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Erfreulich: Qualität der Krankenhäuser im Rheinland hat sich verbessert

AOK Rheinland/Hamburg stellt neue Auswertung von 64 500 OP-Fällen vor

15.10.2014

Sechs Operationsbereiche mit 64.500 behandelten Patienten bilden die Basis der aktuellen „Qualitätsmessung mit Routinedaten“ (QSR) der AOK Rheinland/Hamburg. In der Neuauflage der Untersuchung wurde überprüft, wie hoch der Anteil der Komplikationen innerhalb eines Jahres nach einer Operation – beispielweise Knie-OP oder Gallenblasen-Entfernung – ausgefallen ist. Die Analyse zeigt zwei wesentliche Ergebnisse: Die Qualität der Kliniken im Rheinland hat sich im Vergleich zur letzten Auswertung in der Breite verbessert. Denn quer durch alle Operationsbereiche stieg die Zahl der Krankenhäuser, die eine „überdurchschnittliche“ Qualität aufweisen. Andererseits bestätigte sich die Erkenntnis der Vorjahre, dass zwischen den 141 Kliniken im Rheinland in den sechs untersuchten Leistungsbereichen weiter sehr große Qualitätsunterschiede bestehen: Bei der gleichen OP kann sich der Faktor der Komplikationen zwischen zwei Kliniken um das Vierzehnfache unterscheiden. Der Untersuchungszeitraum beträgt 2010 bis 2012.

Rolf Buchwitz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg: „Das QSR-Verfahren der AOK ist eine bewährte Vorgehensweise. Zusammen mit der gesetzlichen Qualitätssicherung kommen so aussagekräftige Ergebnisse zugunsten transparenter Informationen der Versicherten zustande. Die persönliche Wahl des am besten geeigneten Krankenhauses wird dadurch erleichtert. Für uns als AOK Rheinland/ Hamburg ist es wichtig, unsere Versicherten in ihrer Gesundheitskompetenz zu stärken.“

Die Operationsfälle der Kliniken zwischen Emmerich und Euskirchen wurden wieder mit der erprobten Methode, der Qualitätsmessung mit Routinedaten (QSR-Verfahren) der AOK, ausgewertet.  Unter Berücksichtigung des jeweiligen Krankheitsstatus‘ (Risikoadjustierung) der behandelten AOK-Patienten wurden dann die Krankenhäuser für jedes Operationsgebiet in drei Kategorien eingeteilt: „Überdurchschnittlich“, „durchschnittlich“ und „unterdurchschnittlich“ – die bundesweite Verteilung beträgt 20, 60 und 20 %. Ein Krankenhaus kommt nur dann in  die Auswertung, wenn es mindestens 30 Behandlungsfälle von AOK-Versicherten hat. Neu: In der aktuellen Untersuchung wurde erstmals die Blinddarm-Entfernung aufgenommen.

Die aktuelle Auswertung zeigt erfreulicherweise in puncto „überdurchschnittliche“ und „unterdurchschnittliche“ Qualität der geprüften Krankenhäuser eine positive Entwicklung. Bei dem planbaren Hüftgelenksersatz wurden 93 Kliniken (2009-2011: 89) untersucht. „Überdurchschnittlich“ schnitten 18 Häuser ab und damit zwei Häuser mehr als zuvor (16) sowie  „unterdurchschnittlich“ nur 9 (10). Bei der Kniegelenks-Ersatz-OP (ins-

gesamt 97 Kliniken, vorher 101) wiesen 16 (13) eine „überdurchschnittliche“ Qualität auf, 19 (21) eine „unterdurchschnittliche“ Qualität. Ähnlich beim Hüftersatz nach Hüftfraktur (123 Kliniken insgesamt, vorher 125): 19 Kliniken sind „überdurchschnittlich“

(12), 12 „unterdurchschnittlich“ (18). Bei der Gallenblasenentfernung zeigte sich dieses Bild: Bei 128 geprüften Krankenhäusern (133) schnitten 23 (23) „überdurchschnittlich“ ab und 19 (21) „unterdurchschnittlich“. Im Bereich des Therapeutischen Herzkatheters (PCI) bei Patienten ohne Herzinfarkt erreichten bei 50 geprüften Kliniken (49) acht eine „überdurchschnittliche“ Qualität (sieben), und 12 waren „unterdurchschnittlich“ (12).

Das QSR-Verfahren der AOK ist weiterhin das einzige Verfahren, das systematisch den weiteren Behandlungsverlauf eines Patienten über ein Jahr nach der Entlassung aus der Klinik betrachtet. Die Fragestellung lautet: Treten Komplikationen auf und in welcher Häufigkeit? Die Ergebnisse werden in die Qualitätsbewertung einer Klinik miteinbezogen. Komplikationen sind vor allem Entzündungen, falsch eingesetzte künstliche Gelenke, Wiederholungs- und Folge-Operationen sowie Sterbefälle.

Die Ergebnisse der Qualitätsmessung sind ab dem 15. Oktober 2014 auch unter www.aok-gesundheitsnavi.de (Krankenhäuser) zu finden.

Die Ergebnisse im Einzelnen

Folgende Krankenhäuser aus dem Rheinland weisen eine „überdurchschnittliche“ Qualität auf und gehören damit zu den besten 20 Prozent im Bundesgebiet („geringe Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Ereignisse“), in alphabetischer Reihenfolge nach Orten:

Blinddarm-Entfernung:

Maria-Hilf-Krankenhaus Bergheim, Universitätsklinikum Bonn, Marienhospital Brühl, Krankenhaus Düren, Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf, Sana-Krankenhaus Düsseldorf-Benrath, Evangelisches Klinikum Niederrhein Duisburg, Johanniter Krankenhaus Duisburg-Rheinhausen, Hermann-Josef-Krankenhaus Erkelenz, Elisabeth-Krankenhaus Essen, St. Clemens-Hospital Geldern, St. Vinzenz-Hospital Köln, St. Martinus-Krankenhaus Langenfeld, St. Marien-Hospital Mülheim a. d .R.; St. Lukas Klinik Solingen, Evangelisches Krankenhaus Wesel.

Künstliches Hüftgelenk als planbare OP:

Marienhospital Aachen, Marien-Krankenhaus Bergisch-Gladbach, Katholische Kliniken Oberberg Engelskirchen, Evangelisches Krankenhaus Essen-Werden, Marienhospital Essen, Städtisches Krankenhaus Heinsberg, Dreifaltigkeits-Krankenhaus Köln, Kliniken der Stadt Köln – Krankenhaus Köln-Merheim, Krankenhaus der Augustinerinnen Köln,  St. Elisabeth-Hospital Meerbusch, Krankenhaus Neuwerk Mönchengladbach, St. Josef-Krankenhaus Moers, Rheintor-Klinik Neuss, Städtische Kliniken – Lukaskrankenhaus Neuss, Fabricius-Klinik Remscheid, St. Josef-Hospital Troisdorf, Medizinisches Zentrum StädteRegion Aachen Würselen, Helios-Klinikum Wuppertal.

Kniegelenks-Ersatz als planbare OP:

St. Hubertus-Stift Bedburg, Gemeinschaftskrankenhaus Bonn, Universitätsklinikum Düsseldorf, Marienhospital Essen, Philippusstift Essen, St. Elisabeth-Krankenhaus Geilenkirchen, Städtisches Krankenhaus Heinsberg, Kliniken der Stadt Köln – Krankenhaus Köln-Merheim, St. Elisabeth-Hospital Meerbusch, Evangelisches Krankenhaus Mülheim a. d. R., St. Marien-Hospital Mülheim a. d. R., Allgemeines Krankenhaus Viersen, LVR-Klinik für Orthopädie Viersen, Krankenhaus Wermelskirchen, Evangelisches Krankenhaus Wesel, St. Josef-Krankenhaus Wuppertal.

Hüft-OP bei Hüftfraktur:

Luisenhospital Aachen, Vinzenz-Pallotti-Hospital Bergisch Gladbach, Gemeinschaftskrankenhaus Bonn, Dominikus-Krankenhaus Düsseldorf, Florence-Nightingale-Krankenhaus Düsseldorf, St. Vinzenz-Krankenhaus Düsseldorf, St. Willibrord-Spital Emmerich, St. Antonius-Hospital Eschweiler,

Marienhospital Essen, Hospital zum Heiligen Geist Kempen, Krankenhaus der Augustinerinnen Köln, Kreiskrankenhaus Mechernich, Krankenhaus Neuwerk Mönchengladbach, Städtisches Krankenhaus

Nettetal, Sana-Krankenhaus Radevormwald, St. Antonius-Krankenhaus Schleiden, Helios Klinikum Siegburg, Krankenhaus Wermelskirchen, Helios Klinikum Wuppertal. 

Gallenblasen-Entfernung:

Gemeinschaftskrankenhaus Bonn, Malteser Krankenhaus Bonn/Rhein-Sieg Bonn, Universitätsklinikum Bonn, St. Vinzenz-Hospital Dinslaken, Marien-Hospital Erftstadt, Elisabeth-Krankenhaus Essen, Kath. Kliniken Ruhrhalbinsel Essen, St. Josef-Krankenhaus Essen-Werden, St. Josefs-Krankenhaus Hilden, St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort, Heilig-Geist-Krankenhaus Köln, St. Elisabeth-Krankenhaus Köln, St. Vinzenz-Hospital Köln, Malteser-Krankenhaus St. Josefshospital Krefeld-Uerdingen, Evangelisches Krankenhaus Mettmann, Evang. Krankenhaus Bethesda Mönchengladbach, Städtische Kliniken Mönchengladbach, Städtisches Krankenhaus Nettetal, Sana-Klinikum Remscheid, Evangelisches Krankenhaus Wesel, Helios Klinik Wipperfürth, Agaplesion Bethesda-Krankenhaus Wuppertal, Helios Klinikum Wuppertal.

Therapeutischer Herzkatheter (PCI) bei Patienten ohne Herzinfarkt:

Universitätsklinikum Aachen, Evangelisches Krankenhaus Bergisch-Gladbach, GFO-Kliniken St. Marien-Hospital Bonn, Evangelisches Klinikum Niederrhein Duisburg, Hermann-Josef-Krankenhaus Erkelenz, St. Antonius-Hospital Kleve, Evangelisches Krankenhaus Köln-Kalk, St. Vinzenz-Hospital Köln.

Rolf Buchwitz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg, betonte: „Für Patienten ist es sinnvoll, sich vor einer planbaren Operation einen Überblick über geeignete Kliniken zu verschaffen und auch die Möglichkeit einer Zweitmeinung – diesen Service bietet die AOK Rheinland/Hamburg seit Jahren an – für sich zu nutzen.“

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
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André Maßmann
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