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Hamburgs Eltern leiden unter Zeitstress

AOK-Familienstudie veröffentlicht bundesweite Untersuchung

06.03.2014

In Deutschland leben rund acht Millionen Familien mit minderjähri-gen Kindern, davon 170.000 in Hamburg. Doch wie steht es aktuell um das gesundheitli-che Wohlbefinden der Eltern und Kinder?

Die heute veröffentlichte AOK-Familienstudie 2014 gibt Antworten auf die Frage, was Familien als Belastung, was als gesundheitsfördernd empfinden. Befragt wurden 1.503 Eltern (1.138 Mütter und 365 Väter) mit Kindern zwischen vier und vierzehn Jahren in einer bundesweit angelegten, repräsentativen Untersuchung.

Die Ergebnisse:
Zwei Drittel aller befragten Eltern sagen, dass es ihnen gut oder sehr gut geht. Hier ge-ben Eltern in Paarfamilien einen deutlich besseren Gesundheitszustand an (70 Prozent), als Alleinerziehende (48 Prozent). Von den befragten Männern attestieren sogar 73 Pro-zent, dass es ihnen allgemein sehr gut oder gut geht. Bei den Frauen lag dieser Wert bei 65 Prozent.

Was hingegen alle Familien bemängeln ist der Faktor Zeit. Der Anteil der Eltern, die sich durch Zeitstress stark belastet fühlen, stieg innerhalb der letzten vier Jahre von 41 auf heute 46 Prozent. Die AOK Familienstudie belegt eindeutig: Gestresste Eltern sind eher krank und haben häufiger Kinder mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Acht von zehn Kindern geht es zwar gut. Allerdings ist jedes fünfte Kind gesundheitlich belastet und klagt über Einschlafstörungen, Bauch-, Kopf und Rückenschmerzen sowie über Schwindel und Nervosität.

Um Familien hier zu entlasten, empfiehlt Professor Ulrike Ravens-Sieberer vom Universi-tätsklinikum Hamburg Eppendorf zwei Ansatzpunkte: „Flexible Arbeitszeiten und ein so-ziales Netzwerk mit verlässlicher Kinderbetreuung.“

Obwohl Familienregeln und tägliche Routinen von fast allen Vätern und Müttern als wichtig bezeichnet werden, gibt es immerhin bei einem Zehntel der Befragten Eltern im Familienalltag keine festen Regeln. Im Vergleich zu 2010 ist dieser Wert sogar um fünf Prozent gestiegen. Daher gibt es in puncto tägliche Gewohnheiten mit Kindern und fes-ten Regeln noch eine Menge zu tun.

Seit vielen Jahren engagiert sich die AOK für die Familiengesundheit. „Zukünftig werden wir die Zusammenarbeit mit den deutschen Kinderärzten bei Vorsorgeprogrammen wei-ter intensivieren, vor allem, um auch die psychosozialen Gesundheitsfaktoren besser in den Blick zu bekommen“, sagt Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg.

Zur Statistik:
Rund 17 Prozent der in Hamburg lebenden Familien und ein Viertel der 0 bis 19-jährigen
Kinder und Jugendlichen sind bei der AOK in Hamburg versichert.

Für die AOK Rheinland/Hamburg haben sich über 2,9 Mio. Versicherte entschieden. Sie ist damit die siebtgrößte gesetzliche Krankenkasse in Deutschland und beschäf-tigt rund 8.000 Mitarbeiter. Bei einem Marktanteil von rund 20 Prozent ist sie die zweitgrößte Kasse in der Hansestadt. Ihr jährliches Haushaltsvolumen beträgt 8,2 Milliarden Euro.

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse Hamburg
Antje Meyer
E-Mail: antje.meyer@rh.aok.de
Telefon: 040 2023-1401
Telefax: 040 2023-4939

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