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Projekt zur neurologisch-psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung (NPPV) gewinnt NRW-Gesundheitspreis 2020

Das Versorgungsmodell „Neurologisch-psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung (NPPV)“, das von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein und der IVP Networks GmbH entwickelt wurde und zusammen mit der AOK Rheinland/Hamburg sowie weiteren Krankenkassen und Kooperationspartnern umgesetzt wird, erhält den Gesundheitspreis 2020 des Landes Nordrhein-Westfalen.

Bezugsarzt oder -therapeut steuert und verbessert Versorgung

Das vom Innovationsfonds der Bundesregierung geförderte Projekt wird insbesondere für seinen alltagsnahen Ansatz ausgezeichnet, Patienten im Rheinland mit Depressionen, Multipler Sklerose und anderen schweren Erkrankungen schnell und strukturiert Hilfe von Ärzten und Psychotherapeuten zu vermitteln. NPPV ist eine Antwort auf die wachsende Zahl von Patienten mit neurologisch-psychiatrischen Erkrankungen und psychotherapeutischem Behandlungsbedarf. Inzwischen wurden rund 12.000 Patienten im Rahmen des Behandlungsprogramms versorgt, der überwiegende Teil davon Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg.

Für Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein, ist die Auszeichnung vor allem eine Bestätigung des zentralen Netzwerk-Gedankens von NPPV: „Durch die vielen Beteiligten und ihre Vernetzung, durch intensiven Austausch und Kooperation können wir komplexe Versorgung effizienter organisieren. Das hilft vor allem den Patienten, denn wir können Wartezeiten verkürzen, vorzeitige Therapieabbrüche verhindern und eine höhere Lebensqualität schaffen. Zugleich entlasten wir die Behandler, indem wir auch ihnen Unterstützung bieten und ihre ärztlichen und therapeutischen Ressourcen schonen.“

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung“, sagt Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg. „Unser Anliegen ist es, die Lebenssituation der Betroffenen nachhaltig zu verbessern. Die Betreuung durch einen Bezugsarzt sowie eine Koordination von neurologisch-psychiatrischen oder psychotherapeutischen Angeboten, die sich an den Bedürfnissen der Patienten orientieren, erreichen genau das.“

Zu den Kernelementen von NPPV zählt die Lotsenfunktion eines speziellen Bezugsarztes oder -therapeuten, der die Versorgung des Patienten individuell koordiniert und aus einer Palette von therapeutischen Angeboten die jeweils am besten geeigneten auswählt. Das Risiko, dass sich der Zustand der Patienten verschlechtert, wird reduziert, da sie zielgerichtet Unterstützung erhalten. Dabei hilft das NPPV-Netzwerk im Rheinland.

Das NPPV-Projekt startete Ende 2017 im Rahmen des Innovationsfonds – Ziel ist es, die strukturierte Versorgung zum Bestandteil der Regelversorgung zu machen. Aktuell sind über 7.000 Versicherte eingeschrieben. Fast 400 Psychiater, Nervenärzte und Neurologen sowie rund 300 Psychotherapeuten beteiligen sich an der vernetzten Versorgung. Neben der AOK Rheinland/Hamburg nehmen auch die BKK Deutsche Bank AG sowie die Continentale BKK am Projekt teil. Weitere Kooperationspartner sind der BKK Landesverband Nordwest, das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) und das IGES Institut GmbH.

Der mit 5.000 Euro dotierte Gesundheitspreis des Landes Nordrhein-Westfalen wird den Projektpartnern am 5. November in Düsseldorf durch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann übergeben.

Weitere Informationen zum Projekt unter https://nppv-nordrhein.de

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