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Gemeinsame Pressemitteilung: Forderung der Hausarzt-Verbände zur hausärztlichen Versorgung

Für unvertretbar und nicht bezahlbar halten die gesetzlichen Krankenkassen in NRW die heutigen Forderungen der beiden Hausärzte-Verbände des Landes.

Die im Rahmen eines Hausarztvertrages angestrebte Erhöhung der hausärztlichen Vergütung würde die gesetzlichen Krankenkassen im Land mit 800 Millionen Euro Mehrkosten im Jahr belasten. Ein solcher Vergütungsanstieg sei bei der Berechnung des allgemeinen GKV-Beitragssatzes in keiner Weise berücksichtigt worden und würde es erfordern, alle Versicherten mit einem Zusatzbeitrag zu belasten. Die Forderungen der Hausärzte seien angesichts der aktuellen Wirtschaftslage mit dem Abbau von Arbeitsplätzen und den damit verbundenen Beitragsausfällen bei den Krankenkassen von knapp drei Milliarden Euro grundlegend deplatziert und im besonderen Maße nicht akzeptabel.

Die gesetzlichen Krankenkassen sehen mit Sorge, dass die Hausärzte-Verbände ihr Verhandlungsmonopol für Verträge zur besonderen hausarztzentrierten Versorgung in erster Linie zu einer gesetzlich nicht vorgesehenen Erhöhung der Vergütung nutzen wollen. Eine bessere hausärztliche Versorgung stehe dagegen offenbar nicht im Mittelpunkt. Nach den Vorstellungen der Hausärzteverbände soll die neue Pauschale pro eingeschriebenen Versicherten teilweise sogar ohne einen Besuch in der Praxis fällig werden.

In Nordrhein und in Westfalen-Lippe existieren bereits Hausarztverträge, die den Hausarzt als Lotsen im Gesundheitssystem stärken und zusätzliche Vergütungen beinhalten. Den rheinischen Vertrag hat der Hausärzte-Verband Nordrhein im März gekündigt.

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