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Gemeinsame Pressemitteilung der AOK Rheinland/Hamburg und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein

Disease Management Programme: Teilnahme verbessert Lebensqualität und Lebenserwartung

Bei chronisch Kranken sinkt das Risiko von schweren Folgekomplikationen, wenn sie an einem strukturierten Behandlungsprogramm teilnehmen. Dies belegt nachdrücklich der aktuelle Qualitätsbericht für die Disease Management Programme (DMP) in Nordrhein. Zugleich finden diese Programme eine wachsende Akzeptanz unter den Patientinnen und Patienten und den niedergelassenen Ärzten.

In die Disease Management Programme (DMP) im Rheinland sind mehr als eine halbe Million Menschen eingeschrieben, davon allein über 335.000 Patienten in das DMP Diabetes mellitus Typ 2. Das sind rund 70 Prozent aller Typ 2-Diabetiker in Nordrhein. Noch höher ist die Quote bei den Typ 1-Diabetikern. Hier sind bis zu 97 Prozent eingeschrieben.

Bei einem Großteil der Diabetiker gelingt es den 5.500 beteiligten Hausärzten in Zusammenarbeit mit Diabetologen und anderen Fachärzten, die Blutzuckereinstellung auf einem zufrieden stellenden Niveau zu halten. Die mit zunehmender Krankheitsdauer drohenden Verschlechterungen und Begleiterkrankungen können die Mediziner deutlich bremsen. „Das führt zu mehr Lebensqualität, aber auch zu einer längeren Lebensdauer“, erläutert für die ärztliche Seite Dr. Leonhard Hansen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Auch die Blutdruckwerte wurden deutlich verbessert, so Hansen weiter. Das rechtfertige den hohen Aufwand für blutdrucksenkende Medikamente und zeige Effekte.

Auch bei den anderen DMP konnten die festgelegten Qualitätsziele erreicht werden, z. B. im DMP Koronare Herzkrankheit. So erhalten Patienten nach einem Herzinfarkt mittlerweile zu 79,1 Prozent Blutfett reduzierende Mittel, was deutlich über dem gewünschten Ziel von 60 Prozent liegt.

In das DMP Brustkrebs waren rund 13.200 Patientinnen eingeschrieben. Das sind rund 36 Prozent der Betroffenen. Die Mehrzahl der Frauen wurde in einem frühen Erkrankungsstadium behandelt; was ihre Überlebenschancen deutlich erhöht.

„Alle Studien zeigen, dass mit DMP sowohl die Qualität als auch die Effizienz der Versorgung gesteigert werden. DMP werden deshalb auch unter den veränderten Spielregeln des Risikostrukturausgleichs für die Krankenkassen ein wichtiges Versorgungsmodell bleiben. DMP sind eine Investition in die Zukunft“, so Cornelia Prüfer-Storcks, Mitglied des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg.

Nordrhein zählt mit rund acht Millionen gesetzlich Krankenversicherten zu den größten medizinischen Versorgungsgebieten in Deutschlands. Hier wurden die DMP frühzeitig etabliert und vor allem beim Diabetes mellitus als Folgeprogramme vorangegangener Strukturverträge implementiert.

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