren gibt, die zu einer Zunahme der Erkrankung führen. Unter Fachleuten werden Umweltfaktoren und veränderte Lebensbedingungen als Ursachen diskutiert.


Ärzte beobachten, dass Kinder mit Heuschnupfen häufig Eltern haben, die ebenfalls Allergiker sind. Eine genetische Veranlagung gilt als gesichert. Kinder können aber auch ohne familiäre Veranlagung einen Heuschnupfen entwickeln. Deshalb wird zur allgemeinen Vorbeugung geraten: Mütter sollten ihre Säuglinge möglichst sechs Monate lang stillen und auf eine rauchfreie Umgebung achten.


Zeigen sich später dennoch die typischen Symptome einer Pollenallergie, ist es wichtig, herauszufinden, auf welche Pflanzen das Kind empfindlich reagiert. Bei Verdacht auf Heuschnupfen sollte deshalb bei dem Kind ein Allergietest gemacht werden.


Vor allem kommt es zunächst darauf an, den Kontakt mit Pollen möglichst zu vermeiden. Dabei hilft die Pollen-Vorhersage. Bei starkem Pollenflug (in ländlichen Gebieten in den frühen Morgenstunden, in der Stadt am Abend) sollten sich Allergiker möglichst in geschlossenen Räumen aufhalten. In dieser Zeit sollte auch nicht gelüftet werden. Abends vor dem Schlafengehen die Haare waschen und Straßenkleidung außerhalb des Schlafzimmers ausziehen, um keine Pollen einzuschleppen.


Hilfreich ist auch eine Urlaubsplanung, die den Pollenflug der allergieauslösenden Pflanze berücksichtigt. Gerade mit Kindern, die sich noch nicht nach den Schulferien richten müssen, können die Eltern während der kritischen Zeit ans Meer oder ins Hochgebirge fahren.


Über Medikamente zur Linderung oder Eindämmung der Symptome, die auch für Kinder geeignet sind, sollten Eltern mit dem Kinderarzt sprechen.